Ruine des Ansitzes Gröbendorf
Die Ruine des Ansitzes Gröbendorf ist ein denkmalgeschütztes Objekt in der Lungauer Gemeinde Mariapfarr.
Geschichte
Gröbendorf wird erstmals 1074 im Stiftungsbrief des Erzbischofs Gebhard für das Stift Admont genannt, wobei das Gravindorf genannt wird. Um 1400 geht der Ansitz von den Herren von Gröbendorf an die Familie Grimming über. In dieser Zeit erfolgt ein Anbau an den hochmittelalterlichen Turm. 1685 zählt der Ansitz zu der Grundherrschaft der gräflichen Familie Firmian. Nach 1779 geht der Besitz in bäuerliche Hände über und wird dem benachbarten Pilzgut zugeschlagen.
Nach dem Brand eines benachbarten Hofes wurde wurde das bereits zur Ruine gewordene Gebäude nach dem 1. Weltkrieg nochmals beschädigt. Der rückwärtige östliche Mauerteil wurde abgebrochen und das Gebäude nur mehr provisorisch gedeckt. Die geräumigen Keller des Ansitzes sind eingestürzt. 2011 ist auch ein Teil der Außenmauer eingestürzt, eine archäologische Rettungsaktion zur Sicherung des Gebäudes wurde 2012 durchgeführt.
Vom mittelalterlichen Turm ist nur mehr die Westmauer als Rückseite des heutigen Gebäudes vorhanden. Das nicht besonders große Gebäude ist durch ein Pultdach abgedeckt. Im Inneren ist ein kleiner tonnengewölbter Raum mit Stichkappen vorhanden, ein in Ost-West-Richtung verlaufenden Gang mit Kreuzgratgewölbe und ein Stiegenhaus. Im ersten Stock sind noch Reste einer getäfelten (allerdings verkohlten) Holzkassettendecke zu sehen.
Bilder
Ruine des Ansitzes Gröbendorf – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Quelle
Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Ruine des Ansitzes Gröbendorf"