Funtensee: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Funtensee''' ist ein Bergsee im Nationalpark [[Berchtesgadener Land]]. | Der '''Funtensee''' ist ein Bergsee im Nationalpark [[Berchtesgadener Land]], [[Bayern]], Bundesrepublik Deutschland, im Bereich des [[Steinernes Meer|Steinernen Meeres]]. | ||
== Lage == | == Lage == | ||
Der Funtensee liegt auf | Der Funtensee liegt auf 1601 m ü. NN. , mitten im Nationalpark [[Berchtesgadener Land]], nur einen Kilometer von der Grenze zu [[Salzburg]] entfernt, wo man über den | ||
[[Funtenseetauern]] in den [[Pinzgau]] gelangt. In unmittelbarer Nähe vom See liegt die Alpenvereinshütte [[Kärlingerhaus]]. | |||
==Größe== | |||
Der Gebirgsee hat eine Ausdehnung von etwa 3,5 ha mit einer Uferlänge von etwa 780 m. Tiefster Punkt im See: 5,30 m, durchschnittliche Tiefe zwischen 2,50 und 3,00 m. Der See hat keinen oberirdischen Abfluss. Der See hat keinen oberirdischen Abfluss, wohl aber weiß man bei einer Felswand von einem unterirdischen. | |||
== Kältepol == | |||
Regengüsse haben hier langsam einen riesigen Trichter in den Kalkstein gefressen. Oben steht noch Wald, dann beginnt die "negative Baumgrenze": Je weiter es in die Doline<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Doline Wikipedia Deutschland Doline]</ref> Richtung See hinuntergeht, desto kälter wird es. | |||
Der Funtensee gilt als einer der kältesten Orte Mitteleuropas. Medienberichten zufolge handelt es sich gar um den kältesten Punkt. Zu Weihnachten [[2001]] wurde am Funtensee mit minus 45,9 Grad Celsius die tiefste je in Deutschland gemessene Temperatur beobachtet. | Der Funtensee gilt als einer der kältesten Orte Mitteleuropas. Medienberichten zufolge handelt es sich gar um den kältesten Punkt. Zu Weihnachten [[2001]] wurde am Funtensee mit minus 45,9 Grad Celsius die tiefste je in Deutschland gemessene Temperatur beobachtet. | ||
Zwei Bedingungen, die laut dem Chef des Wetterdienstes Meteomedia, Jörg Kachelmann, hauptsächlich zu diesen Verhältnissen führen sind zum einen die Geländeform - es muss eine badewannenartige Mulde sein, in der die kalte Luft, wenn sie nach unten sinkt, nicht mehr entweichen kann - und andererseits die sogenannte Strahlungswetterlage - Tiefsttemperaturen entstehen bei wolkenlosem Himmel und klaren Nächten, und zwar immer kurz vor Sonnenaufgang. | Zwei Bedingungen, die laut dem Chef des Wetterdienstes Meteomedia, Jörg Kachelmann, hauptsächlich zu diesen Verhältnissen führen, sind zum einen die Geländeform - es muss eine badewannenartige Mulde sein, in der die kalte Luft, wenn sie nach unten sinkt, nicht mehr entweichen kann - und andererseits die sogenannte Strahlungswetterlage - Tiefsttemperaturen entstehen bei wolkenlosem Himmel und klaren Nächten, und zwar immer kurz vor Sonnenaufgang. | ||
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