Nikolaus-Kirchen in der Erzdiözese Salzburg


Die Beliebtheit des Hl. Nikolaus von Myra spiegelt sich in der Anzahl der St. Nikolaus-Kirchen in der Erzdiözese Salzburg wieder.
Allgemeines
In der Erzdiözese Salzburg gibt es 17 dem Hl. Nikolaus geweihte Kirchen. Allein im Pinzgau befinden sich vier davon. Jedes Kind weiß, dass das Fest des Hl. Nikolaus am 6. Dezember ist. Rund um diesen Tag finden die Umzüge des Heiligen mit den Schiachperchten statt und die Kinder bekommen Süßigkeiten und kleine Geschenke.
Nikolaus von Myra – Geschichte und Legende
Der im Land Salzburg so häufig vorkommende Kirchenpatron war Bischof von Myra, lebte zur Zeit des Konzils von Nicäa und dürfte im Jahr 350 nach Christus verstorben sein. Alles was über ihn in späterer Zeit berichtet wurde, entspringt der Legendenbildung, denn über die historische Person selbst ist wenig bekannt.
Im Osten ist die Verehrung des Hl. Nikolaus schon aus dem 6. Jahrhundert bezeugt. Im Westen setzt diese Verehrung erst im 9. Jahrhundert ein. Zuerst südlich der Alpen in Rom und in Süditalien, um 1000 n. Chr. auch nördlich der Alpen. Im späten Mittelalter steigt Nikolaus von Myra zu den beliebtesten und am meisten verehrten Heiligen auf. Seine Attribute sind der Bischofsstab und ein Buch. Im deutschsprachigen Raum weisen die den Heiligen darstellenden Figuren ab dem 14. Jahrhundert drei Goldklumpen als individuelle Attribute auf, was auf eine Legende zurück zu führen ist. Als Nikolaus noch nicht Bischof von Myra war, soll er drei Töchter eines verarmten Edelmannes dadurch vor Schande bewahrt haben, dass er - um unerkannt zu bleiben, des Nachts - das als Ausstattung für eine standesgemäße Eheschließung erforderliche Geld beim Fenster hinein geworfen hat.
Die Kirchweihjahre der weiter unten angeführten St. Nikolaus-Kirchen in der Erzdiözese Salzburg spiegeln die besondere Verehrung des Heiligen in bestimmten Zeitabschnitten wieder. Die folgende Auflistung der St. Nikolaus-Kirchen in der Erzdiözese ist noch nicht vollständig und soll nach und nach ergänzt werden.
Pinzgau
- Pfarrkirche Saalbach, 1410 erstmals urkundlich erwähnt, dürfte jedoch schon um 1370 bestanden haben; hier ist in Bezug zum Heiligen auch das Gemeindewappen zu erwähnen;
- Pfarrkirche in Dienten am Hochkönig, eingeweiht 1505;
- Pfarrkirche in Wald, damals Filialkirche von Bramberg, eingeweiht 1469;
- Felberkirche in Mittersill, erbaut 1479;
Pongau
- Nikolauskirche Bad Gastein in Bad Gastein, erste urkundliche Erwähnung 1412;
Flachgau
- Kirche St. Nikola, Pfarrkirche der Stadt Oberndorf
- St. Nikolaus in Waldprechting, Filialkirche von Seekirchen, erste Erwähnung im Jahre 1213;
- Stadtpfarrkirche zum heiligen Nikolaus in Neumarkt am Wallersee
Quellen
- Informationsblatt im Bergbau- & Gotikmuseum Leogang
- Heiligenlegenden, Zusatzheft zum Ausstellungskatalog „Rudolf Leopold – Gotiksammlung“ , S. 22, Bergbau- & Gotikmuseum Leogang
- Diverse Salzburgwikiartikel
- Lahnsteiner, Josef, Oberpinzgau (hgg. 1965), Unterpinzgau (hgg. 1960 ), Mitterpinzgau (hgg. 1962), alle im Eigenverlag, Hollersbach