Krückenpastorale

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Titelbild Buch „Geschichte Salzburgs, Stadt und Land“, Band 1/1. Das Titelbild zeigt das Krückenpastorale aus St. Peter, Montierung 11. Jahrhundert, die Elfenbeinkrucke ist älter ("baculum s. Vitalis").

Das Krückenpastorale ist ein Krummstab, der sich in der Schatzkammer der Benediktiner-Erzabtei St. Peter befindet.

Beschreibung

Bei der Krückenpastorale handelt es sich um einen 108 cm langen, achtseitigen Holzschaft mit Stiefel. Er hat oben einen emaillierten Silberbeschlag mitvier herabfallenden Dreieckslappen, zwei Schriftbändern, zwischen denen Kreuz- und Blattornamente angebracht sind.

Obere Inschrift in Unziale des 13. Jahrhunderta:

AVE MARIA GRATIA P †

Die untere Inschrift:

CRAS DABOR: NON HODIE . AMOR . VIN . (CIT)

Über dem Beschlag (das Zwischenglied fehlt) befindet sich eine Elfenbeinkrücke, von der ein Arm sich einrollt und in einen Tierkopf mit ausgestreckter Zunge endet, während der andere Arm abgebrochen ist.

Dieses Pastorale, das in den Inventaren von 1462 und 1478 als ein „chlains alltvätrisch stäbl“ angeführt erscheint, soll der Tradition nach vom hl. Rupert herrühren. Eine bestimmte Datierung ist wegen der Einfachheit der Krücke - die Montierung dürfte nach der Schrift erst aus dem 13. Jahrhundert sein - sehr schwierig; ein einigermaßen verwandtes, aber reicheres Stück ist das Pedum S. Heriberti in Deutz (Lind, über den Krummstab; Hauthaler 22).

Quellen