Petra Kronberger
Petra Kronberger (* 12. Februar 1969 in Pfarrwerfen im Pongau) war nach Annemarie Moser-Pröll die erfolgreichste Salzburger Skirennläuferin.
Karriere
Petra Kronberger stand schon als kleines Mädchen auf Skiern. Der frühe Einsatz zeigte Jahre später Wirkung. Kronberger erreichte in ihrer aktiven Karriere Weltcupsiege in allen fünf Disziplinen (Slalom, Riesentorlauf, Super-G, Abfahrt und Kombination) und ihr gelang dieses Kunststück vor allem auch in einer Saison - 1991.
Ihr kometenhafter Aufstieg begann mit dem ersten Weltcuprennen in Leukerbad (CH), als sie in der Abfahrt am 1. Dezember 1987 auf Anhieb 15. wurde. Sechs Wochen später holte sie mit Platz 3 ihren ersten von 35 Podiumsplätzen im Weltcup, in der Abfahrt von Zinal (CH). Nach einer schwachen Saison 1989 mit nur einem Podiumsplatz und einer enttäuschenden WM in Vail (USA), legte sie am 16. Dezember 1989 mit dem Sieg in der Abfahrt von Panorama (CAN) den Grundstein zu ihrem ersten von drei aufeinanderfolgenden Siegen im Gesamtweltcup. 1991 gewann sie neben dem Gesamtweltcup auch den Slalomweltcup.
Ihren letzten von insgesamt 16 Weltcup Siegen feierte Petra Kronberger bezeichnenderweise wieder in der Abfahrt von Panorama, am 14. März 1992. Zu Beginn der folgenden Saison stand sie ein letztes Mal auf dem Podest: Platz 3 im Slalom von Steamboat Springs (USA). Am 20. Dezember 1992 beendete sie nach Platz 11 im Super-G von Lake Louise (CAN) überraschend ihre Karriere.
Großereignisse
1988 reiste Kronberger als Außenseiterin zu den Olympischen Spielen nach Calgary (CAN), Platz 6 in der Abfahrt wurde ihr bestes Resultat. Ein Jahr später bei der WM in Vail (USA) reichte es gar nur zu Platz 7 in der Kombination.
Bei der Heim-WM in Saalbach-Hinterglemm 1991 galt sie nach den Weltcup Ergebnissen als Favoritin oder Mitfavoritin in allen Disziplinen und erfüllte diese Erwartungen auch mit dem Sieg in der Abfahrt am 26. Jänner 1991. Ein Sturz im Ziel kreuzte allerdings ihre weiteren Pläne. Sie konnte zwar noch den Super-G fahren, wurde allerdings in dem Rennen das Ulrike Maier gewann, nur Sechste.
Bei ihren zweiten Olympischen Spielen in Albertville (FRA) 1992 siegte sie wiederum zum Auftakt, diesmal in der Kombination. Nach Platz 4 und 5 in Super-G und Abfahrt folgte zum Abschluss noch der Sieg im Slalom.
Leben
Nach ihrem Rücktritt holte Petra Kronberger die Matura am Abendgymnasium Salzburg nach und begann ein Studium der Germanistik und Kunstgeschichte. Sie lernte ihren späteren Ehemann Thomas kennen, setzte sich für soziale Projekte ein und besuchte eher Kunstausstellungen als Skirennen. Als, nach elf Jahren, die Beziehung zu Thomas brach, ging sie nach Berlin. Aus einem geplanten Semester wurden zwei. Sie studierte an der Humbold-Universität, lernte ihren neuen Lebensgefährten, einen Polizeibeamten aus Hamburg, kennen und übersiedelte in die Hansestadt (Stand 2004).
Statistik
Podestplätze im Weltcup
| Saison | 1. Platz | 2. Platz | 3. Platz |
|---|---|---|---|
| 1993 | - | - | 1 |
| 1992 | 2 | 4 | 2 |
| 1991 | 8 | 2 | 2 |
| 1990 | 6 | 1 | 4 |
| 1989 | - | - | 1 |
| 1988 | - | - | 2 |
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Ehrungen
Für ihre Leistungen während ihrer kurzen aber ereignisreichen Karriere wurde Petra Kronberger 1990 und 1992 zu Salzburgs Sportlerin des Jahres gewählt.
In beiden Jahren wurde sie auch zu Österreichs Sportlerin des Jahres gewählt.
Quelle
- Salzburger Nachrichten
- Pongauer Nachrichten
- FIS Homepage