Eisenwerk Sulzau-Werfen

Aus SALZBURGWIKI
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Das Eisenwerk Konkordiahütte war ein Eisenwerk im Ortsteil Sulzau von Werfen im nördlichen Pongau.

Allgemeines

Das Eisenwerk bezog bis 1960 Erz aus dem Untertagebergbau bei Schäferötz. Nach der Erschöpfung der Erzlager wurde der Hochofen stillgelegt und auf Gießereibetrieb umgestellt. Etwa 9.000 Tonnen betrug bis zur Einstellung des Hochofens die Jahresproduktion.

Die Konkordiahütte war die einzige Erzeugungsstätte Österreichs von Holzkohleisen. Hohlkohleneisen verwendet man aus Ausgangsmaterial für Walzen, Kokillen und Spezialgüsse. Weiters wurden hochwertige Spezialstähle gefertigt.

Es gehörte zu den größten industriellen Unternehmen im Bundesland Salzburg.

Das Werk und die Siedlung der Arbeiter liegt auf einem Schwemmkegel des Blühnbaches.

Geschichte

Das erste Hüttenwerk, das Blahhau, stand bereits 1770. Dieses Werk verhüttete Eisenerze, die man am Fuß des Tennengebirges fand. Nach Erschöpfung dieser Lager wurde das Erz aus dem Höllgraben und Imlautal herangeschafft, die sich südwestlich von Werfen befinden.

Neben der Eisenindustrie wurden auch die Holzschätze des Blühnbachtales verarbeitet.

Montanseilbahn

Man errichtete um die Jahrhunderwende 1900 diese Anlage zur Senkung der Transportkosten des Erzes vom Höllngraben und Schäferötz zum Eisenwerk . Diese Anlage war eine Umlaufseilbahn nach dem System Bleichert[1] und dessen Unsicherheit führte am 6. Juli 1911 zu einem Unfall in Tenneck. Nach dem Verlassen der Talstation bei der Konkordiahütte lösten sich zwei Wagen vom Zugseil und in der Folge auch vom Tragseil und stürzten auf die darunter durchführende Reichsstraße (Salzachtal Bundesstraße). Zwar kam niemand zu Schaden, doch wurden von der Konzessionsbehörde neue Sicherheitsvorschriften erlassen. Man verlangte eine teure Eisenbetonüberführung - gebaut wurde dann eine Stahlnetzüberdeckung aus Kostengründen.

Das "Aus" für diese Montanseilbahn kam 1960

Fußnoten

  1. dabei klemmten sich die Wagen durch ihr Eigengewicht am Zugseil fest. Allerdings war diese Methode auch nicht wirklich sicher, vor allem bei unbeladenen Wagen, man entwickelte daher diese Methode weiter

Quellen