Saline Hallein
Die Saline Hallein bestand von 1198 bis 1989 und dient heute als Kultur- und Veranstaltungsstätte.
Geschichte
1198 wurde erstmals eine Salzpfanne in "muelpach", einem Ort im Bereich der aufgegebenen keltischen Talsiedlung urkundlich erwähnt. Diese Bezeichnung wird im Laufe des 13. Jahrhunderts durch die Namen Salina und schließlich Hallein (= kleines Hall) abgelöst.
Die Sole wurde in großen Pfannen unter Hitze verdampft und zurück blieb das Grobsalz.
1850 verloren die Salinen ihre obrigkeitlichen Befugnisse und wurden reine Wirtschaftskörper der Monarchie, zuletzt als k. k. alpenländische Salinen. Auf die alpenländischen Salinen entfielen in den letzten Jahren der österreichisch-ungarischen Monarchie mit 170.000 t Salz rund 50 % der Salzproduktion der österreichischen Reichshälfte.
Eine längst überfällige Rationalisierung wurde 1854/62 mit dem Bau einer leistungsfähigen Salinenanlage auf der Pernerinsel eingeleitet. Der einseitig auf das Salzwesen ausgerichteten Ökonomie der Stadt Hallein versuchte man in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zunehmend mit neuen Betriebsansiedlungen entgegen zu wirken. Es entstanden z. B. ein Zementwerk, eine Zigarren und eine Papierfabrik.
1954/55 erhielt der Salinenstandort Hallein mit der Errichtung einer modernen Thermokompressionsanlage einen letzten Innovationsschub.
Im Jahre 1989 endet dann die Jahrtausend alte Salzgewinnung der Schließung der Saline und der Einstellung der Soleproduktion auf dem Dürrnberg. Kunst und Kultur erfüllen nun die zurückgelassenen Industriestätten mit Leben, dafür sorgen u.a. die Salzburger Festspiele, die internationale Sommer-akademie und das Halleiner Kulturforum.