Dreikönigstag: Unterschied zwischen den Versionen

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Bereits im [[2. Jahrhundert]] n. Chr. feierte die gnostische Gemeinschaft der Basilidianer in Alexandria (Ägypten) das fest der Gotteserscheinung (Epiphanie). Die katholische Kirche "erfand" möglicherweise als Gegenreaktion den "Dreikönigstag". Erst im [[Mittelalter]] wurden die drei heiligen Könige in den Mittelpunkt gestellt. Wobei streng nach der Bibel es ja gelehrte Heiden ohne Nennung einer konkreten Zahl waren. Also weder drei noch Heilige. [[Sternsinger]] kamen bereits im [[12. Jahrhundert]] auf.
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Bereits im [[2. Jahrhundert]] n. Chr. feierte die gnostische Gemeinschaft der Basilidianer in Alexandria (Ägypten) das fest der Gotteserscheinung (Epiphanie). Die katholische Kirche "erfand" möglicherweise als Gegenreaktion den "Dreikönigstag". Erst im [[Mittelalter]] wurden die drei heiligen Könige in den Mittelpunkt gestellt.
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Weder die Namen der Könige noch ihre Zahl "drei" sind biblisch belegt. Die später überlieferten Bezeichnungen Caspar (oder Kaspar; ursprünglich persisch für "Schatzmeister"), der Überlieferung nach von schwarzer Hautfarbe, Melchior (hebräisch "mein König ist Licht") und Balthasar (babylonisch "Beschütze sein Leben") entstanden erst im Laufe der Tradition. In der Zeit vor Origines († vermutlich 254) beziehungsweise, nach anderen Quellen, vor Papst Leo dem Großen († 461) variierte ihre Anzahl auf Darstellungen erheblich und reichte von zwei bis zehn.<ref>[[Michael Greger|Michael J Greger]]: "Brauch und Jahr neue und überlieferte Bräuche im Bezirk Liezen", Verein Schloss Trautenfels, 2008</ref>
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Aktuelle Version vom 29. Dezember 2025, 10:57 Uhr

Der Dreikönigstag - der 6. Jänner - war in der Ostkirche das ursprüngliche Geburtsfest Christi.

Geschichte

Bereits im 2. Jahrhundert n. Chr. feierte die gnostische Gemeinschaft der Basilidianer in Alexandria (Ägypten) das fest der Gotteserscheinung (Epiphanie). Die katholische Kirche "erfand" möglicherweise als Gegenreaktion den "Dreikönigstag". Erst im Mittelalter wurden die drei heiligen Könige in den Mittelpunkt gestellt.

Weder die Namen der Könige noch ihre Zahl "drei" sind biblisch belegt. Die später überlieferten Bezeichnungen Caspar (oder Kaspar; ursprünglich persisch für "Schatzmeister"), der Überlieferung nach von schwarzer Hautfarbe, Melchior (hebräisch "mein König ist Licht") und Balthasar (babylonisch "Beschütze sein Leben") entstanden erst im Laufe der Tradition. In der Zeit vor Origines († vermutlich 254) beziehungsweise, nach anderen Quellen, vor Papst Leo dem Großen († 461) variierte ihre Anzahl auf Darstellungen erheblich und reichte von zwei bis zehn.[1]

Sternsinger kamen bereits im 12. Jahrhundert auf.

Die Nacht vom 5. auf 6. Jänner ist auch die raueste der Raunächte (deren Anzahl je Region varieren kann).

Salzburg und der Dreikönigstag

So findet als Unikum im gesamten Oberpinzgau alljährlich am Dreikönigstag der traditionelle Trestererlauf statt.

Im Pongau gibt es seit einiger Zeit das Treffen der Dreikönigsreiter. Und als Abschlussbewerb der Vierschanzentournee findet an diesem Tag das Dreikönigsspringen in Bischofshofen statt.

2013 hatte es innerhalb von zwölf Stunden auf den Dreikönigstag 50 bis 70 Liter pro Quadratmeter Regen gegeben und damit so viel wie im Jänner-Monatsdurchschnitt geregnet. Am ergiebigsten regnete es in den Nordstaulagen unterhalb von 1 000 m ü. A., und zwar vom Flachgau und Tennengau bis in den nördlichen Pongau und in den Mitterpinzgau, in den obereren Regionen herrschten tief winterliche Verhältnisse mit einer prognostizierten Neuschneemenge von bis zu einem Meter.

Quelle

Einzelnachweis

  1. Michael J Greger: "Brauch und Jahr neue und überlieferte Bräuche im Bezirk Liezen", Verein Schloss Trautenfels, 2008