Georg Hagenauer I.: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Georg Hagenauer de Hagenau (* ~ 1545) ist ein Nachkomme des bayrischen Zweiges der Edelfreien [[Hagenauer|Herren von Hagenau]] | + | Georg Hagenauer de Hagenau (* ~ 1545, Allershausen in Bayern) ist ein Nachkomme des bayrischen Zweiges der Edelfreien [[Hagenauer|Herren von Hagenau]]. |
| − | + | Nach dem Historiker [[Willibald Hauthaler]] war er der Stifter der Salzburger Linie der Hagenauer. Wahrscheinlich noch als Kleinkind kam er mit seinem Vater Sebastian Hagenauer von Allershausen in Bayern über das Pflegschaftsgericht Teisendorf in das [[Erzbistum Salzburg]] (Frf. Marianne Hauser). | |
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| + | Die Gründe des Verlassens ihrer bayrischen Heimat liegen auf der Hand. Kaiser Karl V. versuchte mit Waffengewalt die reichsrechtliche Anerkennung des Protestantismus zu verhindern und die Macht der Reichsstände im Heiligen Römischen Reich einzuschränken. Dabei zog er gegen den Schmalkaldischen Bund (ein Bündnis protestantischer Landesfürsten und Städte) wobei der Krieg zunächst in Süddeutschland ausbrach. Bei Schrobenhausen in Bayern, dort wo Georgs Vater Sebastian Hagenauer des Allershausen (sicherlich aber noch sein Großvater Georg) ein Gut besaß, zogen im Jahr [[1546]] im Zuge dieses Schmalkaldischen Krieges mehrere zehntausend Landsknechte plündernd und brandschatzend durch die Gegend. Wahrscheinlich wurde das Hagenauer-Gut ein Opfer des Krieges, und Georgs Mutter war aller Voraussicht nach bereits bereits bei seiner Geburt (oder kurz darauf) gestorben. Zumindest tauchen weder seine Mutter noch irgendwelche anderen Geschwister in Salzburger Urkunden dieser Zeit auf. | ||
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| + | Georgs Vater Sebastian (Wastl) Hagenauer wird in einer Salzburger Urkunde aus dem Jahr [[1554]] nördlich von Salzburg in [[Hammerau]] erwähnt, wo seit dem Jahr [[1537]] das durch den damaligen Salzburger Erzbischof [[Matthäus Lang]] gegründete Eisenwerk Annahütte stand. "Georg Hagenauer de Ainring" selbst besaß bereits ein Gut in Ainring und in einer Urkunde des Jahres [[1568]] erhält er vom Salzburger Domkapitel die Bewilligung für "etliches Zimmerholz am Högl zu vorhabenden Gepeuen". Anscheinend konnten die Hagenauer noch etwas Vermögen aus Bayern retten, oder Georg konnte auf Grund seiner Abstammung entsprechend den Umständen gut heiraten. Georg hatte zumindest zwei Söhne; den "ehrbaren Wolf (Wolfgang) Hagenauer de Piding" (* ~ 1575), Mayer des Seyfriedgut in [[Piding]], sowie den "ehrbaren Georg Hagenauer II. von Hagenau" (* 1585), der als Bauer und Müller bei Hammerau genannt wurde. | ||
Version vom 17. September 2011, 15:39 Uhr
Georg Hagenauer de Hagenau (* ~ 1545, Allershausen in Bayern) ist ein Nachkomme des bayrischen Zweiges der Edelfreien Herren von Hagenau.
Nach dem Historiker Willibald Hauthaler war er der Stifter der Salzburger Linie der Hagenauer. Wahrscheinlich noch als Kleinkind kam er mit seinem Vater Sebastian Hagenauer von Allershausen in Bayern über das Pflegschaftsgericht Teisendorf in das Erzbistum Salzburg (Frf. Marianne Hauser).
Die Gründe des Verlassens ihrer bayrischen Heimat liegen auf der Hand. Kaiser Karl V. versuchte mit Waffengewalt die reichsrechtliche Anerkennung des Protestantismus zu verhindern und die Macht der Reichsstände im Heiligen Römischen Reich einzuschränken. Dabei zog er gegen den Schmalkaldischen Bund (ein Bündnis protestantischer Landesfürsten und Städte) wobei der Krieg zunächst in Süddeutschland ausbrach. Bei Schrobenhausen in Bayern, dort wo Georgs Vater Sebastian Hagenauer des Allershausen (sicherlich aber noch sein Großvater Georg) ein Gut besaß, zogen im Jahr 1546 im Zuge dieses Schmalkaldischen Krieges mehrere zehntausend Landsknechte plündernd und brandschatzend durch die Gegend. Wahrscheinlich wurde das Hagenauer-Gut ein Opfer des Krieges, und Georgs Mutter war aller Voraussicht nach bereits bereits bei seiner Geburt (oder kurz darauf) gestorben. Zumindest tauchen weder seine Mutter noch irgendwelche anderen Geschwister in Salzburger Urkunden dieser Zeit auf.
Georgs Vater Sebastian (Wastl) Hagenauer wird in einer Salzburger Urkunde aus dem Jahr 1554 nördlich von Salzburg in Hammerau erwähnt, wo seit dem Jahr 1537 das durch den damaligen Salzburger Erzbischof Matthäus Lang gegründete Eisenwerk Annahütte stand. "Georg Hagenauer de Ainring" selbst besaß bereits ein Gut in Ainring und in einer Urkunde des Jahres 1568 erhält er vom Salzburger Domkapitel die Bewilligung für "etliches Zimmerholz am Högl zu vorhabenden Gepeuen". Anscheinend konnten die Hagenauer noch etwas Vermögen aus Bayern retten, oder Georg konnte auf Grund seiner Abstammung entsprechend den Umständen gut heiraten. Georg hatte zumindest zwei Söhne; den "ehrbaren Wolf (Wolfgang) Hagenauer de Piding" (* ~ 1575), Mayer des Seyfriedgut in Piding, sowie den "ehrbaren Georg Hagenauer II. von Hagenau" (* 1585), der als Bauer und Müller bei Hammerau genannt wurde.