Maria Theresia Mettig-Ellenberger: Unterschied zwischen den Versionen

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Die UNESCO hatte Meta Mettig 1993 die "Waclaw-Nizynski-Medaille" für ihre Verdienste um den künstlerischen Tanz und seine Wiedergabe in plastischer Form zugesprochen.  
 
Die UNESCO hatte Meta Mettig 1993 die "Waclaw-Nizynski-Medaille" für ihre Verdienste um den künstlerischen Tanz und seine Wiedergabe in plastischer Form zugesprochen.  
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* in der Festung von Kufstein Skulpturen "Tanzkunst in Bronze"
 
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* [[Karl Heinz Ritschel]]: "Tanz in Bronze. Zum Schaffen von Meta Mettig.", "[[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 26. März 1994
 
* [[Karl Heinz Ritschel]]: "Tanz in Bronze. Zum Schaffen von Meta Mettig.", "[[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 26. März 1994
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* [https://www.sn.at/archivsn?img=wffPMQgUoKBKUSbuvga53G04BYVfUJm45OAGxxsUzfiXHvUPZOj8qqwaeZDjBTCvONEguWzItSK%2FHggY%2FjdNX4xBDQZEjxYHvT7Cco9fHK%2Bo6WWGUiJFRPVdfDGGrE92&id1=20080823_30&q=Mettig%2520von%2520Ellenberger#slide30 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 23. August 2008, Seite 30, Parte
  
 
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Version vom 16. November 2024, 20:16 Uhr

Maria Theresia Mettig-Ellenberger, genannt Meta (* 25. März 1914 in Wildbad Kreuth Oberbayern; † um den 20. August 2008), war eine Künstlerin, die in Salzburg lebte.

Leben

Ihre Mutter stammte aus dem Chiemgau, der Vater aus Mayerhofen im Zillertal. Sie wuchs in Nordtirol auf. Jahrzehnte später musste sie erleben, wie ihr Elternhaus während der NS-Zeit im Stausee, im Speicher Gmünd, versank.

Zunächst besuchte Schulen in Glashütte und Kreuth, bevor sie in einer Münchner Klosterschule erzogen wurde. Dort fielen den Schwestern bereits die "gesegneten Hände" von ihr auf und sie bastelte Tisch- und Bühnendekorationen für das Schultheater. Sie erhielt auch wöchentlichen Tanzunterricht von einem Ballettmeister des Opernballetts - in der Klosterschule! Mit 18 Jahren kam Meta dann als Hilfskraft an das Opernballett. Obwohl sie dann Tanz studierte, übte sie den Beruf nicht aus. So entwickelte sie sich aber zu einer anerkannten Skulpturistin des Tanzes und der Tänzer.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie kriegsdienstverpflichtet und kam als Sekretärin an das Generalkommando der Deutschen Wehrmacht in Salzburg. Seitdem lebte sie in Salzburg. Als sie sah, wie auf dem Moserboden (sic!) beim Bau des Kraftwerk Kaprun russische Gefangene als Zwangsarbeiter arbeiten mussten, bracht die Tourengeherin ihnen rucksackweise Kleidung und Verpflegung. Zwar kam es zu Anschuldigungen und Verdächtigungen, die aber von ihrem militärischen Vorgesetzten abgeblockt wurden.

Nach Kriegsende setzte sie ihre Tanzstudien bei Nicolai Tietze fort. Tietze war ein Exilrusse, der in den 1920er-Jahren der Berliner Truppe "Russisch-romantisches Theater" von Boris Romanow angehörte. Später reiste er mit Anna Pawlowa durch Europa und blieb schließlich in Salzburg, wo sie eine Ballettschule einrichteten.

Mittlerweile war aber Meta Mettig zu alt für eine aktive Balletttänzerinnen-Laufbahn geworden. Aber sie hatte bereits begonnen mit ihren Händen zu arbeiten. Es entstanden keramische Figuren, Gefäße und Tischdekorationen. Als Tierfreundin besuchte sie an Wochenenden den Münchner Tiergarten Hellabrunn. Allerdings fehlte ihr das nötige Eintrittsgeld und so wanderte sie um den Tiergarten herum. Dann wurde sie von einem Herrn angesprochen, weshalb sie immer nur herumstreune. Nachdem er den Grund erfahren hatte, brachte er sie in das Direktionsbüro, wo sie ein Dauereintrittskarte erhielt. Nun konnte sie die Bewegungen der Tiere aus der Nähe beobachten und es entstand eine verzaubernde Tierwelt aus Ton.

Es kamen Weihnachtskrippen hinzu, deren Figuren - Madonnen, Bischöfe, Heilige, Kinder und Harlekine - sie ausnahmslos verschenkte. Gute Freunde, Ehepaare, porträtierte sie humorvoll als Tierpaare, etwa die schnatternde Gans und der Gänserich, der ergeben den Kopf neigt.

Doch niemanden hatte sie ihre wahre Profession offenbart: Aus einem eingefärbten Spezialwachs mit einer besonderen Härte formte sie Tänzerinnen und Tänzer, Persönlichkeiten aus der Tanzgeschichte. Aber auch abstrakte Figuren, eine Thai-Tänzerin oder einen Derwisch u. a., formte die Künstlerin.

So war sie bald bei einer Ausstellung Anfang 1988 in Wien in der Galerie der Wiener Staatsoper vertreten, die vom Theatermuseum und der Theatersammlung der österreichischen Nationalbibliothek veranstaltet wurde.

In Salzburg stellte sie vor allem in der Galerie Kutscha aus.

Sie war auch die letzte Lebensgefährtin des Salzburger Bildhauers Herbert Trapp (* 1936; † 2004) und lebte auf dem Heuberg in einem ganz persönlich geprägten Haus umgeben von Rassehunden, Afghanen.

Zu ihren Freunden zählten die einst gefeierte Tänzerin Derra de Moroda, der Maler Albert Birkle und Freund Kay Krasnitzky sowie der Bildhauer Fritz Wotruba

Auszeichnung3n

Die UNESCO hatte Meta Mettig 1993 die "Waclaw-Nizynski-Medaille" für ihre Verdienste um den künstlerischen Tanz und seine Wiedergabe in plastischer Form zugesprochen.

Trägerin des Goldenen Verdienstzeichen des Landes Salzburg.

Werke

  • in der Festung von Kufstein Skulpturen "Tanzkunst in Bronze"

Quellen