Gletscher-Hahnenfuß: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 20. März 2020, 15:21 Uhr
Der Gletscher-Hahnenfuß (lat. Ranunculus glacialis) ist eine europäische Gebirgspflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse.
Merkmale
Die Kronblätter der Blüte (Juli und August) des Gletscher-Hahnenfußes sind zuerst weiß und werden später deutlich purpurrosa. Die Kelchblätter sind auf der Außenseite rotbraun behaart (nicht so beim etwas "filigraner" wirkenden Alpen-Hahnenfuß, Ranunculus alpestris) Die Grundblätter, immer mit Stiel, sind dreischnittig und ein wenig "fleischlich"-dicklich, dunkelgrün, kahl. Die Höhe übersteigt kaum 15 cm. Er ist giftig!
Vorkommen
Der Gletscher-Hahnenfuß gilt als Pionierpflanze im ober-alpinen bis nivalen Bereich und ist die höchststeigende Samenpflanze der Alpen. Am Radhausbergmassiv (Bad Gastein) wächst er im Bereich des Kreuzkogel-Gipfels auf rund 2650 m Seehöhe. Im Gegensatz zum kalkholden Ranunculis alpestris liebt er silikatische Schuttfluren, auch nährstoffarme Säuerlingsfluren. Im geografischen Sinne gehört der Ranunculus glacialis zu den "arktisch-alpinen" Pflanzen und fehlt innerhalb Österreichs nur in Oberösterreich, Niederösterreich und dem Burgenland. Unterhalb von 2400 m Seehöhe kommt er wohl kaum vor, im Zuge der Klimaerwärmung ist damit zu rechnen, dass die Höhen-Untergrenze seines Vorkommens ansteigen wird.
Quellen
- Grey-Wilson, C.: Parey Bergblumenbuch. Hamburg, Berlin: Parey 1980. Allgemein verständliche Einführung zur schnellen Orientierung
- Fischer, Manfred A., et al.: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol, 3. Aufl., Linz 2008. Wissenschaftliches Standardwerk
- Gruber, Fritz