Camille Périer
Camille Josephe Périer (* 15. August 1781 Grenoble [Frankreich], † 14. September 1844 Paris) war 1809/10 der französische Intendant für das besetzte Land Salzburg.
Werdegang
Camille Périer entstammte einer französischen Bankiers-, Industriellen- und Politikerfamilie.
Er absolvierte eine Ingenieursausbildung an der École Polytechnique und der École des Mines.
Von 1806 bis 1809 war er als Supernumerarius im Innenministerium beschäftigt, ab Februar 1809 Auditor beim Staatsrat, ein Sprungbrett für höhere Verwaltungspositionen.
Intendant von Salzburg
Im August 1809 wurde ihm, knapp 28 Jahre alt, die Funktion des (französischen) Intendanten [1] von Salzburg übertragen. Diese übte er sechs Monate lang aus.
Er war neben Marschall François-Josephe Lefebvre unter den französischen Beamten der einzige, der von den Salzburger Chronisten (Josef Felner, Franz de Paula Pichler) mit lobenden Worten bedacht wurde.[2]
Späteres Leben
Von Februar 1810 bis zum Juli 1815 war Périer Prefekt des Departements Corrèze, ab 1819 des Departements Meuse. Von 1828 an war er Abgeordneter zur Nationalversammlung.
Aus seinen beiden Ehen mit Adèle Le Couteulx de la Noraye (1791–1829) und mit Marie Marguérite de Pourcet de Sahune (1808–1896) hatte er keine Kinder.
Quellen
- Adolphe Robert / Gaston Cougny: Dictionnaires des Parlementaires français de 1789 à 1889. Paris 1909. S. 586
- Élisabeth Barge-Meschenmoser: L'administration préfectorale en Corrèze (1800-1848): limites et effets de la centralisation. Verlag Presses Universitaires. Limoges, 2000. S. 27 ff. ISBN 2842871588, 9782842871581
- Généalogies de Périer auf genea-bdf.org
- "Claude Perier" auf der französischen Wikipedia
Fußnoten
- ↑ Siehe den Artikel "General-Landesadministration".
- ↑ Franz Ortner: Zwischen Habsburg und Wittelsbach - Säkularisation und Franzosenkriege, in: Dopsch, Heinz/Spatzenegger, Hans (Hrsg.): Geschichte Salzburgs, Stadt und Land, Band II, 2. Teil. Verlag Anton Pustet Salzburg 1988; ISBN 3-7025-0243-2. S. 587 ff (611).