Gletscher-Hahnenfuß: Unterschied zwischen den Versionen

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== Gletscher-Hahnenfuß, Ranunculus glacialis ==
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[[Datei:Gletscher-Hahnenfuß (Ranunculus glacialis).jpeg|thumb|hochkant=1.2|Gletscher-Hahnenfuß (''Ranunculus glacialis'')]]
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Der '''{{PAGENAME}}''' (lat. ''Ranunculus glacialis'') ist eine europäische Gebirgspflanze aus der [[Glossar Biologie#G|Gattung]] [[Hahnenfuß]] (''Ranunculus'') in der [[Glossar Biologie#F|Familie]] der [[Hahnenfußgewächse]].
[[Datei:Gletscher-Hahnenfuß (Ranunculus glacialis).jpeg|thumb|Gletscher-Hahnenfuß(Ranunculus glacialis)]]
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"Hahnenfuß" kommt wahrscheinlich daher, dass die Wurzel nach dem Ausreißen ein wenig klauenartig aussieht und, viel "wohlwollende" Phantasie vorausgesetzt, an den Fuß eines Hahnes denken lässt, der gerade zum Schreiten ansetzt. Das lateinische "ranunculus" heißt "kleiner Frosch" (von rana, [[Frosch]]) und bezog sich ursprünglich nur auf die im Wasser vorkommenden Hahnenfußarten. Um 1806 ist für [[Tirol]] der Name "Ribiol" bzw. "Eis-Hahnenfuß" und aus dem [[Fuscher Tal]] der Name "weißes Besengablüh" oder (unverständliches) "Rückkehrzu" (?)überliefert (durch Förster F. A. Jirasek).  
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== Merkmale ==
=== Merkmale ===
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Die Kronblätter der Blüte (Juli und August) des {{PAGENAME}}es sind zuerst weiß und werden später deutlich purpurrosa. Die Kelchblätter sind auf der Außenseite rotbraun behaart (nicht so beim etwas "filigraner" wirkenden [[Alpen-Hahnenfuß]], ''Ranunculus alpestris'') Die Grundblätter, immer mit Stiel, sind dreischnittig und ein wenig "fleischlich"-dicklich, dunkelgrün, kahl. Die Höhe übersteigt kaum 15 cm. Er ist [[Giftpflanze|giftig]]!
Der Gletscherhahnenfuß gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse, wie z. B. auch der weit verbreitete Wiesen-Hahnenfuß, der sich  zum Leidwesen der Bauern in letzter Zeit zu einer regelrechten "Verhahnenfußung" der Wiesen, auch auf [[Alm]]en, entwickelt.
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Die Kronblätter der Blüte des Ranunculus glacialis (diese Juli und August)sind zuerst weiß und werden später deutlich purpurrosa. Die Kelchblätter sind auf der Außenseite rotbraun behaart (nicht so beim etwas "filgraner" wirkenden Alpen-Hahnenfuß, Ranunculus alpestris) Die Grundblätter, immer mit Stiel, sind dreischnittig und ein wenig "fleischlich"-dicklich, dunkelgrün, kahl. Die Höhe übersteigt kaum 15 cm. Er ist giftig!
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== Vorkommen ==
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Der {{PAGENAME}} ist eine Pionierpflanze im ober-alpinen bis nivalen Bereich und ist die höchststeigende Samenpflanze der Alpen. Am [[Radhausberg]]massiv ([[Bad Gastein]]) wächst er im Bereich des [[Kreuzkogel]]-Gipfels auf rund 2650 m Seehöhe. Im Gegensatz zum kalkholden ''Ranunculis alpestris'' liebt er silikatische Schuttfluren, auch nährstoffarme Säuerlingsfluren. Im geografischen Sinne gehört der ''Ranunculus glacialis'' zu den "arktisch-alpinen" Pflanzen und fehlt innerhalb Österreichs nur in [[Oberösterreich]], [[Niederösterreich]] und dem [[Burgenland]]. Unterhalb von 2400 m Seehöhe kommt er wohl kaum vor. Im Zuge der Klimaerwärmung kann die Höhen-Untergrenze seines Vorkommens weiter ansteigen.
Der Ranunculus glacialis gilt als Pionierpflanzen im ober-alpinen bis nivalen Bereich und ist die höchststeigende Samenpflanze der Alpen. Am [[Radhausberg]]massiv ([[Bad Gastein]]) wächst er im Bereich des [[Kreuzkogel]]-Gipfels auf rund 2650 m Seehöhe. Im Gegensatz zum kalkholden Ranunculis alpestris liebt er silikatische Schuttfluren, auch nährstoffarme Säuerlingsfluren. Im geografischen Sinne gehört der Ranunculus glacialis zu den "arktisch-alpinen" Pflanzen und fehlt innerhalb Österreichs nur in [[Oberösterreich]], Niederösterreich und dem Burgenland. Unterhalb von 2400 m Seehöhe kommt er wohl kaum vor, im Zuge der Klimaerwärmung ist damit zu rechnen, dass die Höhen-Untergrenze seines Vorkommens ansteigen wird.
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== Quellen ==
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* [[Manfred Fischer (Botaniker)|Fischer, Manfred A.]], Adler, Wolfgang: Oswald, Karl: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz, 2005.
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* [[Helmut Wittmann (Biologe)|Wittmann, Helmut]]; Siebenbrunner, Apollonia; [[Peter Pilsl (Botaniker)|Pilsl, Peter]]; [[Paul Heiselmayer|Heiselmayer, Paul]]: Verbreitungsatlas der Salzburger Gefäßpflanzen in: Sauteria Schriftenreihe für Systematische Botanik, Floristik und Geobotanik, Band 2, 1987
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* Helmut Hartl, [[Thomas Peer]]: ''Pflanzen'', Nationalpark Hohe Tauern – Wissenschaftliche Schriften, Nationalparkrat, 5. Auflage 2005
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*Grey-Wilson, C.: ''Parey Bergblumenbuch''. Hamburg, Berlin: Parey 1980. Allgemeinverständliche Einführung zur schnellen Orientierung
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* [[Fritz Gruber|Gruber, Fritz]]
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[[Kategorie:Zweikeimblättrige Blütenpflanzen]]
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[[Kategorie:Hahnenfußgewächse]]
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[[Kategorie:Gattung Hahnenfuß]]

Aktuelle Version vom 15. September 2022, 08:01 Uhr

Gletscher-Hahnenfuß (Ranunculus glacialis)

Der Gletscher-Hahnenfuß (lat. Ranunculus glacialis) ist eine europäische Gebirgspflanze aus der Gattung Hahnenfuß (Ranunculus) in der Familie der Hahnenfußgewächse.

Merkmale

Die Kronblätter der Blüte (Juli und August) des Gletscher-Hahnenfußes sind zuerst weiß und werden später deutlich purpurrosa. Die Kelchblätter sind auf der Außenseite rotbraun behaart (nicht so beim etwas "filigraner" wirkenden Alpen-Hahnenfuß, Ranunculus alpestris) Die Grundblätter, immer mit Stiel, sind dreischnittig und ein wenig "fleischlich"-dicklich, dunkelgrün, kahl. Die Höhe übersteigt kaum 15 cm. Er ist giftig!

Vorkommen

Der Gletscher-Hahnenfuß ist eine Pionierpflanze im ober-alpinen bis nivalen Bereich und ist die höchststeigende Samenpflanze der Alpen. Am Radhausbergmassiv (Bad Gastein) wächst er im Bereich des Kreuzkogel-Gipfels auf rund 2650 m Seehöhe. Im Gegensatz zum kalkholden Ranunculis alpestris liebt er silikatische Schuttfluren, auch nährstoffarme Säuerlingsfluren. Im geografischen Sinne gehört der Ranunculus glacialis zu den "arktisch-alpinen" Pflanzen und fehlt innerhalb Österreichs nur in Oberösterreich, Niederösterreich und dem Burgenland. Unterhalb von 2400 m Seehöhe kommt er wohl kaum vor. Im Zuge der Klimaerwärmung kann die Höhen-Untergrenze seines Vorkommens weiter ansteigen.

Quellen

  • Fischer, Manfred A., Adler, Wolfgang: Oswald, Karl: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz, 2005.
  • Wittmann, Helmut; Siebenbrunner, Apollonia; Pilsl, Peter; Heiselmayer, Paul: Verbreitungsatlas der Salzburger Gefäßpflanzen in: Sauteria Schriftenreihe für Systematische Botanik, Floristik und Geobotanik, Band 2, 1987
  • Helmut Hartl, Thomas Peer: Pflanzen, Nationalpark Hohe Tauern – Wissenschaftliche Schriften, Nationalparkrat, 5. Auflage 2005
  • Grey-Wilson, C.: Parey Bergblumenbuch. Hamburg, Berlin: Parey 1980. Allgemeinverständliche Einführung zur schnellen Orientierung
  • Gruber, Fritz