Salzburger Stadtfest 2025
Das Salzburger Stadtfest war eine Veranstaltung in der Stadt Salzburg, die von 27. bis 29. Juni 2025 stattand.
Über die Veranstaltung
Drei Tage lang wurde die Salzburger Innenstadt Ende Juni 2025 zur verkehrsfreien Festmeile. Das Stadtfest ist ein ambitioniertes Projekt mit einem umfangreichen Verkehrs- und Sicherheitskonzept. Und mit einer besonderen Rolle für die Staatsbrücke. Denn drei Tage lang konnten Bewohner und Gäste von Salzburg diesen Salzach-Übergang nur zu Fuß nutzen. Denn die Staatsbrücke wurde zu einer "Festtafel der Gemütlichkeit" mit Foodtrucks, Tischen und Bänken (eine Notfallspur für Einsatzfahrzeuge bleibt aber). Es gab Sitzplätze für bis zu 500 Menschen gleichzeitig.
Die Sperre für den Individualverkehr trat am Freitag, 27. Juni, um 08 Uhr in Kraft, die letzten öffentlichen Verkehrsmittel fuhren über die Staatsbrücke an diesem Tag um 10 Uhr. Die Sperre dauerte dann bis Sonntag, 29. Juni, um Mitternacht. Während dieser drei Tage konnten die öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt Salzburg kostenlos benutzt werden. Zwischen 55 000 und 60 000 Besucher lockte das Fest in die Salzburger Innenstadt.
Die Veranstaltung ist Teil des dreitägigen Salzburger Stadtfests, das zeitgleich mit jenem in Hallein stattfindet. Zunächst war ein Budget von rund 350.000 Euro vorgesehen, das später auf 500.000 Euro erhöht und letztlich um 76 Prozent überschritten wurde, wie im September 2025 bekannt wurde. 880.000 Euro hatte dieses Stadtfest gekostet. 150.000 Euro wurden durch Sponsorengelder in Form von Drittmitteln für das Stadtfest aufgebracht. 350.000 Euro wurden im städtischen Haushalt für das Fest budgetiert. "Die Mehrkosten von 380.000 Euro sind intern bedeckt", sagt Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ).
Das Stadtfest war von Anfang an zu gering budgetiert. Auinger spricht vor allem im Sicherheitsbereich von massiven Mehrkosten. "Nach dem Amoklauf in Graz musste die Anzahl an Securitykräften erhöht werden." 100.000 Euro an Mehrkosten seien daher allein auf diesen Bereich zurückzuführen. Man habe mit 35 000 Besuchern kalkuliert - auch diese Zahl sei deutlich höher ausgefallen. Zudem habe sich die Veranstaltungsfläche des Stadtfestes im Vergleich zu den Planungen deutlich vergrößert. Mehrkosten habe auch die Stromversorgung mit sich gebracht. Während des Stadtfestes herrschte nämlich Strommangel. Daher mussten mehr Elektriker beschäftigt werden und zusätzliche Aggregate aufgestellt werden.
Zu den besagten Kosten kämen noch Personalkosten der Stadt Salzburg in Form von Überstunden, wofür 90.000 Euro angefallen waren. 120 Mitarbeiter der Stadt seien im Dienst gewesen, die sich auch schon für das nächste Jahr gemeldet haben. Dieses soll im Juni 2026 wiederholt werden. 450.000 Euro seien dafür budgetiert. Auinger steht weiterhin hinter dem Stadtfest. Er vergleicht die Kosten für dieses mit den Subventionen für die Salzburger Festspiele: "Das Stadtfest kostet die Stadt pro Besucher 11,50 Euro - die Salzburger Festspiele 16 Euro."
United Parade
Am Stadtfestwochenende findet auch gleichzeitig am Samstag die United Parade statt. Der Konvoi startet in der Münchner Bundesstraße in Liefering und erreicht gegen 18 Uhr den Mirabellplatz für die Abschlusskundgebung. Im vergangenen Jahr haben rund 10 000 Menschen daran teilgenommen.