Wasserspiele Hellbrunn: Unterschied zwischen den Versionen

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Mittels der Wasserkraft eines Baches werden verschiedene Springbrunnen, versteckte Wasserdüsen und andere Apparaturen zum Staunen der Zuschauer betrieben. Alle Teile sind entweder in grottenähnlichen Räumen im [[Schloss Hellbrunn]] eingebaut oder aber in eigenen, kleinen Gebäuden entlang des Baches.  
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Mittels der Wasserkraft des [[Hellbrunner Bach]]es werden verschiedene Springbrunnen, versteckte Wasserspritzen und andere Apparaturen zum Staunen und der Überraschung der Besucher betrieben. Alle Stationen sind entweder in als Grotte gestalteten Räumen im Untergeschoss von [[Schloss Hellbrunn]] oder in eigenen, kleinen Gebäuden entlang des Baches eingerichtet.
  
 
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[[Fürsterzbischof]] [[Markus Sittikus von Hohenems]] baute mit den Wasserspielen eine Anlage, mit der er seine Gäste hervorragend unterhielt.  
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[[Fürsterzbischof]] [[Markus Sittikus von Hohenems]] hat mit den Wasserspielen eine Anlage bauen lassen, mit der seine Gäste damals hervorragend unterhalten konnte.
  
Im Freilufttheater ist in der Mitte ein steinerner Tisch, der ''Fürstentisch'', an den Fürsterzbischof Markus Sittikus gerne Gesellschaften einlud. War die Gesellschaft vielleicht schon etwas zu angeheitert, konnte der Erzbischof sie mit einer Wasserfontäne wachrütteln, die aus den Sitzteilen der steinernen Stühle emporschoss.
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Im römischen Amphitheater steht in der Mitte ein steinerner Tisch, der ''Fürstentisch'', an den Fürsterzbischof Markus Sittikus gerne zu Gesellschaften einlud. War die Gesellschaft angeheitert war, konnte der Erzbischof seine Gäste mit Wasserfontänen nass spritzen, die aus den Sitzen der steinernen Stühle emporschossen. Die Etikette erforderte freilich solange geduldig sitzen bleiben zu müssen, bis der Erzbischof, der selbst im Trockenen saß, die Tafel aufhob.
  
Das [[Mechanische Theater]] von [[1752]] schuf [[Lorenz Rosenegger]] und ersetzt die schon [[1741]] als baufällig beschriebe Schmied-Grotte. [[Ludwig Mooser]] schuf die Wasserorgel.  
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Das [[Mechanische Theater]] von [[1752]] schuf [[Lorenz Rosenegger]] und ersetzt die schon [[1741]] als baufällig beschriebe Schmied-Grotte. [[Ludwig Mooser]] schuf dazu die Wasserorgel. Gezeigt wird das Leben in einer barocken Stadt mit mehr als Hundert sich mechanisch durch die Kraft des Wassers bewegten Figuren.
  
Bei den Wasserautomaten handelt es sich um fünf von Wasserkraft angetriebene Figuren, ein Ensemble aus Handwerkern − Müller, Töpfer und Schleifer − sowie die Götter Perseus und Apollo.
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Bei den Wasserautomaten handelt es sich um fünf von Wasserkraft angetriebene Figuren, ein Ensemble aus Handwerkern − Müller, Töpfer und Schleifer − sowie der Heilige Georg als Drachentöter, sowie der Gott Apollo, der den Marsyas bestraft.
 
   
 
   
Die Grotten Neptun, Orpheus und Venus sind an die griechische Mythologie angelehnt: die größte Grotte ist Neptun gewidmet, die Vogelsang-Grotte überrascht mit Vogelgezwitscher und die Ruinen- und Spiegelgrotte täuscht die Sinne der Besucher.  
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Die Grotten des Neptun (Poseidon), des Orpheus und der Eurydike, sowie der Venus (Aphrodite) sind an die griechische Mythologie angelehnt. Im Schloss ist die größte Grotte dem Neptun gewidmet, die Vogelsang-Grotte überrascht mit Vogelgezwitscher, die Ruinen- und die Spiegelgrotte täuschen die Sinne der Besucher.  
  
Bei den Brunnen treffen die Besucher auf Eurydike, Neptun, den Jäger Akteon und die Jagdgöttin Diana. Der größte Brunnen steht vor der Rückseite des Schlosses und hat eine natürliche Wasserquelle.
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Entlang dem Hellbrunner Bach begegnen die Besucher nochmals Eurydike, Neptun, dem Jäger Actaeon, der Pallas Athene und der Jagdgöttin Diana. Auch der Calydonische Eber sowie der Wilde Mann sind zu sehen.
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Der größte Brunnen ist der ''Sternweiher'' an der Rückseite von Schloss Hellbrunn und hat eine natürliche Wasserquelle. Dort steht auch die Statue des Perseus, der das Haupt der Medusa hochstreckt.
  
 
Die Hellbrunner Wasserspiele sind von Anfang April bis Ende Oktober geöffnet.
 
Die Hellbrunner Wasserspiele sind von Anfang April bis Ende Oktober geöffnet.

Version vom 16. Oktober 2015, 20:51 Uhr

der Fürstentisch
Fotokulisse in Hellbrunn
Die "Krone" hebt sich durch den Wasserstrahl

Die Wasserspiele Hellbrunn sind ein Teil der Anlage von Hellbrunn.

Allgemeines

Mittels der Wasserkraft des Hellbrunner Baches werden verschiedene Springbrunnen, versteckte Wasserspritzen und andere Apparaturen zum Staunen und der Überraschung der Besucher betrieben. Alle Stationen sind entweder in als Grotte gestalteten Räumen im Untergeschoss von Schloss Hellbrunn oder in eigenen, kleinen Gebäuden entlang des Baches eingerichtet.

Geschichte

Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems hat mit den Wasserspielen eine Anlage bauen lassen, mit der seine Gäste damals hervorragend unterhalten konnte.

Im römischen Amphitheater steht in der Mitte ein steinerner Tisch, der Fürstentisch, an den Fürsterzbischof Markus Sittikus gerne zu Gesellschaften einlud. War die Gesellschaft angeheitert war, konnte der Erzbischof seine Gäste mit Wasserfontänen nass spritzen, die aus den Sitzen der steinernen Stühle emporschossen. Die Etikette erforderte freilich solange geduldig sitzen bleiben zu müssen, bis der Erzbischof, der selbst im Trockenen saß, die Tafel aufhob.

Das Mechanische Theater von 1752 schuf Lorenz Rosenegger und ersetzt die schon 1741 als baufällig beschriebe Schmied-Grotte. Ludwig Mooser schuf dazu die Wasserorgel. Gezeigt wird das Leben in einer barocken Stadt mit mehr als Hundert sich mechanisch durch die Kraft des Wassers bewegten Figuren.

Bei den Wasserautomaten handelt es sich um fünf von Wasserkraft angetriebene Figuren, ein Ensemble aus Handwerkern − Müller, Töpfer und Schleifer − sowie der Heilige Georg als Drachentöter, sowie der Gott Apollo, der den Marsyas bestraft.

Die Grotten des Neptun (Poseidon), des Orpheus und der Eurydike, sowie der Venus (Aphrodite) sind an die griechische Mythologie angelehnt. Im Schloss ist die größte Grotte dem Neptun gewidmet, die Vogelsang-Grotte überrascht mit Vogelgezwitscher, die Ruinen- und die Spiegelgrotte täuschen die Sinne der Besucher.

Entlang dem Hellbrunner Bach begegnen die Besucher nochmals Eurydike, Neptun, dem Jäger Actaeon, der Pallas Athene und der Jagdgöttin Diana. Auch der Calydonische Eber sowie der Wilde Mann sind zu sehen.

Der größte Brunnen ist der Sternweiher an der Rückseite von Schloss Hellbrunn und hat eine natürliche Wasserquelle. Dort steht auch die Statue des Perseus, der das Haupt der Medusa hochstreckt.

Die Hellbrunner Wasserspiele sind von Anfang April bis Ende Oktober geöffnet.

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Quelle