Frédéric Chopin: Unterschied zwischen den Versionen

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Nach seinem zweiten Wien-Aufenthalt (1830/31) der für ihn künstlerisch unergiebig war - was auch auf die geänderte politische Lage zurückzuführen war - beschloss er, nach Paris, Frankreich, aufzubrechen, der Stadt seiner Sehnsucht. Eine Reise die ihn auch nach [[Salzburg]] führte. Nach immer wiederkehrenden Problemen, einen Reisepass zu erhalten, berichtete er voller Erleichterung in einem Brief an seine Angehörigen in Polen von Wien, datiert, Juli [[1831]], Samstag:
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Der zweite Wiener Aufenthalt von 1830 - 1831 war nicht unbedingt das was sich Chopin davon erwartet hätte, nun war dem 21-jährigen Komponisten klar, er mußte dorthin wo es Ihn eigentlich schon immer hinzog, nach [[Paris]]. Und diese Reise in seine Stadt der Träume führte Ihn auch nach Salzburg.
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Nach zermürbenden langen Beamtengängen in [[Wien]] um einen Reisepaß ausgestellt zu bekommen war es dann endlich soweit, voller Erleichterung berichtete er in einem Brief an seine Angehörigen in Polen von Wien am 16. Juli, datiert: Juli 1831, Samstag:
  
'' "...Endlich habe ich den Reisepaß. Mit der Montag-Abreise wird's jedoch nichts; erst Mittwoch geht's nach Salzburg und von dort nach [[München]]." ''
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"...Endlich habe ich den Reisepaß. Mit der Montag-Abreise wird's jedoch nichts; erst Mittwoch geht's nach Salzburg und von dort nach München."
  
So traf Chopin in einer größeren Reisegesellschaft mit mehreren Kutschen im Juli 1831 in Salzburg ein. Außer dieser kurzen Mitteilung im oben genannten Brief an seine Angehörigen in Polen sind uns leider kein anderer Brief und auch nicht die Reiseaufzeichnungen Chopins über seinen Salzburg-Aufenthalt erhalten geblieben. Es ist vor allem Ferdynand Hoesick und Norbert Alfons Kumelski seinen Freund aus Litauen zu danken das wir einen Eindruck über Chopins Aufenthalt in Salzburg besitzen.
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Es ist uns vor allem seinem Freund Norbert Alfons Kumelski zu danken der Chopin bereits in Wien eine große Hilfe war und schließlich auch sämtliche Organisatorische Belange bezüglich der Reise nach Paris übernahm.  
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Von Ihm sind auch die Beschreibungen während des vier Tage Aufenthalts in Salzburg und vor allem auch die Eindrücke Chopins die er in seinem leider verschollenem Reisetagebuch niedergeschrieben hat überliefert.  
  
Schon zu Beginn fand die Reisegruppe an der ''"altehrwürdigen Stadt Salzburg" '' Gefallen, einer Stadt, '' "die durch die italienische Struktur der Häuser gefällig und durch die vielen Kirchen und durch die übrigen bemerkenswerten Gebäude prächtig ist" ''. Für den vier Tage lang dauernden Aufenthalt Chopins in Salzburg wurde von Kumelski ein umfangreiches Besichtigungsprogramm zusammengestellt, die [[Kollegienkirche]], [[Franziskanerkirche]], die [[St.-Sebastians-Kirche]] mit [[Sebastiansfriedhof]], die [[Festung Hohensalzburg]] und der [[Dom]], die [[Michael Haydn]]-Gedächtnisstätte und natürlich als Höhepunkt des großen [[Wolfgang Amadeus Mozart|Mozart]] Verehrers Chopin, das [[Mozarts Geburtshaus]] in der [[Getreidegasse]].
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Es war eine größere Reisegesellschaft mit mehreren Kutschen im Gefolge mit denen Chopin im Juli des Jahres 1831 in Salzburg eintraf.
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Nicht nur Chopin sondern auch die anderen Mitreisenden müssen von Salzburg sehr angetan gewesen sein denn Sie sprachen von der '' "altehrwürdigen Stadt Salzburg die durch die italienische Struktur der Häuser gefällig und durch die vielen Kirchen und durch die übrigen bemerkenswerten Gebäude prächtig ist." ''
  
Einen besonderen Eindruck auf Chopin machte auch das [[Glockenspiel]] im Turm der [[Neue Residenz|Neuen Residenz]]. Den gerade als die Reisegesellschaft am [[Residenzplatz]] eintraf, begrüßte das Glockenspiel Chopin, indem es die sechste Abendstunde ankündigte. Diese Begrüßung der Stadt berührte Chopin sehr und zugleich war er auch über die Modernität des Musikstils erstaunt - wie er in seinen leider nicht erhaltenen Reiseaufzeichnungen festhielt - da er der Auffassung war, diese Melodie stammte aus der Geburtsstunde der Uhr im Jahre [[1702]].
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Schon gleich bei der Ankunft faszinierte Chopin das Glockenspiel im Turm der neuen Residenz das gerade zur sechsten Abendstunde erklang durch seine eigentlich zeitgemäße Melodie. Da Chopin der festen Auffassung war diese Komposition mußte aus dem Jahre 1702 der Einweihung des Glockenspiels stammen, konnte er es auch nicht glauben als Ihm erklärt wurde das dies ein Duett aus der Oper "Maurer und Schlosser" des französischen Komponisten Daniel Fransois Auber aus dem Jahre 1825 ist. Doch Tage später vermerkte er in seinem Reisetagebuch: '' "Alls wir jedoch einige Tage später auf den Turm stiegen, um die Zusammensetzung der Glockenspielmaschinerie kennen zulernen, erhielt Auber sein Urheberrecht zurück. Wir erfuhren nämlich vom Aufseher des Uhrwerks, dass die Maschine jeden Monat auf ein anderes Musikstück zeitgenössischer Kompositionen eingerichtet wird." ''
  
Als man ihm erklärte, dass dies ein Duett aus der im Jahre [[1825]] in Paris uraufgeführten Oper "Maurer und Schlosser" des französischen Komponisten Daniel Fransois Auber ist, glaubte er zunächst nicht an dessen Urheberschaft, korrigierte sich aber dann in seinen Reiseaufzeichnungen mit den Zeilen:
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Für die weiteren Tage in Salzburg wurde von Kumelski für Chopin ein umfangreiches Besichtungsprogramm zusammengestellt, die Kollegienkirche, Franziskanerkirche, die Sebastianskirche mit Friedhof, die Festung und der Dom, die Michael-Haydn-Gedächtnisstätte und natürlich als Höhepunkt des großen Mozart Verehrers Chopin, Mozarts Geburtshaus.
 
 
'' "Alls wir jedoch einige Tage später auf den Turm stiegen, um die Zusammensetzung der Glockenspielmaschinerie kennen zulernen, erhielt Auber sein Urheberrecht zurück. Wir erfuhren nämlich vom Aufseher des Uhrwerks, dass die Maschine jeden Monat auf ein anderes Musikstück zeitgenössischer Kompositionen eingerichtet wird." ''
 
  
 
==Quellen==
 
==Quellen==

Version vom 7. November 2010, 00:32 Uhr

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Frédéric Chopin (* 1. März 1810 in Zelazowa Wola, Polen, † 17. Oktober 1849 in Paris war Komponist und Pianist.

Leben

Der zweite Wiener Aufenthalt von 1830 - 1831 war nicht unbedingt das was sich Chopin davon erwartet hätte, nun war dem 21-jährigen Komponisten klar, er mußte dorthin wo es Ihn eigentlich schon immer hinzog, nach Paris. Und diese Reise in seine Stadt der Träume führte Ihn auch nach Salzburg. Nach zermürbenden langen Beamtengängen in Wien um einen Reisepaß ausgestellt zu bekommen war es dann endlich soweit, voller Erleichterung berichtete er in einem Brief an seine Angehörigen in Polen von Wien am 16. Juli, datiert: Juli 1831, Samstag:

"...Endlich habe ich den Reisepaß. Mit der Montag-Abreise wird's jedoch nichts; erst Mittwoch geht's nach Salzburg und von dort nach München."

Es ist uns vor allem seinem Freund Norbert Alfons Kumelski zu danken der Chopin bereits in Wien eine große Hilfe war und schließlich auch sämtliche Organisatorische Belange bezüglich der Reise nach Paris übernahm. Von Ihm sind auch die Beschreibungen während des vier Tage Aufenthalts in Salzburg und vor allem auch die Eindrücke Chopins die er in seinem leider verschollenem Reisetagebuch niedergeschrieben hat überliefert.

Es war eine größere Reisegesellschaft mit mehreren Kutschen im Gefolge mit denen Chopin im Juli des Jahres 1831 in Salzburg eintraf. Nicht nur Chopin sondern auch die anderen Mitreisenden müssen von Salzburg sehr angetan gewesen sein denn Sie sprachen von der "altehrwürdigen Stadt Salzburg die durch die italienische Struktur der Häuser gefällig und durch die vielen Kirchen und durch die übrigen bemerkenswerten Gebäude prächtig ist."

Schon gleich bei der Ankunft faszinierte Chopin das Glockenspiel im Turm der neuen Residenz das gerade zur sechsten Abendstunde erklang durch seine eigentlich zeitgemäße Melodie. Da Chopin der festen Auffassung war diese Komposition mußte aus dem Jahre 1702 der Einweihung des Glockenspiels stammen, konnte er es auch nicht glauben als Ihm erklärt wurde das dies ein Duett aus der Oper "Maurer und Schlosser" des französischen Komponisten Daniel Fransois Auber aus dem Jahre 1825 ist. Doch Tage später vermerkte er in seinem Reisetagebuch: "Alls wir jedoch einige Tage später auf den Turm stiegen, um die Zusammensetzung der Glockenspielmaschinerie kennen zulernen, erhielt Auber sein Urheberrecht zurück. Wir erfuhren nämlich vom Aufseher des Uhrwerks, dass die Maschine jeden Monat auf ein anderes Musikstück zeitgenössischer Kompositionen eingerichtet wird."

Für die weiteren Tage in Salzburg wurde von Kumelski für Chopin ein umfangreiches Besichtungsprogramm zusammengestellt, die Kollegienkirche, Franziskanerkirche, die Sebastianskirche mit Friedhof, die Festung und der Dom, die Michael-Haydn-Gedächtnisstätte und natürlich als Höhepunkt des großen Mozart Verehrers Chopin, Mozarts Geburtshaus.

Quellen