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''Die Therese ist dermalen noch in Neumarkt will aber wider herein nach / Salzburg, wir wüßten auch ein Zimmer für sie, ob sie es aber nehmen wird wüßen wir nicht. die alte Frau Müller du hast sie schon gekannt ihr Sohn ist gestorben ich glaube er war beim Steierammt, sie lebt nun hier und hat ein Zimmer zu vergeben im Kai neben Karl Koch im 2 te[n] Stock das Zimer auf die Gaße mit der Außsicht mit sammt der Bedienung 6 Gulden im Monnath, ich bin begierig ob sie es nimmt. / Morgen ist der Spatzenegger Marie ihre Vermählung, und am 11 te[n] der Gnabiser [?] Anna ihre. Heute wird Sattler Anton mit seiner jungen Gattin hieher kommen, kannst dir dencken wie sich die Annate [?] freute Bey Schleg[e]l geht es zimlich gut, bey Marie sehr gut die sieht blühend auß. Lebt recht wohl mit herzlichen Grüßen und küßen an'' [unterstrichen:] ''Alle verbleibe ich Eure treulie[b]ende Mutter // Spángler. // von denen Ottoischen'' [Otto Spängler] ''viele herzliche Grüße so wie von der Fraulein Rosalie.''
 
''Die Therese ist dermalen noch in Neumarkt will aber wider herein nach / Salzburg, wir wüßten auch ein Zimmer für sie, ob sie es aber nehmen wird wüßen wir nicht. die alte Frau Müller du hast sie schon gekannt ihr Sohn ist gestorben ich glaube er war beim Steierammt, sie lebt nun hier und hat ein Zimmer zu vergeben im Kai neben Karl Koch im 2 te[n] Stock das Zimer auf die Gaße mit der Außsicht mit sammt der Bedienung 6 Gulden im Monnath, ich bin begierig ob sie es nimmt. / Morgen ist der Spatzenegger Marie ihre Vermählung, und am 11 te[n] der Gnabiser [?] Anna ihre. Heute wird Sattler Anton mit seiner jungen Gattin hieher kommen, kannst dir dencken wie sich die Annate [?] freute Bey Schleg[e]l geht es zimlich gut, bey Marie sehr gut die sieht blühend auß. Lebt recht wohl mit herzlichen Grüßen und küßen an'' [unterstrichen:] ''Alle verbleibe ich Eure treulie[b]ende Mutter // Spángler. // von denen Ottoischen'' [Otto Spängler] ''viele herzliche Grüße so wie von der Fraulein Rosalie.''
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==== Brief vom 14. Oktober 1880 von Antonia Spängler an Franz Spängler ====
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Brief von [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Wien; ein kleiner Bogen mit rotem Prägedruck "A"; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]; [?] = fraglich; Leseabsatz eingefügt:<br />
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''Salzburg 14/10 [18]80 // Meine lieben Theuren! // Nun ist es der 3 te Brief den ich an Euch schreibe, ich weiß wohl Fany hat so viel zu thun, das sie sich wohl kaum Zeit nehmen kann eine Feder zu bemühen. Franz wird sich zu Hauße auch mit den Kindern viel befaßen, und so geht die Zeit wie ein Augenblück vorüber, es sei Euch daher gewiß kein Vorwurf gemacht, nur habe ich immer eine Freude wenn / ich etwas von Euch höre. Bey Schleg[e]l geht es zimlich gut, die Mutter sagte mir vor einigen Tagen, das sie die Rosa'' [Dienstmagd] ''gerne hinab lasse'' [nach Wien] '', damit sie nicht zu grunde gehe, den er'' [Richard Franz Schlegel] ''ist ja oft so schrecklich krantig. Sie sagte, ich muß es außhalten; es ist dieß schon ein rechtes Elend. Ich dencke bis jetzt 1 Monnath wird sie schon hinab kommen ich freue mich für meine / liebe Fany.''
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''Meine liebe Fany ich bitte dich, strenge dich ja nicht zu viel an, du mußt dencken es ist nicht ploß die Entbindung du hast dir ja auch die schöne Aufgabe gegeben, dein Kindlein selbst zu stillen dieß nimmt auch den Körper groß in Anspruch, ich bitte dich noch einmal plage dich nicht zu sehr, und glaube dir zu. // Meine Gedanken sind viel bey Euch, ich freue mich jetzt schon wider auf Euch wen ich es erlebe Euch zu sehen. / Wie geht es den meinen lieben zwey Kinderln ich möchte sie wohl sehr gerne oft bey mir haben, und mit ihnen einkaufen spielen, da haben sie sich oft gut unterhalten. ich spreche wohl recht oft von ihnen, besonders mit Fräulein Rosalie welcher die Kinder auch sehr gut gefahlen haben sie läßt Euch auch recht herzlich grüßen. denen 2 Kindern zum herzlichen Gruß jeden ein paar Stiezerln die Rothen der Tonerl ich wünsche das sie dieselben brauchen könen Mit alle Liebe // Eure treue Mutter Spángler.''
 
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