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==== Brief vom 2. September 1878 von Fanni und Franz Spängler an Fanny Kobler ====
 
==== Brief vom 2. September 1878 von Fanni und Franz Spängler an Fanny Kobler ====
 
Brief von [[Franziska Spängler]] und [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Kobler]]; ein Bogen; / = Seitenwechsel; [Ergänzungen]; // = Absatz:<br />
 
Brief von [[Franziska Spängler]] und [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] an [[Franziska Kobler]]; ein Bogen; / = Seitenwechsel; [Ergänzungen]; // = Absatz:<br />
''Wien 2. September!'' [ohne Jahr] <ref>Da nur von einem Kind die Rede ist, datiere ich [O. H.] den Brief auf 1878.</ref> ''Meine liebe, gute Großmutter! // Daß wir wolbehalten hier angekommen sind, hat dir wol schon Rosa mitgetheilt; nun aber laß dir noch einmal danken für Alles, was wir wieder in deinem gastlichen Hause genoßen haben, und vergieb, wenn wir manchmal gar zuviel Unruhe verursachten. // Erhole dich nun jezt von der Mühe, welche wir dir verursacht haben; ich denke die Ruhe wir dir jezt ordentlich wolthun, wenn dir auch unsere kleiner Unruhegeist manchmal abgeht. Unserm Weiberl gefällt es wieder recht gut in Wien, und auch uns behagt es wieder recht. Nach so viel Nichtsthun hat die / regelmäßige Beschäftigung neuen Reiz. Bis zur übernächsten Woche hoffe ich auch alle Putzerei hübsch vollbracht zu haben, und dann wird es ganz schön bei uns sein.
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''Wien 2. September!'' [ohne Jahr] <ref>Da nur von einem Kind die Rede ist, datiere ich, [[Otto Holzapfel]], den Brief auf 1878.</ref> ''Meine liebe, gute Großmutter! // Daß wir wolbehalten hier angekommen sind, hat dir wol schon Rosa mitgetheilt; nun aber laß dir noch einmal danken für Alles, was wir wieder in deinem gastlichen Hause genoßen haben, und vergieb, wenn wir manchmal gar zuviel Unruhe verursachten. // Erhole dich nun jezt von der Mühe, welche wir dir verursacht haben; ich denke die Ruhe wir dir jezt ordentlich wolthun, wenn dir auch unsere kleiner Unruhegeist manchmal abgeht. Unserm Weiberl gefällt es wieder recht gut in Wien, und auch uns behagt es wieder recht. Nach so viel Nichtsthun hat die / regelmäßige Beschäftigung neuen Reiz. Bis zur übernächsten Woche hoffe ich auch alle Putzerei hübsch vollbracht zu haben, und dann wird es ganz schön bei uns sein.
    
''Samstag haben wir das Kinderbett bestellt, die Bettstelle wird 22 fl'' [Gulden] ''kosten. Ich freue mich schon, bis Franzi ihr neues Bettchen haben wird. Vor der Hand schläft sie wieder im Korbe, welcher aber am Boden steht. Die Kleine kann sich schon nicht mehr darin ausstrecken. Franzi spaziert fleißig herum, jezt geht sie schon längst de[m] Sofa oder einer Bank hin und her. Ich bin neugierig, wann ihr der erste Schritt allein gelingen wird Anna die dir die Hände küßt, und Rosa bestens grüßt, findet die Kleine sehr gewachsen. / Die Kleine hat Anna sofort wieder erkannt, und ist sehr freundlich mit ihr. Anna hat sich in R[i]edenburg um Rosi erkundigt, und erfahren, daß diese verheirathet ist an einen Schneider in Eßterhá[z]y, und daß es ihr gut gehen soll.
 
''Samstag haben wir das Kinderbett bestellt, die Bettstelle wird 22 fl'' [Gulden] ''kosten. Ich freue mich schon, bis Franzi ihr neues Bettchen haben wird. Vor der Hand schläft sie wieder im Korbe, welcher aber am Boden steht. Die Kleine kann sich schon nicht mehr darin ausstrecken. Franzi spaziert fleißig herum, jezt geht sie schon längst de[m] Sofa oder einer Bank hin und her. Ich bin neugierig, wann ihr der erste Schritt allein gelingen wird Anna die dir die Hände küßt, und Rosa bestens grüßt, findet die Kleine sehr gewachsen. / Die Kleine hat Anna sofort wieder erkannt, und ist sehr freundlich mit ihr. Anna hat sich in R[i]edenburg um Rosi erkundigt, und erfahren, daß diese verheirathet ist an einen Schneider in Eßterhá[z]y, und daß es ihr gut gehen soll.

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