Burgruine Pongowe: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 25. Mai 2010, 07:03 Uhr
Die Ruine Pongowe (Bachsfall) befindet sich im Pongau, südwestlich von Bischofshofen an der Landschaftskante zum Gainfeld am Gainfeldbach.
Geschichte
Am strategisch günstig gelegenen Geländesporn oberhalb des Gainfeld-Wasserfalls fanden sich Siedlungsspuren aus der Frühbronze- und Eisenzeit. Die mittelalterliche Burganlage bildete möglicherweise den Sitz der mächtigen Burggrafen von Pongau. Auf die besondere Stellung der Herren von Pongowe weist die Tatsache hin, dass sie bereits im frühen 12. Jahrhundert mit einem Gefolge von ritterlichen Eigenleuten auftraten und einen außerordentlich weit gestreuten Besitz aufwiesen.
Früher wurde die nach Norden und Osten steil abfallende Anhöhe „Burgberg“ genannt, die Bezeichnung „Bachsfall“ ist erst ab dem 19. Jahrhundert gebäuchlich.
Burganlage
Die heute sichtbaren Mauerreste waren 1982 im Auftrag der Marktgemeinde Bischofshofen freigelegt worden. Der Grundriß zeigt die Form eines unregelmäßigen Viereckes, das im Nordwesten abgeschrägt ist. Die Außenmauern haben eine Länge von ca. 38 bis 40 Metern und umschließen eine Fläche von etwa 1.400 m². Der südliche Teil der Turmburg war im Erdgeschoß gewölbt und hatte mit Nagelfluhsteinen eingefaßte Torbögen. Der Zugang erfolgte von Südosten, wo zwei wallartige, fast im Halbkreis aufgeworfene Erhöhungen mit einem Pfahlwerk, sogenannten „Zingeln“, bewehrt und der Burg vorgelagert waren.
Quelle
- Schautafel vor Ort