Eisen- und Stahlhandlung "Maria Cordula Kremplin"
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Der hier beschriebene Betrieb oder die Einrichtung existiert in dieser Form nicht mehr. Dieser Beitrag beschreibt die Geschichte. |
Die Maria Cordula Kremplin ist ein nicht mehr existierendes Unternehmen in der Altstadt der Stadt Salzburg, das mit Eisenwaren en gros und en detail handelte.
Geschichte
1703 wurde die Handelsfirma angeblich gegründet. Die folgende Geschichte der Firma ist unklar.
Bekannt ist, das Maria Cordula Aniser in zweiter Ehe mit dem Eisenhändler Jakob Krempl verheiratet war. Maria Cordula Krempl, auch Kremplin, starb 1748 kinderlos, weshalb die Firma in den Besitz ihrer Nichte Maria Viktoria Robinig kam. Letztere starb am 26. April 1783, ebenfalls kinderlos.
1794 erwähnt Lorenz Hübner in der Getreidegasse (Nr.13) den Georg Sigmund Robinig von Rottenfeld als Inhaber der "ehemahls die Gremplische Eisenhandlung".[1] Georg Josef Robinig von Rottenfeld besaß überdies eine Sensenfabrik mit vier Feueressen und einem Arbeiterwohnhaus in Thalgau.
1809 wurde Frau Maria Cordula Kremplin, firmiert "Associé Hager" als Geschäftsinhaberin einer Eisenhandlung genannt.[2] 1814 stirbt Joseph Hager, vormaliger Associé und Direktor der Krempel. Eisenhandlung im Alter von 62 Jahren im Bürgerspital.[3]
1809, 1824 und 1835 wurde Georg Sigmund Robinig (* 1760; † 1823) als Inhaber der Cordula Kremplin’schen Eisenhandlung in Salzburg genannt.[4]
Am 30. April 1839 wurde in der 'Allgemeine Zeitung München' durch Bekanntmachung öffentlich verlautbart:
- "Die Unterzeichneten geben sich die Ehre anzuzeigen, dass Joseph Zeller, Sohn die Eisen- und Stahlhandlung „Maria Cordula Kremplin“ dahier durch Kauf an sich gebracht, und in öffentliche Gesellschaft mit seinem Vater Joseph Zeller getreten ist, daher sie beide Handlungen vereint unter der Firma ,Zeller & Kremplin“ für gemeinschaftliche Rechnung fortführen. Durch vieljährige Erfahrung und bei einem stets gut sortierten Lager von Eisen, Blech, Blei, Draht, Feilen, Glätte, Kupfer, Messing, Nägel, Schwefel, Sensen, Sicheln, Stahl, Stahldraht, Strohmesser, Zink, Zink auch kleinen Marmorkugeln Schusser – aller Größen unsern verehrten Abnehmern die billigsten Preise und die reellste Bedienung zu sichern. – Salzburg, den 20. April 1839. - Zeller & Kremplin."[5]
Quellen
- ANNO
- Heinz Schuler, Mozarts Salzburger Freunde und Bekannte, Seite 280
Einzelnachweise
- ↑ books.google.at, Lorenz Hübner, Beschreibung der hochfürstlich-erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg , 1794
- ↑ books.google.at, Adressen-Buch der Handlungs-Gremien und Fabriken in Österreich, 1809
- ↑ books.google.at, Königlich baierisches Salzach-Kreis-Blatt, 1814
- ↑ books.google.at, Adressen-Buch der Handlungs-Gremien und Fabriken in Österreich, 1824
- ↑ books.google.at, Allgemeine Zeitung München, 1839, 4–6
