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Neu: Das Ministerium
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== Allgemeines ==  
 
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Der {{PAGENAME}} bestand aus einer großen Anzahl von Personen - Diener (Lakaien), Beamte, [[Erklärungen früherer  Bezeichnungen und Ausdrücke#H|Hofräte]], Künstler und andere Mitesser, die auf Kosten des Erzbischofs bezahlt oder verpflegt wurden.
 
Der {{PAGENAME}} bestand aus einer großen Anzahl von Personen - Diener (Lakaien), Beamte, [[Erklärungen früherer  Bezeichnungen und Ausdrücke#H|Hofräte]], Künstler und andere Mitesser, die auf Kosten des Erzbischofs bezahlt oder verpflegt wurden.
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Am {{PAGENAME}} gab es, wie  auch an anderen Fürstenhöfen seit karolingischer Zeit  üblich, vier  ''Hofämter'' von nur mehr protokollarischer Bedeutung; sie  wurden als [[Salzburger Erbämter|Erbämter]] bezeichnet. Sie sind zu unterscheiden von arbeitsintensiveren [[Hofämter]]n wie  [[Salzburger Hofkanzler|Hofkanzler]], Hofrat, [[Erklärungen früherer  Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Kämmerer]], Oberst-Kämmerer udgl.<ref>Quelle Salzburgwiki-Artikel [[Salzburger Erbämter]]</ref>.
      
Zur Versorgung dieses durchaus mehr als eintausend Personen umfassenden Fürstenhofes waren auch zahlreiche Einrichtungen entstanden. So beispielsweise die [[Salzburger Hoffischerei|Hoffischerei]], die [[Salzburger Hofbäckerei|Hofbäckerei]] oder die [[Alte fürsterzbischöfliche Hofapotheke]].  
 
Zur Versorgung dieses durchaus mehr als eintausend Personen umfassenden Fürstenhofes waren auch zahlreiche Einrichtungen entstanden. So beispielsweise die [[Salzburger Hoffischerei|Hoffischerei]], die [[Salzburger Hofbäckerei|Hofbäckerei]] oder die [[Alte fürsterzbischöfliche Hofapotheke]].  
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Ging ein Erzbischof auf Reisen, so folgte ihm der Hofstaat, was natürlich auch das Reisen teuer werden ließ.
 
Ging ein Erzbischof auf Reisen, so folgte ihm der Hofstaat, was natürlich auch das Reisen teuer werden ließ.
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==Das Ministerium==
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Der fürsterzbischöfliche Hofstaat bestand in der Spätzeit des [[Erzstift Salzburg|Erzstiftes Salzburg]] aus dem sogenannten Ministerium und den diesem unterstehenden Stäben.<ref>Hiezu und zum Folgenden [[Lorenz Hübner]]: Beschreibung der hochfürstlich-erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden verbunden mit ihrer ältesten Geschichte, Zweiter Band (Statistik), Salzburg 1793. [http://books.google.at/books?q=ministerium&id=WmYAAAAAcAAJ&hl=de&output=text#v=snippet&q=ministerium&f=false S.&nbsp;885&nbsp;f.]</ref>
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Hochfürstliche Minister waren
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* der [[Obersthofmeister]],
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* der [[Oberstkämmerer]] (Oberstkammerer),
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* der [[Obersthofmarschall]],
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* der [[Oberststallmeister]],
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* der [[Oberstjägermeister]] und
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* der [[Leibgarde]]<nowiki>kommandant</nowiki>.
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Das Ministerium war mit der Leitung des Hofstaates, aber nicht mit der Regierung des Erzstiftes befasst. Zu dieser bediente sich der Fürsterzbischof der [[SalzburgerHofkanzler|Hofkanzlei]] und sogenannter Dikasterien (die dem heutigen Begriff der Ministerien nahekämen), nämlich des [[Hofrat]]es, der [[Hofkammer]], der [[Ausl%C3%A4ndische_Herrschaften#Die_hochf.C3.BCrstliche_ausl.C3.A4ndische_Deputation|Deputation der auswärtigen Geschäfte]] und dem [[Hofkriegsrat]]. Protokollarischer Natur waren die [[Erbämter|Salzburger Erbämter]], deren Inhaber nicht dem Hofstaat angehörten.
    
== Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ==
 
== Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ==
Erst in jüngster Zeit fanden der Salzburger Historiker [[Gerhard Ammerer]] und die Projektgruppe zur Erforschung der [[Alte Residenz|Salzburger Residenz]] heraus, dass [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ein prunkvolles Hofleben führte, die Verwaltung vergrößerte, aber sie zu ökonomisieren versuchte,  und als absoluter Herrscher regierte. Er rechercherierte in  Besoldungslisten, die auf einen großen Hofstaat schließen lassen, wie er zu dieser Zeit im  europäischen Bereich üblich war. Tanz- und Fechtmeister kamen aus  Frankreich, Musiker und Sänger aus Italien. Die Livreen der Bediensteten entsprachen der neuesten Mode und wurde von Frankreich beeinflusst.  Auch das Hofzeremoniell war streng geregelt. So war etwa festgelegt, wer  wohin gehen durfte, wer sitzen durfte und auf welchem Polstermöbel.
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Erst in jüngster Zeit fanden der Salzburger Historiker [[Gerhard Ammerer]] und die Projektgruppe zur Erforschung der [[Alte Residenz|Salzburger Residenz]] heraus, dass [[Wolf Dietrich von Raitenau]] ein prunkvolles Hofleben führte, die Verwaltung vergrößerte, aber sie zu ökonomisieren versuchte,  und als absoluter Herrscher regierte. Er rechercherierte in  Besoldungslisten, die auf einen großen Hofstaat schließen lassen, wie er zu dieser Zeit im  europäischen Bereich üblich war. Tanz- und Fechtmeister kamen aus  [[Frankreich]], Musiker und Sänger aus [[Italien}}. Die Livreen der Bediensteten entsprachen der neuesten Mode und wurde von Frankreich beeinflusst.  Auch das Hofzeremoniell war streng geregelt. So war etwa festgelegt, wer  wohin gehen durfte, wer sitzen durfte und auf welchem Polstermöbel.
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Neuere  Forschungen (2009) haben aber ergeben, dass er nicht mehr oder weniger Geld für Repräsentationen ausgab, als andere Fürsten der 89  geistlich-weltlichen Fürstentümer seinerzeit. Auch seine Umbaupläne für die Stadt Salzburg, der Abriss (mittelalterlicher) Häuser im Stadtkern (für den Domneubau) fielen nicht aus der Rolle im Vergleich zu den Vorgangsweisen anderen Fürst(erz)bischöfe von damals<ref>Quelle  Beitrag Salzburg heute am 21. Februar 2009</ref>
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Neuere  Forschungen (2009) haben aber ergeben, dass er nicht mehr oder weniger Geld für Repräsentationen ausgab, als andere Fürsten der 89  geistlich-weltlichen Fürstentümer seinerzeit. Auch seine Umbaupläne für die Stadt Salzburg, der Abriss (mittelalterlicher) Häuser im Stadtkern (für den Domneubau) fielen nicht aus der Rolle im Vergleich zu den Vorgangsweisen anderen Fürst(erz)bischöfe von damals.<ref>Quelle  Beitrag Salzburg heute am 21. Februar 2009</ref>
    
== Quellen und Fußnoten ==
 
== Quellen und Fußnoten ==