Landesapotheke am St. Johanns-Spital: Unterschied zwischen den Versionen
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* Landesapotheke Salzburg (Hrsg.), ''250 Jahre Landesapotheke am St.-Johanns-Spital Salzburg'', Karger Helena (Schriftleitung), Salzburg, Selbstverlag, 2004, 8°. 134 S., | * Landesapotheke Salzburg (Hrsg.), ''250 Jahre Landesapotheke am St.-Johanns-Spital Salzburg'', Karger Helena (Schriftleitung), Salzburg, Selbstverlag, 2004, 8°. 134 S., | ||
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Version vom 27. Oktober 2015, 12:28 Uhr
Die Landesapotheke am St. Johanns-Spital ist eine Apotheke in der Stadt Salzburg.
Allgemeines
Sanitätsrechtlich interessant ist, dass die Landesapotheke am St. Johanns-Spital eine der wenigen "Realapotheken" iSd § 1 Apothekengesetzes ist, d.h. sie bestand als Einrichtung der Gesundheitsversorgung schon, bevor die österreichischen Gesetze (1770 Generalsanitätsnormativum; 1907 Apothekengesetz) den Betrieb von Apotheken an besondere Anforderungen und Bedingungen, insbesondere unter den Vorbehalt einer staatlichen Konzession, stellten.[1] Zudem hat sie seit ihrer Gründung zwei sanitätsrechtlich wichtige Aufgaben: einerseits als sog. "Anstaltsapotheke" das Sicherstellen der Medikamentenversorgung für eine Krankenanstalt und andererseits als "öffentliche Apotheke" die Medikamentenversorgung im Kleinverkauf für die Bevölkerung.
Geschichte
Gründung
- 1754 wurde am St. Johanns-Spital eine Apotheke eingerichtet, die auch öffentlich zugänglich war und sich großer Beliebtheit erfreute.
- Die Landesapotheke ist beim Müllegger Tor in einem historischen Gebäude untergebracht. In einem modernen Anbau befinden sich die Produktion und das Medikamentenlager.
- Am 21. September 2004 zum 250-Jahr-Jubiläum des Bestandes fand ein Festakt und ein Tag der Offenen Tür statt.[2]
Landesapotheke heute
Die Landesapotheke ist ein echter Betrieb und steht im Eigentum des Landes. Der Unternehmensgegenstand des Landesapotheke von heute als sog. "Anstaltsapotheke" ist primär das Herstellen von speziellen Medikamenten für Krankenanstalten, sowie der Medikamenten-Großhandel, d.h. durch Kauf und Verkauf den gesamten Medikamentenbedarf für alle ao. Krankenanstalten im Land Salzburg sicher zu stellen. Eine Besonderheit ist die hauseigene Herstellung von Zytostatika; eine wesentliche Innovation, die unter der Leitung von Mag. pharm. Günter Fellhofer umgesetzt wurde. Die Arzneimittelproduktion der Landesapotheke ist GMP [3] zertifiziert und damit auf dem Qualitätsstandard der pharmazeutischen Industrie.
Die Landesapotheke ist auch eine öffentliche Apotheke, in der alle üblichen Medikamente im Kleinverkauf an die Bevölkerung abgegeben werden.
Daten und Zahlen
Der Wirtschaftsplan der Landesapotheke ist als echte Unternehmensbeteiligung nur auf Seite der Einnahmen ein Teil des ordentlichen Landeshaushaltes. [4] [5]
Die Landesapotheke hat ca. 60 Mitarbeiter, die nach dem Kollektivvertrag für Apotheker bzw. nach dem Kollektivvertrag für Apothekenangestellte entlohnt werden. Die Mitarbeiter sind keine Landesbediensteten. Die Landesapotheke erwirtschaftete 2014 einen jährlichen Umsatz von ca. 50 Mio. Euro und führte an das Land Salzburg einen Reingewinn von € 900.000,-- ab.
Leiter
Der Leiter der Landesapotheke seit 1995 ist Mag. pharm. Günter Fellhofer.
Als Vorgänger bzw. frühere Leiter der Landesapotheke fungierten diese Persönlichkeiten:
- 1856 − 1885: Dr. pharm. Rudolf Spängler (* 1830, † 1895), auch Vize-Bürgermeister der Stadt Salzburg
- 1885 − 1922: Mag. pharm. Josef Angermayer-Rebenberg (* 1853, † 1924)
- 1921 - 1945: Mag.pharm. Hans Thomas Kordik
- 1945 - 1955: Mag.pharm. Josef Holzinger
- 1955 - 1969: Mag.pharm. Dr. Franz Linner
- 1969 - 1994: Hofrat Mag.pharm. Hermine Ernst
Adresse / Kontakt
Landesapotheke am St. Johanns Spital Salzburg
- Müllner Hauptstraße 50
- 5020 Salzburg
- Telefon: 06 62 - 43 21 11
- Fax: 06 62 - 43 21 11-6
- E-mail: landesapotheke@salk.at
Weblinks
Literatur
- Landesapotheke Salzburg (Hrsg.), 250 Jahre Landesapotheke am St.-Johanns-Spital Salzburg, Karger Helena (Schriftleitung), Salzburg, Selbstverlag, 2004, 8°. 134 S.,
Bildergalerie
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Landesapotheke Verkaufsraum
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Landesapotheke Rezept u Tabletten
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Landesapotheke Schild und Mülleggertor
Quellen
vergleiche mit
- § 1 Apothekengesetz / Geltende Fassung / Rechtsinformationssystem
- Mag. Thomas Schmiedbauer nach veröffentlichen bzw. freigegebenen Informationen des Amt der Salzburger Landesregierung, sowie der Landesapotheke.
- ↑ Als "Realapotheke" gelten noch die Anstaltsapotheken der Krankenhäuser der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt, Linz, Graz und Wien.
- ↑ Landeskorrespondenz, 21.9.2004
- ↑ Wikipedia.de/Good_Manufacturing_Practice
- ↑ Landesvoranschlag 2015; Einnahmen Ansatz 2/89300 "Landesapotheke"
- ↑ Landesvoranschlag 2015, Beilagen und Erläuterungen; "Landesapotheke", S 36 ff. Wirtschaftsplan