Josef Michael Johann "Sepp" Passer (* 11. Oktober 1894 in der Stadt Salzburg; † 22. März 1951 ebenda)[1] war Direktor der Salzburger Sternbrauerei.

Leben

Josef Passer war Sohn des Ambros Passer, (vorherigen) Direktors der Sternbrauerei.[2]

Er diente im Ersten Weltkrieg als Kampfflieger. Nach zahlreichen erfolgreichen Feindflügen am südlichen Kriegsschauplatz wurde er durch einen Artillerievolltreffer verwundet und zur Notlandung gezwungen. Er erhielt die Goldene Tapferkeitsmedaille.[3]

26‑jährig heiratete Josef Passer, damals Kassier der Salzburger Depositenbank, am 19. März 1921 die 28‑jährige Salzburger Kaufmannstochter Elise Posch (* 1892, † 1973).[2]

Josef Passer trat nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1926 dessen Stelle als Direktor der Sternbrauerei an (im November 1926 wurde ihm, zusammen mit Cajetan Dietrich, anstelle seines im Vormonat verstorbenen Vaters Kollektivprokura erteilt[4]); diese Stelle hatte er bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges inne. Auch in diesem Krieg rückte Josef Passer als Fliegerhauptmann ein.[5]

Passer war ein begeisterter Weidmann und engagierte sich auch im Salzburger Schützenwesen.[5] In der NS-Zeit war er ab 1938 für einige Jahre Gauschützenmeister (Kreisführer) des (damaligen) Schützengaues Salzburg.[6][7]

Quellen

  1. Taufbuch der Stadtpfarre Salzburg-St. Blasius, Bd. VI S. 172
  2. 2,0 2,1 Trauungsbuch der Stadtpfarre Salzburg-St. Blasius, Bd. V S. 21
  3. Salzburger Volksblatt, 31. Jänner 1918, S. 3
  4. Salzburger Volksblatt, 29. November 1926, S. 7
  5. 5,0 5,1 Salzburger Nachrichten, 24. März 1951, S. 4
  6. Salzburger Chronik, 15. Juli 1938, S. 7
  7. Salzburger Zeitung, 20. Oktober 1943, S. 4
Zeitfolge
Vorgänger

Franz Rehrl

Landesoberschützenmeister / Gauschützenmeister
1938–194x
Nachfolger

Andreas Lusum

Zeitfolge
Vorgänger

Ambros Passer

Direktor der Sternbrauerei
1926–1939?
Nachfolger

N. N.