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[[Datei:Pumpspeicherkraftwerk Limberg III Baufortschritt 2022.jpg|thumb|Pumpspeicherkraftwerk Limberg III Baufortschritt Ende 2022.]]
 
[[Datei:Pumpspeicherkraftwerk Limberg III Baufortschritt 2022.jpg|thumb|Pumpspeicherkraftwerk Limberg III Baufortschritt Ende 2022.]]
Das '''Pumpspeicherkraftwerk Limberg III''' ist aktuell (2023) das modernste [[Pumpspeicherkraftwerk]] Österreichs, tief im Berg. Es wird von der Verbund AG in [[Kaprun]] errichtet.
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Das in Bau befindliche (Stand Herbst 2024) '''Pumpspeicherkraftwerk Limberg III''' wird das modernste [[Pumpspeicherkraftwerk]] Österreichs. Es wird von der Verbund AG in [[Kaprun]] errichtet.
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Am [[6. April]] [[2021]] wurde mit den Arbeiten an Limberg III begonnen. [[2025]] soll es Strom erzeugen, zwei Jahre früher als ursprünglich geplant. Eine halbe Milliarde Euro wird es kosten. Das Kavernenkraftwerk wird - wie [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg II|Limberg II]] - eine Leistung von insgesamt 480 Megawatt haben.
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Am [[6. April]] [[2021]] wurde mit den Arbeiten an Limberg III begonnen. [[2025]] soll es Strom erzeugen, zwei Jahre früher als ursprünglich geplant. Eine halbe Milliarde Euro wird es kosten. Das Kavernenkraftwerk wird - wie [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg II|Limberg II]] - eine Leistung von insgesamt 480 Megawatt haben. Errichtet wird es tief in einem Berginneren.  
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2,2 Kilometer fehlen noch bis zum steilen Druckstollen. Der ist fertig, sauber und warm, weil der Beton beim Trocknen Wärme abgibt, wie Redakteurin [[Monika Graf]] von den [[SN]] bei einem Lokalaugenschein im Jänner [[2023]] feststellte. 100 Kilometer umfasst das Netzwerk aus Tunneln rund um die Speicherseen [[Stausee Mooserboden|Mooserboden]] und [[Stausee Mooserboden|Wasserfallboden]], viele davon aus den [[1950er]]-Jahren, die Hälfte befahrbar. Die anderen dienen dazu, Wasser vom Speichersee mit hohem Druck hinunter durch die beiden hochleistungsfähigen Turbinen zu jagen oder wieder hinaufzupumpen. Die Rohre, von denen jedes vier Tonnen wiegt, müssen beim Transport hydraulisch ovalisiert werden, um durch Tunnel oder unter Straßenbrücken durchzupassen.
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2,2 Kilometer fehlen noch bis zum steilen Druckstollen. Der ist fertig, sauber und warm, weil der Beton beim Trocknen Wärme abgibt, wie Redakteurin [[Monika Graf]] von den [[SN]] bei einem Lokalaugenschein im Jänner [[2023]] feststellte. 100 Kilometer umfasst das Netzwerk aus Tunneln rund um die Speicherseen [[Stausee Mooserboden|Mooserboden]] und [[Stausee Mooserboden|Wasserfallboden]], viele davon aus den [[1950er]]-Jahren, die Hälfte davon ist befahrbar. Die anderen Tunnels dienen dazu, Wasser von den Speicherseen mit hohem Druck hinunter durch die beiden hochleistungsfähigen Turbinen zu jagen oder wieder hinaufzupumpen. Die Rohre, von denen jeder Teil vier Tonnen wiegt, müssen beim Transport hydraulisch ovalisiert werden, um durch Tunnel oder unter Straßenbrücken durchzupassen.
    
Das Herzstück des Kraftwerks sind zwei Kavernen. Die größere ist 62 Meter lang, 42 Meter hoch, 25 Meter breit, groß genug, um das Mittelschiff des Stephansdoms zu fassen, erzählt der Projektleiter Christian Rieder. In der Kraftwerks-Kathedrale wird emsig gebaut, der Lärm ist ohrenbetäubend. Widerstand gegen das Großprojekt, wie etwa bei großen Wind- oder Solarparks, gibt es hier nicht. Der Kraftwerksbau hat in Kaprun Tradition. Schon sein Großvater habe beim Bau des Speichers mitgearbeitet, erzählt Rieder, und sei sogar Statist in der 1950er-Jahre-Schmonzette "Das Lied von Kaprun" gewesen. Wegen der guten Voraussetzungen in Österreich gebe es bereits weitere Pläne.  
 
Das Herzstück des Kraftwerks sind zwei Kavernen. Die größere ist 62 Meter lang, 42 Meter hoch, 25 Meter breit, groß genug, um das Mittelschiff des Stephansdoms zu fassen, erzählt der Projektleiter Christian Rieder. In der Kraftwerks-Kathedrale wird emsig gebaut, der Lärm ist ohrenbetäubend. Widerstand gegen das Großprojekt, wie etwa bei großen Wind- oder Solarparks, gibt es hier nicht. Der Kraftwerksbau hat in Kaprun Tradition. Schon sein Großvater habe beim Bau des Speichers mitgearbeitet, erzählt Rieder, und sei sogar Statist in der 1950er-Jahre-Schmonzette "Das Lied von Kaprun" gewesen. Wegen der guten Voraussetzungen in Österreich gebe es bereits weitere Pläne.  
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== Quelle ==
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[[2024]]: Der 355 Tonnen schwere Rotor von Maschine 1 wurde im Spätsommer eingebaut. Mit einem speziell ausgerichteten Deckenkran wurde der gigantische Bauteil millimetergenau in den Stator eingefügt.
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Dieser Rotor ist der schwerste Teil auf der Baustelle und wurde direkt in der 17 Meter hohen Kaverne gefertigt. Fast ein Jahr dauerte die Herstellung im Berg. Beim Einsetzen war dann das Zusammenspiel zwischen Kranfahrer und Einweiser entscheidend. Der Rotor wurde mit nur vier bis fünf Millimeter Spielraum auf den Stator gesetzt, ein Prozess, der Fingerspitzengefühl, Nervenstärke und Präzision erforderte. Nach drei Stunden war der schwierigste Hub des gesamten Projekts abgeschlossen.​
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== Quellen ==
 
* [https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/kathedralen-bauen-fuer-die-wasserkraft-132658750  www.sn.at], 16. Jänner 2023: "Kathedralen bauen für die Wasserkraft", ein Beitrag von Monika Graf
 
* [https://www.sn.at/wirtschaft/oesterreich/kathedralen-bauen-fuer-die-wasserkraft-132658750  www.sn.at], 16. Jänner 2023: "Kathedralen bauen für die Wasserkraft", ein Beitrag von Monika Graf
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* [https://www.facebook.com/verbundag/videos/502104372678956 facebook] Verbund AG, September 2024
    
{{SORTIERUNG: Limberg III, Pumpspeicherkraftwerk}}
 
{{SORTIERUNG: Limberg III, Pumpspeicherkraftwerk}}

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