Konsumgenossenschaft "Union"
Die Konsum Union war eine Österreich weite Handelskette, die auch in Salzburg ein bedeutendes Unternehmen darstellte. Sie ist 1995 in Konkurs gegangen.
Geschichte
Sie ist aus dem Lebensmittelmagazin für die Bediensteten der k. u. k. Staatsbahnen und aus dem Konsumverein "Vorwärts" 1904 entstanden. Das Unternehmen gehörte den Mitgliedern und wurde in demokratischer Form verwaltet.
In der Stadt Salzburg war eine Salzburg-Zentrale in der Karl-Wurmb-Straße, neben dem ehemaligen Porschehof zu finden. Nach dem Konkurs in den 1990er Jahren verfiel das Gebäude und an seiner Stelle wurde Cineplexx Salzburg City errichtet.
Wirtschaftliche Bedeutung
1974 wies die Verbrauchsgenossenschaft 34.644 Mitgliederhaushalte aus. Jeder, der bei Konsum einkaufte, konnte eine Rabattkarte bekommen, auf der er je nach Umfang seines Einkaufs eine entsprechende Anzahl von Marken kleben konnte. Am Jahresende gab man diese Karte ab und erhielt einen Bonus entsprechend der Anzahl der geklebten Marken.
1974 gab es in Stadt und Bundesland Salzburg 64 Filialen, davon neun Konsummärkte. Etwa drei Viertel aller Filialen waren damals schon auf der Basis Selbstbedienung. Das Filialnetz reichte von Braunau am Inn bis Uttendorf im Pinzgau. Der Jahresumsatz betrug 1972 398 Mio. Schilling (rund 29 Mio. Euro). Für rund 72 Mio Schilling (rund 5,2 Mio Euro) wurden jährlich in den dazu gehörenden Produktionsbetrieben Bäckerei- und Konditoreiwaren, Fleisch- und Wurstwaren sowie Marmeladen erzeugt und Bohnenkaffee geröstet. 1978 waren im Salzburger Filialnetz 724 Arbeitnehmer beschäftigt.
Damit waren die Konsum-Filialen und die Union-Werke in der Karl-Wurmb-Straße auch der größte Lehrlingsbetrieb auf dem Lebensmittelsektor im Land Salzburg.
Der Niedergang
Zum Zeitpunkt des Mega-Konkursesdes Unternehmens 1995 war Gerharter Geschäftsführer gewesen, der 2006 und 2007 wieder im Zusammenhang mit dem BAWAG Konkurs und Elsner auftauchte. 18.000 Arbeitsplätze gingen in Österreich bei diesem Konkurs verloren.
Quellen
- Josef Hübl Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, 1974
- Internetrecherchen von Peter Krackowizer