| − | ==== Brief vom 29. und 30. April 1844 von Hauptmann Glaeser [?]<ref>zu "Hauptmann Glaeser" vgl. den Brief vom 7. Mai 1844 an Betti Kobler und den nachfolgenden Brief vom 5. Mai 1844</ref> an Amalie Kobler-Castelli (Zäzilia Amalia Kobler) ==== | + | ==== Brief vom 29. und 30. April 1844 von Hauptmann Glaeser [?]<ref>zu "Hauptmann Glaeser" vgl. den Brief vom 7. Mai 1844 an Betti Kobler und den nachfolgenden Brief vom 5. Mai 1844</ref> an Amalie Kobler-Castelli ==== |
| − | im Bündel mit schwarzem Band; ein Briefbogen und ein Blatt, sechs Seiten eng beschrieben; bei dem dünnen Papier der ersten 4 Seiten schwer lesbar, da die Rückseiten durchscheinen; [?] = Lesung fraglich; Umlaute selten markiert; XX und […] = Fehlstellen und Auslassungen; ./. = markierter Seitenwechsel; / = Absatz:<br /> | + | Brief an [[Zäzilia Amalia Kobler]]; im Bündel mit schwarzem Band; ein Briefbogen und ein Blatt, sechs Seiten eng beschrieben; bei dem dünnen Papier der ersten 4 Seiten schwer lesbar, da die Rückseiten durchscheinen; [?] = Lesung fraglich; Umlaute selten markiert; XX und […] = Fehlstellen und Auslassungen; ./. = markierter Seitenwechsel; / = Absatz:<br /> |
| | ''Wien im großen Hause am 29 t[e]n April [18]44. Herrin // Mein werthes Fraulein! O Herrin ich falle zu Füßen und entschuldige mich ob meiner Saumseligkeit im Schreiben nicht. – obwohl ich einige dürftige Gründe dazu anbringen könnte, so ist das doch noch nicht hinlänglich um sich mit nichtigkeit zu entschuldigen'' […] ./. […] ''Mein Früh u Abend Essen besteht aus einer Einbrennsuppe. – Mittags'' XX ''mit Soße und Nudeln alle Tag, gleich'' […] ''als Nachtrag zu den mit Dampf abgeschmelzenen Nudeln, ist zwar auch sehr gut, den man bekommt keine Fettfläber im Magen. – Nun aber zur ernsthaften Vertheidigung. Obwohl mein letztes Schreiben die Mama so manches klar gemacht haben so muß ich doch offen sagen, daß ich gar nicht Ihre gute beiderseitige E''XX ''Meinung verkenne, muß aber auch zugleich sagen, daß Sie meine beste Herrin auch daß ganze nur von einer Seite ansehen – den es ist nicht so, wie Sie es sich vielleicht vorstellen, und das Gefühl bei Behandlung von Fremden ist überall 0 = 0. Nein Herrin Ihre Ungnäde dadurch erlangt zu haben, will ich nicht hoffen, besonders wegen der nicht dem Avencement in Verbindung'' [unterstrichen] ''stehenden m – Auch habe ich über Sie nicht loßgegangen – und wenn ich im allgemeinen zwar ungenau Schreibe, so ist daß doch nicht gegen Sie der Fall, den es ist mein höchstes Vergnügen hier daß ich habe, wenn ich Ihnen und Ihrer sehr Werthen Mama schreiben darf u kann. ./.'' [Seite übersprungen wegen Unlesbarkeit] ./. | | ''Wien im großen Hause am 29 t[e]n April [18]44. Herrin // Mein werthes Fraulein! O Herrin ich falle zu Füßen und entschuldige mich ob meiner Saumseligkeit im Schreiben nicht. – obwohl ich einige dürftige Gründe dazu anbringen könnte, so ist das doch noch nicht hinlänglich um sich mit nichtigkeit zu entschuldigen'' […] ./. […] ''Mein Früh u Abend Essen besteht aus einer Einbrennsuppe. – Mittags'' XX ''mit Soße und Nudeln alle Tag, gleich'' […] ''als Nachtrag zu den mit Dampf abgeschmelzenen Nudeln, ist zwar auch sehr gut, den man bekommt keine Fettfläber im Magen. – Nun aber zur ernsthaften Vertheidigung. Obwohl mein letztes Schreiben die Mama so manches klar gemacht haben so muß ich doch offen sagen, daß ich gar nicht Ihre gute beiderseitige E''XX ''Meinung verkenne, muß aber auch zugleich sagen, daß Sie meine beste Herrin auch daß ganze nur von einer Seite ansehen – den es ist nicht so, wie Sie es sich vielleicht vorstellen, und das Gefühl bei Behandlung von Fremden ist überall 0 = 0. Nein Herrin Ihre Ungnäde dadurch erlangt zu haben, will ich nicht hoffen, besonders wegen der nicht dem Avencement in Verbindung'' [unterstrichen] ''stehenden m – Auch habe ich über Sie nicht loßgegangen – und wenn ich im allgemeinen zwar ungenau Schreibe, so ist daß doch nicht gegen Sie der Fall, den es ist mein höchstes Vergnügen hier daß ich habe, wenn ich Ihnen und Ihrer sehr Werthen Mama schreiben darf u kann. ./.'' [Seite übersprungen wegen Unlesbarkeit] ./. |