Der Schloßwirt Anif (noch immer mit ß auf dem Hotelschild) erhielt schon 1607 das Schankrecht.

Sieben Kilometer vom Stadtzentrum Salzburg entfernt liegt das weithin bekannte Hotel vor den Toren der Stadt in der Gemeinde Anif. Es war ursprünglich ein den Salzburger Erzbischöfen gehörendes Bauerngut. Die Namen aller Erbrechtsinhaber dieses Gutes sind seit etwa 1380 bekannt.

Der Besitzer des Wasserschloss Anif, Graf Alois von Arco-Steppberg kaufte 1843 den Gasthof. Er war der Bruder des Legenden umwobenen "Adlerjägers", dem Ludwig Ganghofer in seinem Roman "Schloß Hubertus" (mit ß) ein Denkmal setzte.

Schließlich erwarb Dr. Johannes Graf von Moy 1966 noch das dem Gasthof gegenüber liegende Gebäude, den "Kramerbauer" (1606) und baute ihn in ein Gästehaus um. Eine wahre Institution wurden dann das Pächterehepaar Heimo und Hannelore Graf (heute in schon in Pension), deren Speisenkarten stets Schmankerl versprachen: Altsalzburger Knoblauchsuppe, hausgemachte Leberpastete, steirisches Schöpsernes, Zander in Krenrahmsauce, Schloßwirts Himbeernockerl und anderes. Darüber hinaus unterhielt Heimo Graf seine Gäste stets mit launischen Erzählungen aus der Geschichte Salzburgs und seines Hauses.

Quellen

  • 900 Jahre Festung Hohensalzburg, Landesfest 4. bis 12. Juni 1977, Schriftenreihe des Landespressebüro Salzburg, 1977