Anton Haidenthaller junior
Anton Haidenthaller junior (* 7. März 1886 in der Stadt Salzburg;[1] † 26. November 1949 ebenda) war Seilermeister und Seniorchef der Firma A. Haidenthaller und Sohn.
Leben
Seine Eltern waren Stefanie und Anton Haidenthaller senior. Sein Vater gründete das Unternehmen, das heute Haidenthaller Textil heißt.
1913 heiratete Haidenthaller d. J. Marie Schider, Eisenhändlerstochter. 1914 musste er zur Kriegsdienstleistung einrücken, kam sofort an die Front und geriet bald darauf in russische Gefangenschaft, wo er sechseinhalb Jahre in Sibirien zubringen musste. Erst 1920 konnte er wieder in die Heimat zurückkehren.[2]
Nachruf in den "Salzburger Nachrichten":
Der St.-Peter-Friedhof, letzte Ruhestätte so vieler alter Salzburger Bürgersfamilien, nahm nun auch die sterblichen Überreste des am Samstag in Salzburg verstorbenen Seiler
meisters Anton Haidenthaller, Seniorchef der Firma A. Haidenthaller und Sohn, auf. Die Beisetzung in der Familiengruft erfolgte in aller Stille.
Anton Haidenthaller, geboren am 7. März 1886 in Salzburg als Sohn eines Seilenneisters und Gründers der Firma, war ein tüchtiger und allseits geschätzter Geschäftsmann. Er war weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt, hatte im väterlichen Geschäft das Seilerhandwerk erlernt, beim Rainer-Regiment seine Militärdienstzeit abgedient und war im ersten Weltkrieg als Zugsführer in russische Kriegsgefangenschaft geraten, aus der er erst 1920 heimkehren konnte. 1936 wurde er Alleininhaber der Firma.
Längere Zeit hindurch war der Verstorbene auch Innungsmeister des Seilerhandwerks für Salzburg, Tirol und Vorarlberg. Erst im Mai d. J. war er anläßlich seines fünfzigjährigen Berufsjubiläums Gegenstand vielfacher Ehrungen. Anton Haidenthaller hat sich u. a. auch um die Salzburger freiw. Feuerwehr als Brandmeister der Feuerwache Bruderhof große Verdienste erworben.
Quelle
- ANNO, "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 29. November 1949, Seite 3, Nachruf
Einzelnachweise
- ↑ ANNO, "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 29. November 1949, Seite 3
- ↑ ANNO, "Salzburger Volksblatt", Ausgabe vom 2. Juli 1931, Seite 6, ein Beitrag von Josef Eder