Aus der Salzproduktion in der Saline Hallein: links sieht man am Rande einer Sudpfanne die Perkufen, rechts, die weißen, bereits getrockneten Salzstöcke, werden von Salzträgern entfernt.

Das Salzfass in der Salinensprache Perkufe, auch nur Kufe (auch Kuffe geschrieben) genannt, ist ein historisches Gefäß, das bei der Produktion von Salz in einer Saline Verwendung fand.

Geschichte

Die Aufsicht über Pfannhäuser (Sudhäuser) hatte der Pfannhausverwalter. An jeder Pfanne waren 15 Personen beschäftigt unter der Aufsicht eines Perers. Das noch feuchte Rohsalz wurde am Pfannenrand, Perstatt genannt, in Behälter gefüllt, die man Perkufen nannte. War das Salz ausgehärtet, hatte man nach dem Abzug der Perkufen Salzstöcke, die in Hallein Halleiner Fuder nannte. Diese wurden dann von Salzträgern zum Abtransport getragen. In Hallein war das die Verladung auf Salzschiffe auf der Salzach.

Ein trockenes Halleiner Fuder wog 100 Pfund, was einem Gewicht zwischen 56 bis 60 Kilogramm entsprach.

Für die Herstellung der Salzfässer waren die Küfer zuständig. An diese Handwerker erinnert heute noch der Küfertanz.

Darstellungen von Perkufen

Neben der Darstellung mit Rupert von Worms kann man heute Salzfässer noch auf Gemälden in den Fürstenzimmern im Halleiner Keltenmuseum sehen.

Salzträger-Darstellungen ein Salzfass tragend gibt es im Einfahrtsbereich in die Salzwelten Hallein bei Salzburg am Dürrnberg sowie in der Stadt Hallein.

Ein Typar (Siegelstempel) aus Bronze zeigt ein Stadtsiegel von Hallein mit der Umschrift "SIGILLVM CIVIVM DE SALINA", das ab etwa 1300 verwendet wurde. Das Siegelbild zeigt einen Salzträger mit der Perkufe auf der linken Schulter zwischen zwei Perkufen (Quelle 1, S 131).

Quellen