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==== Brief vom 16. und 17. Juni 1851 aus Wien: ====
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==== Brief vom 16. und 17. Juni 1851 von Richard Schlegel an Fanny Kobler: ====
''Liebe Schwiegermutter! Ohngeachtet der großen Menge an Arbeit, wo ich oft die ganze Woche nicht weiß, was für ein Tag ist, war ich […] im Geiste bey Euch und mit Euch […] Ich habe Dich in meinem letzten Briefe gebeten, mir für mein Silber 200 fn C[M]z […] zu schicken […] Lorinser läßt dich herzlich grüßen; er war vorgestern bei seiner Familie […]'', die in der Nähe von Baden [bei Wien], in Kalksburg, den Sommer zubringt; mit der Eisenbahn ist er hingefahren; sie haben "ein herziges schwarzaugiges Mädchen etwas über 2 Jahre alt" Er [Lorinser] will gleichzeitig das 2. Rigorosum machen und zieht sich im nächsten Monat von allen Geschäften zurück, um ungestört arbeiten zu können. Kalksburg<ref>Kalksburg ist bis 1938 eine selbständige Gemeinde im südlichen Wienerwald, heute im 23. Bezirk Liesing.</ref> ist ein kleiner Ort im Grünen, "wenig von den vergnügungssüchtigen Wienern besucht oder bewohnt, es hat eine gebirgige Umgebung […] Lebt wohl, und bleibt gesund […] Ich bin jetzt auch um viel ruhiger, weil auch die gute Betti<ref>Betti, manchmal Betty, ist die Cousine der Höllbräuin Fanny ([[Franziska Kobler]]) in Salzburg. Sie ist also, obwohl jünger, die Tante von [[Zäzilia Amalia Kobler]] (* 1821; † 1848), verheiratet 1846 mit [[Richard Franz Schlegel]] (* 1811; † 1881). Betti Kobler (* 1825; † 10. August 1881 in Grein an der Donau, Oberösterreich) ist verheiratet mit Leopold Katzinger (zeitweise in Schärding). Viele Briefe erwähnen sie; 1844 [siehe dort] schreibt sie mehrfach an Fannys Tochter "Mali", auch manchmal "Maly" ([[Zäzilia Amalia Kobler]]).</ref> bei Euch ist. Gib der kleinen Maus viele 1000 Busseln und grüße mir herzlich die Betti und die Theres. Lebe wohl. Dein dankschuldiger Sohn Richard"
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Brief von [[Richard Franz Schlegel]] aus Wien an [[Franziska Kobler]]:<br />
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''Liebe Schwiegermutter! Ohngeachtet der großen Menge an Arbeit, wo ich oft die ganze Woche nicht weiß, was für ein Tag ist, war ich […] im Geiste bey Euch und mit Euch […] Ich habe Dich in meinem letzten Briefe gebeten, mir für mein Silber 200 fn C[M]z […] zu schicken […] Lorinser läßt dich herzlich grüßen; er war vorgestern bei seiner Familie […]'', die in der Nähe von Baden [bei Wien], in Kalksburg, den Sommer zubringt; mit der Eisenbahn ist er hingefahren; sie haben ''ein herziges schwarzaugiges Mädchen etwas über 2 Jahre alt''. Er [Lorinser] will gleichzeitig das 2. Rigorosum machen und zieht sich im nächsten Monat von allen Geschäften zurück, um ungestört arbeiten zu können. Kalksburg<ref>Kalksburg ist bis 1938 eine selbständige Gemeinde im südlichen Wienerwald, heute im 23. Bezirk Liesing.</ref> ist ein kleiner Ort im Grünen, "wenig von den vergnügungssüchtigen Wienern besucht oder bewohnt, es hat eine gebirgige Umgebung […] Lebt wohl, und bleibt gesund […] ''Ich bin jetzt auch um viel ruhiger, weil auch die gute Betti''<ref>Betti, manchmal Betty, ist die Cousine der Höllbräuin Fanny ([[Franziska Kobler]]) in Salzburg ist. Sie ist also, obwohl jünger, die Tante von [[Zäzilia Amalia Kobler]] (* 1821; † 1848), verheiratet 1846 mit [[Richard Franz Schlegel]] (* 1811; † 1881). Betti Kobler (* 1825; † 10. August 1881 in Grein an der Donau, Oberösterreich) ist verheiratet mit Leopold Katzinger (zeitweise in Schärding). Viele Briefe erwähnen sie; 1844 [siehe dort] schreibt sie mehrfach an Fannys Tochter "Mali", auch manchmal "Maly" ([[Zäzilia Amalia Kobler]]).</ref> bei Euch ist. Gib der kleinen Maus viele 1000 Busseln und grüße mir herzlich die Betti und die Theres. Lebe wohl. Dein dankschuldiger Sohn Richard"
 
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