Autobahnmeisterei Salzburg-Liefering

Die Autobahnmeisterei Salzburg-Liefering ist ein Betriebshof der ASFINAG im Bereich der Anschlussstelle Salzburg-Mitte an die Westautobahn im Salzburger Stadtteil Liefering.
Allgemeines

Die Autobahnmeisterei Salzburg-Liefering befand sich seit den 1950er Jahren an der Südostseite des "Kleeblatts" der Autobahnausfahrt Salzburg-Mitte, eingebettet zwischen Münchner Bundesstraße, Schmiedingerstraße, Westautobahn und Hubertusweg. Das 51.000 m² große Areal beheimatete neben der Autobahnmeisterei ursprünglich auch gleichzeitig die Meisterei des Landes Salzburg. Zu enge Garagen und antiquierte Salzlager ließen ab 1999 Anrainer und ASFINAG über einen Neubau in Liefering verhandeln. Das Projekt wurde mehrfach abgespeckt, nahm aber dann mit der durch den Verwaltungsgerichtshof erzwungene Stilllegung eines Salzsilos 2008 wieder Fahrt auf.
Neubau
Am 7. April 2014 erfolgte der Spatenstich für den Neubau – der sich jetzt im nordöstlichen Teil des "Kleeblatts" befindet. Die nächsten Anrainer sind 300 Meter von den drei neuen Silos entfernt. Geplant wurde das Haus vom Vorarlberger Büro Marte.Marte, das den erstmals bei einem Asfinag-Bau abgehaltenen Wettbewerb gewonnen hat. Ende Juni 2015 wurden die Bauarbeiten beendet, die 50 Mitarbeiter übersiedelten bis Mitte August in das nun 5900 m² Bruttogeschoßfläche umfassende zweigeschoßige Gebäude. Es besteht aus vier Gebäudeteilen, die um einen Innenhof angeordnet sind. Der Bau umfasst Garagen für zehn Lkw und fünf Klein-Lkw, Büros, ein Salzlager, Werkstätten und Mannschaftsräume.
Betreut werden von hier aus 36 Kilometer Autobahn (das sind 72 Kilometer Richtungsfahrbahn) mit einem täglichen Verkehrsaufkommen bis zu 100 000 Fahrzeugen.
Das alte Areal wurde Ende 2014 an die Salzburg AG verkauft und soll im Frühjahr 2016 abgerissen werden. Die Salzburg AG will an dieser Stelle eine neue Obusremise errichten.
Die für 18. September 2015 geplante offizielle Eröffnungsfeier des Neubaus wurde wegen der Flüchtlingskrise abgesagt.
Temporäre Notschlafstelle
Während der Flüchtlingsbewegung 2015 wurden in den Gebäuden der alten Autobahnmeisterei Notschlafstellen für 600 Flüchtlinge eingerichtet. Diese Notschlafstelle liegt zwischen 2,5 und 3,0 Kilometer (je nach gewähltem Fußweg) vom Grenzübergang Saalbrücke entfernt.