Im 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts erschien in Salzburg jährlich ein Staatskalender samt Schematismus, der neben Informationen kalendarischer Natur vor allem kirchliche und staatliche Ämter des Erzstiftes sowie deren Inhaber – insoweit ein „Staatsschematismus“ – verzeichnete.

Er ist daher eine wertvolle und übersichtliche Quelle in Bezug auf die Staats- und teilweise Kirchenorganisation sowie auf historische Personen des jeweiligen Zeitraumes.

Die im Zeitablauf wechselnden Bezeichnungen umfassten

  • Hochfürstlich Salzburgischer Kirchen- und Hof-Kalender [auf das Jahr …]
  • Hochfürstlich-Salzburgischer Hofkalender, Oder Schematismus [auf das Jahr 17..]
  • Hochfürstlich-Salzburgischer Kirchen- und Staatskalender [auf das Jahr 17..]
  • Hochfürstlich-Salzburgischer Hof- und Staatsschematismus für das Jahr 18..
  • Kurfürstlich-Salzburgischer Hof- und Staatsschematismus für das Jahr 18..

Herausgeber war im allgemeinen ein hochfürstlicher Truchsess und Kammerfourier, zB von 1794 an (Johann) Bernard Zezi.

Die Bezeichnung „-kalender“ für derartige Nachschlagwerke existiert noch heute, zB „Österreichischer Amtskalender“.

Einzelne online verfügbare Ausgaben

  • 1804: Kurfürstlich-salzburgischer Hof- und Staatsschematismus. Für das Jahr 1804.

Siehe auch