Rupert von Salzburg
Rupert von Worms (* unbekannt, † 27. März 718 in Worms, Deutschland) ist der Landespatron vom Bundesland Salzburg und wird am 24. September gefeiert.
Leben
Das Herzogtum Bayern bemühte sich schon sehr früh um die Christianisierung der östlich gelegenen Gebiete. Angeblich um 696 (wahrscheinlicher jedoch nicht vor 705) kam der Missionar Rupert (Rupertus, auch Hroudperht althochdeutsch der Ruhm-Glänzende) in das heutige Gebiet von Salzburg über Bayern. Die enge Verbindung mit Bayern zeigt sich heute noch in der Bezeichnung Rupertiwinkel, jene bayerischen Gebiete westlich von Salzburg.
Zuvor Bischof in Worms kam der vermutlich aus rheinfränkischer Gegend stammende Rupert auf Einladung Herzog Theodos um 700 an den bayerischen Herzogshof nach Regensburg. Dort wurde im angeboten, die Salzburger Lande zu christianisieren. Rupert ging zunächst nach Seekirchen und erst dann nach Salzburg, dem alten Iuvavum. Von Seekirchen aus nahm er vermutlich Kontakt mit dem Sohn von Theodo, Theodbert, auf. Rupert wurde mit reichen Schenkungen im Land um Salzburg bedacht, das aufgrund der Salzquellen im nahen Reichenhall von zentraler wirtschaftlicher Bedeutung für das bayerische Herzogtum war. Daher wird Rupert auch immer mit einem Salzfass in der Hand abgebildet.
Rupert ließ ein Kloster zu Ehren des Apostel Petrus in Salzburg errichten. Diese spätere Domkloster wurde vermutlich bereits im Bereich des heutigen Kapitelplatzes errichtet. Unmittelbar daneben entstand unter Rupert die Peterskirche auf dem Gebiet des heutigen Doms. Diese tr#gt seit dem 10. Jahrhundert das Rupertus-Patrozinium.
Rupert erneuerte das Kloster St. Peter in Salzburg. Eine Neugründung war das Benediktiner-Frauenkloster Nonnberg, deren erste Äbtissin seine Nichte Erintrud (auch Erentrudis) war. Im Land Salzburg gründete er die Maximilianzelle bei Bischofshofen als Stützpunkt zur Slawenmission sowie das kurzlebige Kloster Seekirchen am Wallersee.
Gegen Ende seines Lebens zog sich Rupert in seine Heimat zurück, wo er am 27. März nach 718 in Worms verstorben ist. Erst sein späterer Nachfolger Virgil ließ anlässlich der Domweihe am 24. September 774 die Gebeine des Hl. Ruperts aus Worms nach Salzburg überführen. Zunächst war der Sarkophag in der Kirche von St. Peter aufbewahrt, nach Fertigstellung des Doms wurde er dann dorthin gebracht.
Weblinks
Quellen
- Erzbistum München]
- der Heilige Ruprecht
- Salzburgs Synchronik, Josef Brettenthaler, Verlag Alfred Winter, Salzburg 2002, ISBN 3-85380-055-6
| Vorgänger keiner |
Bischof von Salzburg um 696 - 716/718 |
Nachfolger |
| Vorgänger keiner |
Abt von St. Peter um 696 - 716/718 |
Nachfolger |