Georg Kößner (NS-Opfer): Unterschied zwischen den Versionen

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'''Georg Kößner''' (* [[30. Juli]] [[1919]] in [[Gemeinde Goldeggweng|Goldegg-Weng]]; † [hingerichtet] am [[8. März]] [[1945]] in [[Glanegg]])<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/goldegg/TFBVII/?pg=12 Taufbuch der Pfarre Goldegg, Band VII, S. 8.]</ref> war Trogerbauer, Wengerwirt in der [[Pongau]]er Gemeinde [[Goldegg]] und ein Opfer des [[Nationalsozialismus]] in [[Salzburg]].
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'''Georg Kößner''' (* [[30. Juli]] [[1919]] in [[Goldeggweng (Gemeinde)|Goldeggweng]]; † [[8. März]] [[1945]] in [[Glanegg]], hingerichtet)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/goldegg/TFBVII/?pg=12 Taufbuch der Pfarre Goldegg, Band VII, S. 8.]</ref> war Trogerbauer, Wengerwirt in der [[Pongau]]er Gemeinde [[Goldegg]] und ein Opfer des [[Nationalsozialismus]] in der [[Stadt Salzburg]].
  
 
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Georg Jakob Kößner war der einzige Sohn des gleichnamigen Oberwengbauern und Wenger Wirts [[Georg Kößner (junior)|Georg Kößner]] (* 1877; † 1962) und seiner Frau Therese, geborene Holzmann (* 1880; † 1944)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/goldegg/TFBVII/?pg=12 Taufbuch der Pfarre Goldegg, Band VII, S. 8.]</ref>.
 
Georg Jakob Kößner war der einzige Sohn des gleichnamigen Oberwengbauern und Wenger Wirts [[Georg Kößner (junior)|Georg Kößner]] (* 1877; † 1962) und seiner Frau Therese, geborene Holzmann (* 1880; † 1944)<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/goldegg/TFBVII/?pg=12 Taufbuch der Pfarre Goldegg, Band VII, S. 8.]</ref>.
  
Er war Jungwirt bei seinem Vater, dem ehemaligen Bürgermeister der [[Gemeinde Goldeggweng]], in [[Weng (Goldegg)|Weng]] und Jungbauer am Trog sowie am Seemair-Gut am [[Böndlsee]].
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Er war Jungwirt bei seinem Vater, dem ehemaligen Bürgermeister der Gemeinde [[Goldeggweng (Gemeinde)|Goldeggweng]], in [[Weng (Goldegg)|Weng]] und Jungbauer am Trog sowie am Seemair-Gut am [[Böndlsee]].
  
Seit [[1941]] war er verheiratet mit Therese, geborene Eder (* 2. Dezember 1880 in [[Pfarrwerfen]]; † November [[1944]]), die ihm vier Kinder schenkte.
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Seit [[1941]] war er verheiratet mit Therese, geborene Eder (* [[2. Dezember]] [[1880]] in [[Pfarrwerfen]]; † November [[1944]]), die ihm vier Kinder schenkte.
  
 
Als er sich weigerte, seiner Einberufung zur [[Deutsche Wehrmacht|Wehrmacht]] Folge zu leisten, erhielt er zwar Unterstützung vor Ort, war jedoch nach der [[SS-Todesschwadron jagte Deserteure am Böndlsee|Festnahme des Vaters]] weitgehend auf sich gestellt und wurde am [[14. Juli]] [[1944]] in [[St. Veit]] festgenommen. Vom Kriegsgericht der Division Nr. 418 wurde ''Schorsch'' Kößner am [[30. Oktober]] 1944 zum Tode verurteilt und am [[8. März]] [[1945]] wenige Wochen vor [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] in [[Glanegg]] hingerichtet.
 
Als er sich weigerte, seiner Einberufung zur [[Deutsche Wehrmacht|Wehrmacht]] Folge zu leisten, erhielt er zwar Unterstützung vor Ort, war jedoch nach der [[SS-Todesschwadron jagte Deserteure am Böndlsee|Festnahme des Vaters]] weitgehend auf sich gestellt und wurde am [[14. Juli]] [[1944]] in [[St. Veit]] festgenommen. Vom Kriegsgericht der Division Nr. 418 wurde ''Schorsch'' Kößner am [[30. Oktober]] 1944 zum Tode verurteilt und am [[8. März]] [[1945]] wenige Wochen vor [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] in [[Glanegg]] hingerichtet.
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== Quellen ==
 
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* [https://www.goldeggerdeserteure.at/georg-koumlszligner-jun.html Homepage des Vereins der Freunde des Deserteurdenkmals in Goldegg] (abgerufen am 14. Mai 2020).
 
* [https://www.goldeggerdeserteure.at/georg-koumlszligner-jun.html Homepage des Vereins der Freunde des Deserteurdenkmals in Goldegg] (abgerufen am 14. Mai 2020).
 
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== Einzelnachweise ==
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Aktuelle Version vom 6. Oktober 2022, 17:06 Uhr

Georg Kößner (* 30. Juli 1919 in Goldeggweng; † 8. März 1945 in Glanegg, hingerichtet)[1] war Trogerbauer, Wengerwirt in der Pongauer Gemeinde Goldegg und ein Opfer des Nationalsozialismus in der Stadt Salzburg.

Leben

Georg Jakob Kößner war der einzige Sohn des gleichnamigen Oberwengbauern und Wenger Wirts Georg Kößner (* 1877; † 1962) und seiner Frau Therese, geborene Holzmann (* 1880; † 1944)[2].

Er war Jungwirt bei seinem Vater, dem ehemaligen Bürgermeister der Gemeinde Goldeggweng, in Weng und Jungbauer am Trog sowie am Seemair-Gut am Böndlsee.

Seit 1941 war er verheiratet mit Therese, geborene Eder (* 2. Dezember 1880 in Pfarrwerfen; † November 1944), die ihm vier Kinder schenkte.

Als er sich weigerte, seiner Einberufung zur Wehrmacht Folge zu leisten, erhielt er zwar Unterstützung vor Ort, war jedoch nach der Festnahme des Vaters weitgehend auf sich gestellt und wurde am 14. Juli 1944 in St. Veit festgenommen. Vom Kriegsgericht der Division Nr. 418 wurde Schorsch Kößner am 30. Oktober 1944 zum Tode verurteilt und am 8. März 1945 wenige Wochen vor Kriegsende in Glanegg hingerichtet.

Stolperstein

Am 27. Oktober 2022 wurde im Gedenken an ihn vor dem Landesgericht Salzburg am Kajetanerplatz 2 ein Stolperstein verlegt.

Quellen

Einzelnachweise