Brentenbergtunnel
Der Brentenbergtunnel ist ein Tunnel auf der A 10 Tauern Autobahn zwischen der Autobahnanschlussstelle in Golling an der Salzach und dem Knoten Pongau bei Bischofshofen. Er gehört zur Tunnelgruppe in Werfen.
Geografie
Der Tunnel beginnt bei Kilometer 36,0 und führt auf einer Länge von 594 Metern unter dem Brentenberg im Ortsteil Sulzau in Werfen hindurch.
Geschichte
Der Brentenbergtunnel wurde in den Jahren 1974 bis 1977 erbaut und am 25. Oktober 1977 dem Verkehr übergeben.
Die Tauern Autobahn wurde am Freitagabend, dem 9. Jänner 2026, ab der Raststation Golling bis zur Autobahnanschlussstelle Pass Lueg in Werfen in beide Richtungen gesperrt. Grund war ein brennender Lkw im Brentenbergtunnel. Kurz nach 18 Uhr begannen die Löscharbeiten. In beiden Richtungen gab es am Abend eine Totalsperre der Tauern Autobahn; der Verkehr wurde zwischen Werfen und Pass Lueg über die B 311 Pinzgauer Straße umgeleitet, teilte die Asfinag mit.
Ein Sattelschlepper geriet im Bereich des südlichen Tunnelportals gegen die bauliche Fahrbahnbegrenzung der Lawinenverbauung und kollidierte in der Folge mit der linken Seite des Tunnelportals. Durch den Aufprall soll der Lkw samt seiner Ladung – bestehend aus leerem Verpackungsmaterial – in Brand geraten sein. Die Wucht des Unfalls führte laut Feuerwehr dazu, dass die ins Rutschen geratene Ladung das Führerhaus von der Zugmaschine trennte und dieses stark deformiert wurde. Durch den Unfall beim Tunnelportal, an dem nur ein Lkw beteiligt war, geriet nicht nur das Fahrzeug in Brand, sondern auch der Tunnel wurde laut Asfinag beschädigt. Der Lkw-Lenker wurde verletzt.
Auf der Pinzgauer Straße war wegen heftigen Schneefalls allerdings mit schlechten Fahrbedingungen zu rechnen. Auch auf der Ausweichstrecke bildete sich rasch ein Stau; der Zeitverlust lag kurz nach 19 Uhr bereits bei rund 40 Minuten. Auch auf der Tauern Autobahn hatte sich ein kilometerlanger Stau gebildet.
Die Sperre sollte in Fahrtrichtung Villach bis Mitternacht aufrecht bleiben, in Fahrtrichtung Salzburg jedenfalls bis Samstag, 10. Jänner, wie die Asfinag mitteilte. Am Wochenende wurde auf der Strecke starker Reiseverkehr erwartet. Am Samstagvormittag hatten Experten eine erste Schadensbegutachtung durchgeführt. Betroffen sind laut Asfinag-Sprecher Alexander Holzedl demnach der Einfahrtsbereich der Galerie sowie die ersten hundert Meter des Tunnels. Der Lkw brannte in der Folge des Aufpralls völlig aus. Der Brand führte zu massiven Schäden an der Beleuchtung, Funk- und Brandmeldekabeln, an den technischen Sicherheitseinrichtungen und an der Fahrbahn – durch die große Hitze kam es laut Asfinag auch zu umfangreichen Betonabplatzungen in diesen Bereichen. Das bedeutet, dass die Tunnelröhre in Richtung Salzburg bis auf Weiteres gesperrt bleiben muss. Wie lange die Sperre andauern wird, ist noch nicht bekannt.
Gegen Samstagmittag waren noch immer Experten am Unfallort, um einzuschätzen, ob auch die Tunneldecke vom Brand in Mitleidenschaft gezogen wurde. Bereits jetzt stehe aber fest, dass aufgrund der im Vorjahr durchgeführten Sicherheitsupgrades im Brentenbergtunnel Schlimmeres hätte verhindert werden können. Die Löschwasserversorgung habe hervorragend funktioniert, und auch Sicherheitseinrichtungen wie Anpralldämpfer und technische Einrichtungen hätten dafür gesorgt, dass dem Lkw-Lenker nicht noch mehr widerfahren sei.
Weblink
- Lage auf openstreetmap.org
Quellen
- Quelle ist der Originalartikel, der ursprünglich von einem nun anonymen Benutzer als erster Bearbeiter erstellt wurde. Näheres siehe → hier.