Karl Brandstätter (Finanzrat)

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Finanzrat Dr. Karl Brandstätter (* 29. Oktober 1872;[1] † 2. April 1952[2]) war langjähriger Beamter des österreichischen Finanzdienstes und kurzzeitig Regierungskommissär für die Gemeinde Gnigl.

Aus seinem Leben

Karl Brandstätter, der einer alten Salzburger Beamtenfamilie entstammte,[1] maturierte im Jahr 1892 am (damals einzigen öffentlichen) Salzburger Gymnasium.[3]

Er promovierte in Graz und trat im Jahr 1897 in den österreichischen Finanzdienst ein.[4] Hier brachte er es zum Finanzrat und Vorstand der Steueradministration Salzburg. Im Jahr 1919 geriet die Karriere des damals 48-Jährigen jedoch ins Trudeln: Er wurde vom Dienst suspendiert, und zwar "im Gefolge einer gegen ihn eingeleiteten Disziplinaruntersuchung, die festzustellen hat, inwieweit eine Schädigungsabsicht des Genannten dadurch bestand, daß er in Kennt­nis der den Banken noch nicht zugemittelten Anordnung der Safesperre einen Safe seiner Frau eröffnete, oder ob es sich bloß um ein formales Vergehen handelte".[5] Wie diese Disziplinaruntersuchung ausging, ist nicht überliefert; allerdings befand sich Brandstätter im nächsten Jahr bereits im Ruhestand[6].

Der pensionierte Finanzrat wurde im Februar 1934 zum Regierungskommissär für die Gemeinde Gnigl bestellt.[7] Seine Amtsdauer endete, als die Gemeinde Gnigl mit 1. Juli 1935 aufgelöst und ihr Gebiet größtenteils der Stadt Salzburg eingemeindet wurde.[8]

Der Jurist war auch längere Zeit ehrenamtlicher Sachwalter des dem Ver­ein "Naturschutzpark" gehörenden Natur­schutzparks im Stubach- und Felbertal.[4]

Quellen

  1. ↑ 1,0 1,1 Salzburger Nachrichten, 29. Oktober 1947, S. 2: 75. Geburtstag
  2. ↑ Salzburger Nachrichten, 3. April 1952, S. 6: Parte
  3. ↑ Salzburger Volksblatt, 14. Juli 1942, S. 3: Die Maturanten 1892 des Salzburger Gymnasiums
  4. ↑ 4,0 4,1 Salzburger Nachrichten, 4. April 1952, S. 4: Todesfälle
  5. ↑ Salzburger Chronik, 29. April 1919, S. 4: Suspendierung vom Amte
  6. ↑ Deutscher Volksruf, 12. September 1920, S. 3: Wertzuwachsabgabe
  7. ↑ Salzburger Volksblatt, 15. Februar 1934, S. 7: Zum Regierungskommissär für die Gemeinde Gnigl
  8. ↑ Artikel "Bürgermeister der Gemeinde Gnigl"
Zeitfolge