B 168a Schüttdorfer Straße: Unterschied zwischen den Versionen
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Datei:UmfahrungstrasseFlugplatzstraßenbereich.JPG|Umfahrungstrassenteilstück zwischen Flugplatz und Querung Flugplatzstraße | Datei:UmfahrungstrasseFlugplatzstraßenbereich.JPG|Umfahrungstrassenteilstück zwischen Flugplatz und Querung Flugplatzstraße | ||
Datei:UmfahrungstrasseSchüttdorf.JPG|Umfahrungstrasse von der Einmündung in die Salzachtal-Bundesstraße links im Bild, bis nach der Querung der Flugplatzstraße. | |||
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Version vom 27. November 2020, 17:58 Uhr


Für den Ortsteil Schüttdorf in der Stadtgemeinde Zell am See wird aufgrund der massiven Zunahme des Verkehrsaufkommens seit Jahren eine Umfahrung Schüttdorf gefordert.
Anlass
Schüttdorf ist mit rund 6 000 von insgesamt knapp 9 000 Bewohnern und Bewohnerinnen der Stadt der bevölkerungsreichste Stadtteil von Zell am See. Nach einem wild wuchernden Wachstum durch den Bau von einem Einkaufszentrum, von Supermärkten und von Wohnsiedlungen, weist Schüttdorf mittlerweile ein überaus hohes Verkehrsaufkommen auf. Vor allem der hausgemachte Verkehr zu den Einkaufszentren, Betrieben und Wohnsiedlungen, aber auch der Durchzugsverkehr bestimmt das Verkehrsaufkommen. Der Durchzugsverkehr erfolgt - von Schüttdorf aus gesehen – aus und in Richtung Zell am See und Saalfelden, aus und in Richtung Oberpinzgau, sowie aus und in Richtung Bischofshofen.
In den Stoßzeiten und in der Hauptsaison kommt es daher trotz der Umfahrung von Zell am See, die durch einen Millionen Euro teuren Tunnel führt, weiterhin häufig zu Kolonnenbildung und Staus. Die Belastung der Anrainer durch den „stop and go“-Verkehr und die damit einhergehende Abgas- und Lärmentwicklung ist unzumutbar hoch.
Projekte
Es gibt mehrere Umfahrungsvarianten. Die sogenannte „große“ sowie deren Varianten soll teilweise auf Brucker Gemeindegebiet der Salzach entlang geführt werden, die sogenannte „kleine“ sowie deren Varianten auf einem Damm durch den Ort selbst. Gegen beide Varianten sprechen der Bodenverbrauch und die Interessen der teils massiv und hautnah betroffenen Anrainer. Eine Variante am Bestand, wie sie nach langen und heftigen Diskussionen und Streitereien in Saalfelden am Steinernen Meer derzeit umgesetzt wird, steht angeblich nicht zur Debatte. Letztlich hat man sich für die sogenannte "kleine Variante" entschieden und diese wird offiziell seit Herbst 2020 errichtet. Maßgebliche Vorarbeiten wurden bereits früher durchgeführt.
Hochwasserschutz
Zu guter Letzt ist im Zusammenhang mit der Umfahrung der für Schüttdorf und den Ortsteil Zeller Moos dringend erforderliche Hochwasserschutz ein Thema. Dieser betrifft einerseits die Salzach und andererseits den Bruckbergkanal. Grundbesitzer aus Bruck an der Großglocknerstraße haben aber die Zurverfügungstellung der für den Hochwasserschutz an der Salzach benötigten Grundflächen, vorgeblich wegen des für ihre Existenz bedrohlichen Grundbedarfs, mit dem Abgehen von der großen Umfahrungsvariante verknüpft, was auch durch einen Beschluss der Gemeindevertretung Bruck unterstützt wird.
Neben dem dringend erforderlichen Hochwasserschutz an der Salzach - wie die Ausweitung des Flussbettes und die Herstellung von Rezessionsflächen, gilt es aber auch noch den Ausbau und die Verlegung von Teilen des Bruckbergkanals zu planen und umzusetzen, da dessen Fassungs- und Ableitungsvermögen für den Hochwasserschutz der Ortsteile Zeller Moos und Schüttdorf entscheidende Bedeutung hat. Bezeichnenderweise wird nun auch dieses Vorhaben mit einer der Umfahrungsvarianten verknüpft und dafür die dadurch angeblich wesentlich geringeren Kosten als Argument angeführt.
Verkehrsberuhigung
Der Ausgang der Umfahrungs-Diskussion ist derzeit – im Juli 2014 - völlig offen. Andere Ideen zur Verkehrsberuhigung als die erwähnten Umfahrungsvarianten sind nicht in Sicht. Die Vergrößerung des Verkehrsaufkommens, die der Ausbau von Verkehrswegen üblicherweise nach sich zieht, ist kein Thema. Auch eine Variante am Bestand wird angeblich nicht ernsthaft in Betracht gezogen.
Politischer Beschluss und Umsetzung
Nach vergeblichem Widerstand der Bewohner und Bewohnerinnen des Ortsteiles Zeller Moos und der Grünen Bürgerliste (GRÜBL) Zell am See, wird nach schon vorher gesetzten Vorbereitungsmaßnahmen nun im Jahr 2020 der Bau der Umfahrung Schüttdorf zügig umgesetzt. Es handelt sich um eine Großbaustelle, die bis 2022 Behinderungen bringen wird. Die Flugplatzstraße, die durch die Trasse gequert werden wird, bleibt wohl Monate lang gesperrt, denn hier gibt es Richtung Süden umfangreiche Tiefbauarbeiten. Im Bereich Bruckberg, wo die Krimmler Bahn überbrückt werden muss, mussten Piloten geschlagen werden, die zwischen 17 und 35 Meter tief in den Untergrund hinein reichen. Zuletzt kommen die Einbindungen des Umfahrungsastes in die Mitttersiller Bundesstraße in Bruckberg und in die Salzachtal Bundesstraße (Zell am See) mittels eines neu zu errichtenden Kreisverkehrs am südlichen Ortsende von Schüttdorf.
Bildergalerie
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Die Flugplatzstraße in Zell am See als Baustelle. Blickrichtung Süden.
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Umfahrungstrassenteilstück zwischen Flugplatzgelände im Süden und Querung der Flugplatzstraße. Blickrichtung Süden.
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Umfahrungstrassenteilstück nördlich des Flugplatzes
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Umfahrungstrassenteilstück zwischen Flugplatz und Querung Flugplatzstraße
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Umfahrungstrasse von der Einmündung in die Salzachtal-Bundesstraße links im Bild, bis nach der Querung der Flugplatzstraße.
Quellen
- Eigenartikel von Christina Nöbauer
- Gespräch mit Bürgern und Bürgerinnen des Ortsteiles Zeller Moos