Gruftarkaden auf dem Sebastiansfriedhof
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Gruftarkaden sind Teile auf dem Friedhof St. Sebastian in der rechtsufrigen Altstadt der Stadt Salzburg.
Beschreibung
Die Arkadengänge sind Gruftarkaden, die den Friedhof an seinen Außenseiten umgeben, in den sich zahlreiche Gräber von Salzburger Persönlichkeiten befinden.
Die Entwicklung der Kunst der Grabgestaltung über drei Jahrhunderte spiegelt sich in diesen Gruftarkaden wider.
Gräber, Grabsteine und Grabtafeln in den Gruftarkaden
- Theophrast von Hohenheim, genannt Paracelsus. Dieses Grab stammt aus der Zeit des Friedhofs vor der Anlage des heutigen Campo Santo, die Gebeine wurden im 18. Jahrhundert an den heutigen Standort verlegt. Auf seinem Grabstein ist zu lesen: „Hier ruht Philippus Theophrastus Paracelsus, ausgezeichnet als Doktor der Medizin, der jene grässlichen Krankheiten Aussatz, Zipperlein, Wassersucht durch seine wunderbare Kunst heilte, seine Habe und Gut unter die Armen verteilen ließ und im Jahre 1541, am 24. September, sein Leben mit dem Tod vertauschte“.
- Elia Castello, Erbauer der Gabrielkapelle im Friedhof
- Familie Reutter, mit einem Renaissance-Grabstein, 1486 vom Bildhauer Hans Valkenauer geschaffen
- Das Grab eines Protestanten des Jahres 1581 zeigt den Spruch „Das Blut Jesu Christi macht uns rein von allen Sünden“.
- Leopold Mozart, der, wie die Familienchronik der Sonnenburgs belegt, in der „Kommunalgruft“ der Gruftarkaden (Arkade Nr. 84) und nicht im Mozart-Familiengrab auf dem Gräberfeld beigesetzt wurde.
- Anton Schmid (* 1787, † 1857), österreichischer Musikwissenschaftler
- Johann Evangelist Schmidt, Orgel- und Klavierbauer. An einem Pfeiler der Gruftarkade Nr. 75 erinnert eine Gedenktafel an den letzten Salzburger Hoforgelmacher.
- Vinzenz Maria Süß, Gründer des Salzburger Museums Carolino Augusteum.
- Johann Jakob Hartenkeil, Arzt (Chirurg), Univ.-Professor, Herausgeber, der von Fürsterzbischof Hieronymus Graf Colloredo berufene Reformer des Salzburger Gesundheitswesens.
- Johann Friedrich Eichler (* 1778; † 1840), Tanzlehrer, kam über zahlreiche Stationen um 1834 nach Salzburg.
- Otto August Rühle von Lilienstern, preußischer General und Militärschriftsteller, Freund Heinrichs von Kleist
- Maria und Peter Poschacher, Fleischhauer und Realitätenbesitzer
- Peter Karl Thurwieser, Meteorologe, Alpinist und Theologieprofessor in Salzburg
- Franz Endres, Cafetier und Realitätenbesitzer
- Josef Endres, städtischer Stiftungsverwalter
- Gertraud und Josef Endres, königlich bayrischer Advokat
- Carl Konrad
- Familie Barisani
- Familie Gutrath von Alten Gutrath und Puchstein
- Spängler'sche Grabstätte mit u. a. Therese und Alois Spängler, Bürgermeister der Stadt Salzburg und Ahnherr der Salzburger Bankiersfamilie Spängler
- Familie Hölzlmayr
- Mathias Bayrhammer, einer der größten Wohltäter in der Geschichte von Salzburg
- Nicolaus Schlamm, Brauer von Salzburg (Schlammbräu)
- Josef Rauchenbichler von Rauchenbühl
- Dr. Mathias Abele
- Anton Hasslauer, bürgerlicher Eisenhändler
- Familie Schönthaler
- Gedenkstein Familie Kurz zum Thurn und Goldenstein
- Carl Reisigl
- Sigmund von Rubinich Edlen von Rottenfeld
Bildergalerie
Quellen
- Salzburgwiki-Einträge
- Grabsteine
- wikipedia-de