Rekordfahrten: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
 
(ergänzt)
Zeile 30: Zeile 30:
  
 
Der Chronotypogines arbeitet schreibend auf 1/100 Sekunden genau. Lt. Zeugnis der Sternwarte Neuchatel Nr. 110 vom 1. Juli 1957 wurden innerhalb 24 Stunden nur Zeitabweichungen von 7/1000 Sekunden festgestellt."
 
Der Chronotypogines arbeitet schreibend auf 1/100 Sekunden genau. Lt. Zeugnis der Sternwarte Neuchatel Nr. 110 vom 1. Juli 1957 wurden innerhalb 24 Stunden nur Zeitabweichungen von 7/1000 Sekunden festgestellt."
 +
 +
==Rekordfahrten 1968==
 +
Wiederum auf dem Autobahnteilstück bei Salzburg-Anif fanden folgende Rekordfahrten statt:
 +
*Ing. Lippitsch fuhr auf einer Rotax 125 die fliegende Meile in 33,51 Sekunden, den fliegenden Kilometer in 20,27 Sekunden (178 km/h), womit der den bestehenden Rekord von [[Manfred Magnus]] von 1963 (Honda 21,71 sek.) verbesserte. Die stehende Meile: 40,68 sek., den stehenden Kilometer in 28,74 sek.
 +
* Heinz Kriwanek auf einer 250-cm³ Suzuki, verkleidet, schaffte es aber nicht, den bestehenden Rekord von Manfred Magnus (215,76 km/h) zu unterbieten. Kriwanek konnte aber nicht alle Fahrten durchführen, da er einen Kolbenreiber hatte.
 +
* Karl Auer saß in zwei Sättel: auf einer 350-cm³-Aermacchi und einer 500er Matchless; aber er konnte auch den bestehenden Rekord von [[Rudolf Thalhammer|Rudi Thalhammer]] (1961: 206,8 km/h) nicht brechen; noch schlechter erging es ihm mit der 350er Aermacchi, mit der er sogar langsamer war als Kriwanek mit seiner 250er.
 +
*Hans Patleich, der legendäre "gewichtige" Motorjournalist, fuhr einen Mercedes 6,3 l über die fliegende Meile mit immerhin 223 km/h, den fliegenden Kilometer konnte er mit den 250-PS-Mercedes mit 222 km/h Schnitt zurücklegen.
 +
*[[Paul Schwarz]], der Salzburger Austro-V-Konstrukteur, probierte seine Flitzer aus: aber die Zeiten waren enttäuschend: stehender Kilometer in 28,69 sek - das schaffte etwa auch ein Porsche 911 S, am schnellsten fuhr er noch die fliegende Meile mit 177,9 km/h Schnitt
 +
*Sepp Greger, der Münchner Bergrennfahrer, oft auch beim [[Gaisbergrennen]] gewesen, pilotierte einen Porsche Carrera 6, der ungünstig übersetzt war. Greger konnte von seinen fünf Jahre alten Rekordzeiten, die er 1963 mit einem Porsche RS 1800 Spyder mit 185 PS fuhr, nur zwei auslöschen: stehender Kilometer: 23,17 sek. (155,37 km/h) und stehende Meile in 32,65 sek. (177,4 km/h) - die fliegende schaffte er nur in 250,41 km/h (1963: 250,92 km/h).
 +
  
 
==Quelle==
 
==Quelle==

Version vom 2. Juni 2007, 17:21 Uhr

Immer wieder fanden rund um die Stadt Salzburg Rekordfahrten mit Automobilen und Motorrädern statt.

Strecken

Es gab zwei Strecken, die für solche Zwecke verwendet wurden:

Porsche - Rekordversuche auf der Autobahn bei Salzburg-Anif 1958

Im Motorrad-Literatur- und Bild-Archiv von Prof. Dr. Helmut Krackowizer befinden sich Original-Zeitnehmerprotokolle über einen Rekordversuch mit einem Porsche Spyder.

Die Versuche fanden am 12. November 1958 auf dem Autobahnteilstück bei Salzburg zwischen Grenze Walserberg und Anif-Grödig statt. Dieser Autobahnteil war damals so gut wie unbenützt, hatte aber eine Gerade von mehreren Kilometern. Also ideal geeignet für Rekordfahrten. Soweit ich recherchieren konnte, war mein Vater stets bemüht, besondere Aktivitäten als Pressechef bei Porsche zu setzen. So auch diesen Versuch.

Das Fahrzeug wurde von Niederösterreichen Pumpen-Fabrikanten Ernst Vogel pilotiert, ein seinerzeit sehr bekannte österreichischer Rennfahrer. Leider ist nicht ganz klar, ob die gefahrenen Zeiten tatsächlich Rekorde darstellten. Auch existieren keine Fotos von dieser Veranstaltung. Aber in jedem Fall ist es interessant, einige Details davon zu kennen:

Ein Kilometet mit stehendem Start:

Hinfahrt: 26:40 Sekunden = 136,364 km/h
Rückfahrt: 25:62 Sekunden = 140,516 km/h
Mittel: 26:01 Sekunden = 138,409 km/h

Ein Kilometer mit fliegendem Start:

Hinfahrt: 16:90 Sekunden = 213,018 km/h
Rückfahrt: 16:11 Sekunden = 223,464 km/h
Mittel: 16:50 Sekunden = 218,182 km/h

Longines- Chronotypogines-Meßgerät

Für technisch Interessierte: Auf dem Protokoll der Zeitnehmer ist auch genau vermerkt, mit welchem Uhren der Rekordversuch gemessen wurde:

"Die Zeitmessung wurde mit dem von der FIA und der FIM zugelassenen vollautomatischen Longines- Chronotypogines-Meßgerät, Type A 17, Nr. 411 Quarz Nr. 236771 mit Infra Lichtschranken und Handstoppung durchgeführt.

Der Chronotypogines arbeitet schreibend auf 1/100 Sekunden genau. Lt. Zeugnis der Sternwarte Neuchatel Nr. 110 vom 1. Juli 1957 wurden innerhalb 24 Stunden nur Zeitabweichungen von 7/1000 Sekunden festgestellt."

Rekordfahrten 1968

Wiederum auf dem Autobahnteilstück bei Salzburg-Anif fanden folgende Rekordfahrten statt:

  • Ing. Lippitsch fuhr auf einer Rotax 125 die fliegende Meile in 33,51 Sekunden, den fliegenden Kilometer in 20,27 Sekunden (178 km/h), womit der den bestehenden Rekord von Manfred Magnus von 1963 (Honda 21,71 sek.) verbesserte. Die stehende Meile: 40,68 sek., den stehenden Kilometer in 28,74 sek.
  • Heinz Kriwanek auf einer 250-cm³ Suzuki, verkleidet, schaffte es aber nicht, den bestehenden Rekord von Manfred Magnus (215,76 km/h) zu unterbieten. Kriwanek konnte aber nicht alle Fahrten durchführen, da er einen Kolbenreiber hatte.
  • Karl Auer saß in zwei Sättel: auf einer 350-cm³-Aermacchi und einer 500er Matchless; aber er konnte auch den bestehenden Rekord von Rudi Thalhammer (1961: 206,8 km/h) nicht brechen; noch schlechter erging es ihm mit der 350er Aermacchi, mit der er sogar langsamer war als Kriwanek mit seiner 250er.
  • Hans Patleich, der legendäre "gewichtige" Motorjournalist, fuhr einen Mercedes 6,3 l über die fliegende Meile mit immerhin 223 km/h, den fliegenden Kilometer konnte er mit den 250-PS-Mercedes mit 222 km/h Schnitt zurücklegen.
  • Paul Schwarz, der Salzburger Austro-V-Konstrukteur, probierte seine Flitzer aus: aber die Zeiten waren enttäuschend: stehender Kilometer in 28,69 sek - das schaffte etwa auch ein Porsche 911 S, am schnellsten fuhr er noch die fliegende Meile mit 177,9 km/h Schnitt
  • Sepp Greger, der Münchner Bergrennfahrer, oft auch beim Gaisbergrennen gewesen, pilotierte einen Porsche Carrera 6, der ungünstig übersetzt war. Greger konnte von seinen fünf Jahre alten Rekordzeiten, die er 1963 mit einem Porsche RS 1800 Spyder mit 185 PS fuhr, nur zwei auslöschen: stehender Kilometer: 23,17 sek. (155,37 km/h) und stehende Meile in 32,65 sek. (177,4 km/h) - die fliegende schaffte er nur in 250,41 km/h (1963: 250,92 km/h).


Quelle