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[[Datei:Pumpspeicherkraftwerk Limberg III 02.png|thumb| Bau der Turbine des Pumpspeicherkraftwerks Limberg III im Berg, in dem im Herbst 2024 der Rotor eingesetzt wurde.]]
 
[[Datei:Pumpspeicherkraftwerk Limberg III Baufortschritt 2022.jpg|thumb|Pumpspeicherkraftwerk Limberg III Baufortschritt Ende 2022.]]
 
[[Datei:Pumpspeicherkraftwerk Limberg III Baufortschritt 2022.jpg|thumb|Pumpspeicherkraftwerk Limberg III Baufortschritt Ende 2022.]]
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[[Datei:Pumpspeicherkraftwerk Limberg III 01.png|thumb| Die Baustelle im [[Kapruner Tal]] für die Errichtung des Pumpspeicherkraftwerks Limberg III im Berg.]]
 
Das  in Bau befindliche (Stand Herbst 2024) '''Pumpspeicherkraftwerk Limberg III''' wird das modernste [[Pumpspeicherkraftwerk]] Österreichs. Es wird von der Verbund AG in [[Kaprun]] errichtet.
 
Das  in Bau befindliche (Stand Herbst 2024) '''Pumpspeicherkraftwerk Limberg III''' wird das modernste [[Pumpspeicherkraftwerk]] Österreichs. Es wird von der Verbund AG in [[Kaprun]] errichtet.
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Das Herzstück des Kraftwerks sind zwei Kavernen. Die größere ist 62 Meter lang, 42 Meter hoch, 25 Meter breit, groß genug, um das Mittelschiff des Stephansdoms zu fassen, erzählt der Projektleiter Christian Rieder. In der Kraftwerks-Kathedrale wird emsig gebaut, der Lärm ist ohrenbetäubend. Widerstand gegen das Großprojekt, wie etwa bei großen Wind- oder Solarparks, gibt es hier nicht. Der Kraftwerksbau hat in Kaprun Tradition. Schon sein Großvater habe beim Bau des Speichers mitgearbeitet, erzählt Rieder, und sei sogar Statist in der 1950er-Jahre-Schmonzette "Das Lied von Kaprun" gewesen. Wegen der guten Voraussetzungen in Österreich gebe es bereits weitere Pläne.  
 
Das Herzstück des Kraftwerks sind zwei Kavernen. Die größere ist 62 Meter lang, 42 Meter hoch, 25 Meter breit, groß genug, um das Mittelschiff des Stephansdoms zu fassen, erzählt der Projektleiter Christian Rieder. In der Kraftwerks-Kathedrale wird emsig gebaut, der Lärm ist ohrenbetäubend. Widerstand gegen das Großprojekt, wie etwa bei großen Wind- oder Solarparks, gibt es hier nicht. Der Kraftwerksbau hat in Kaprun Tradition. Schon sein Großvater habe beim Bau des Speichers mitgearbeitet, erzählt Rieder, und sei sogar Statist in der 1950er-Jahre-Schmonzette "Das Lied von Kaprun" gewesen. Wegen der guten Voraussetzungen in Österreich gebe es bereits weitere Pläne.  
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[[2024]]: Der 355 Tonnen schwere Rotor von Maschine 1 wurde im Spätsommer eingebaut. Mit einem speziell ausgerichteten Deckenkran wurde der gigantische Bauteil millimetergenau in den Stator eingefügt.
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[[12. September]] [[2024]]: Der 355 Tonnen schwere Rotor von Maschine 1 wurde im Spätsommer eingebaut. Mit einem speziell ausgerichteten Deckenkran wurde der gigantische Bauteil millimetergenau in den Stator eingefügt. Dieser Rotor ist der schwerste Teil auf der Baustelle und wurde direkt in der 17 Meter hohen Kaverne gefertigt. Fast ein Jahr dauerte die Herstellung im Berg. Beim Einsetzen war dann das Zusammenspiel zwischen Kranfahrer und Einweiser entscheidend. Der Rotor wurde mit nur vier bis fünf Millimeter Spielraum auf den Stator gesetzt, ein Prozess, der Fingerspitzengefühl, Nervenstärke und Präzision erforderte. Nach drei Stunden war der schwierigste Hub des gesamten Projekts abgeschlossen.​
Dieser Rotor ist der schwerste Teil auf der Baustelle und wurde direkt in der 17 Meter hohen Kaverne gefertigt. Fast ein Jahr dauerte die Herstellung im Berg. Beim Einsetzen war dann das Zusammenspiel zwischen Kranfahrer und Einweiser entscheidend. Der Rotor wurde mit nur vier bis fünf Millimeter Spielraum auf den Stator gesetzt, ein Prozess, der Fingerspitzengefühl, Nervenstärke und Präzision erforderte. Nach drei Stunden war der schwierigste Hub des gesamten Projekts abgeschlossen.​
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== Daten des Rotors ==
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* Masse Rippenwelle: ca. 90t
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* Masse Blechpaket: ca. 185t
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* Masse Rotor zum Einheben: 372t
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* Nennwirkleistung 240 MW
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; Beschreibung
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Die Drehbewegung des Rotors macht aus Wasserkraft elektrischen Strom im Ausmaß von 240 Megawatt (MW) Leistung. Der Rotor muss erst fertig geschichtet werden und hat dann eine Masse von 355 Tonnen, was dem schwersten Einzelhub der gesamten Baustelle entspricht. Entsprechend robust muss die Welle gebaut sein, um diese gigantischen Belastungen standhalten zu können. Mit atemberaubenden 450-550 Umdrehungen pro Minute ist die Maschine schneller als jedes Rennauto. Das muss sie auch, denn das Pumpspeicherkraftwerk soll nicht nur überschüssigen Strom für den Winter speichern, sondern bei Netzschwankungen in minutenschnelle zum Ausgleich von Spannungsschwankungen einspringen.
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Die Grundkonstruktion des Rotors ist die sogenannte Rippenwelle. Diese zehn Meter lange Schmiedewelle mit aufgeschweißten Stahlrippen, wurde bereits im Oktober auf einem Spezialtransporter zur Baustelle in den Berg transportiert und anschließend rückwärts bergauf in die Kraftwerkskaverne gefahren. Dabei wurden beeindruckende 5,5 Kilometer an Tunneln zurückgelegt. Danach wurde die Generatorwelle mit einer speziell dafür konstruierten und angefertigten Kipp- und Hebevorrichtung mithilfe von zwei Hallenkränen millimetergenau aufgerichtet und am Rotor-Montageplatz positioniert.
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Auf diese Rippenwelle wird das sogenannte Blechpaket aus unzähligen 0,5 mm dicken Dynamoblechen überlappt geschichtet. Nach mehrmaligen Zwischenpressungen und kontinuierlicher Qualitätsüberwachung wird das Blechpaket abschließend auf 150°C erhitzt um eine Voralterung/Setzvorgang zu erreichen. Nach abschließender finaler Pressung gemeinsam mit beidseitigen Endplatten, wird das fertige Blechpaket auf die Rippenwelle geschrumpft. Dabei wird das Blechpaket auf bis zu 180 °C erwärmt, somit radial aufgeweitet und über Schrumpfleisten auf die Rippenwelle fixiert. Nach diesem Vorgang werden die Wicklungsstäbe in die Rotornuten eingebaut und miteinander hart verlötet. Abschließend werden die beiden äußeren Kappenringe, welche die beiden axialen Enden der Rotorwicklung abstützen, montiert bzw. aufgeschrumpft. Nach einer genauen elektrischen Prüfung ist der Rotor bereit zum Einheben.
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== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
* [https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/kathedralen-bauen-fuer-die-wasserkraft-132658750  www.sn.at], 16. Jänner 2023: "Kathedralen bauen für die Wasserkraft", ein Beitrag von Monika Graf
 
* [https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/kathedralen-bauen-fuer-die-wasserkraft-132658750  www.sn.at], 16. Jänner 2023: "Kathedralen bauen für die Wasserkraft", ein Beitrag von Monika Graf
 
* [https://www.facebook.com/verbundag/videos/502104372678956 facebook] Verbund AG, September 2024
 
* [https://www.facebook.com/verbundag/videos/502104372678956 facebook] Verbund AG, September 2024
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* [https://www.verbund.com/de-at/ueber-verbund/news-presse/presse/2024/09/13/rotor-eingehoben-limberg-3 www.verbund.com], Presse, 13. September 2024: "355 Tonnen schwerer Rotor in Limberg 3 wurde erfolgreich eingehoben"
    
{{SORTIERUNG: Limberg III, Pumpspeicherkraftwerk}}
 
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