Dachverband Salzburger Kulturstätten: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Dachverband Salzburger Kulturstätten''' – organisiert als gemeinnütziger Verein ist das Netzwerk und die kulturpolitische Interessenvertretung der »freien« zeitgenössischen, emanzipatorischen und autonomen Kulturarbeit im [[Bundesland Salzburg]].
Der '''Dachverband.Kultur''', bis 2025 "Dachverband Salzburger Kulturstätten", wurde [[1988]] gegründet und ist als gemeinnütziger Verein organisiert. Er ist das Netzwerk und die kulturpolitische Interessenvertretung der freien zeitgenössischen, emanzipatorischen und autonomen Kulturarbeit in der [[Stadt Salzburg]] und im [[Bundesland Salzburg]].


==Aufgaben==
== Aufgaben ==
Für seine derzeit 78 Mitglieder (44 städtische Initiativen, 34 im ländlichen Raum) leistet der Dachverband seit 1988 Rechtsberatung, Rechtsvertretung und Consulting in Subventions- und Förderungsbelangen, Hilfestellung bei Behördenkontakten, in Versicherungs-, AKM- und diversen administrativen Angelegenheiten. Diese Arbeiten übernehmen aktuell ein Geschäftsführer (38 WoSt.) und eine Assistentin (17 WoSt.).
Der Dachverband wurde in der Stadt Salzburg von Vertretern der autonomen Kulturstätten [[Salzburger Filmkulturzentrum – DAS KINO]], [[Elisabethbühne]], [[Toihaus]], [[Kleines Theater]], ARGE Kulturgelände (jetzt [[ARGEkultur]]), Frauenkulturzentrum und Gegenlicht gegründet.


Workshops und Seminarreihen schaffen die notwendige begleitende Weiterbildung für die Praxis der Kulturarbeit. Der Dachverband setzt sich für notwendige gesetzliche Verbesserungen ein, die eine strukturelle Absicherung der Kulturinitiativen und die soziale Absicherung von KulturarbeiterInnen (»fair pay für Kulturarbeit«) verstärken.
Erster Geschäftsführer war Gerald Gröchenig, ihm folgten Birgit Feusthuber und seit [[1993]] Thomas Randisek. Der ehrenamtlich arbeitende Vorstand besteht aus acht Mitgliedern. Vorsitzender war von [[2007]] bis [[2015]] [[Tomas Friedmann]], seit November 2015 hat Karl Zechenter den Vorsitz.


Auf den politischen und administrativen Ebenen wird Lobbying für die Sicherung und Erhöhung der Finanzierungsvolumen betrieben:
Für seine 92 Mitglieder (Stand Februar 2026) leistet der Dachverband politische Lobby-Arbeit für die Sicherung und Erhöhung des Fördervolumens, Rechtsberatung, Rechtsvertretung und Consulting in Subventions- und Förderungsbelangen, Hilfestellung bei Behördenkontakten, in Versicherungs-, AKM- und diversen administrativen Angelegenheiten. Er setzt sich für Verbesserungen ein, u. a. durch öffentlich-kritische Veranstaltungen zu den Themenbereichen Kulturpolitik und Medienpolitik.
          2018: Kulturbudget
          Land Salzburg: 3,51%
          Stadt Salzburg: 6,02%


Bekannt ist der Dachverband auch durch die Publikation des KULTPLAN, einer monatlichen Veranstaltungsübersicht sowie dem kidsKULTPLAN, dem KULTPLAN für ein junges Publikum.
Workshops und Seminarreihen schaffen die notwendige begleitende Weiterbildung für die Praxis der Kulturarbeit. Der Dachverband setzt sich für notwendige gesetzliche Verbesserungen ein, die eine strukturelle Absicherung der Kulturinitiativen und die soziale Absicherung von Kulturarbeitern (''Fair Pay'' für Kulturarbeit) verstärken.


Der Dachverband Salzburger Kulturstätten ist zudem maßgeblich an der Umsetzung des Projektes Stolpersteine beteiligt, zudem engagiert sich die Interessenvertretung für die Aktion »Hunger auf Kunst & Kultur« sowie dem Leerstandsmelder Salzburg. Die Interessenvertretung ist mit insgesamt 24,96% Teilhaberin der gemeinnützigen GmbH von [[FS1]]) Community Fernsehen.
Der Dachverband Salzburger Kulturstätten ist seit 2007 zudem maßgeblich an der Umsetzung des Projektes [[Stolpersteine]] beteiligt.


Die Politisierung von Kulturarbeit und Kulturpolitik wird durch Veranstaltungsreihen sowie öffentliche Stellungnahmen zu kulturpolitischen und kultur-, medien- und kunsttheoretischen Themen vorangetrieben. Die Salzburger Interessenvertretung publiziert zudem gemeinsam mit der Kulturplattform Oberösterreich (KUPF) die KUPFZeitung.  
== Medien ==
Bekannt ist der Dachverband auch durch die Publikation des '''KULTplan''', einer monatlichen Veranstaltungsübersicht mit bis zu 700 Veranstaltung monatlich sowie dem kidsKULTplan, dem KULTplan für ein junges Publikum.


Finanziert wird die Arbeit der Interessenvertretung vor allem über Mitgliedsbeiträge und Werbeeinnahmen, des weiteren durch Förderungen von Stadt (Euro 28.000.-) und Land (Euro 56.200.-). Der Dachverband Salzburger Kulturstätten ist selbst wiederum Teil eines österreichweiten Netzwerkes, der IG Kultur Österreich.
In Kooperation mit den regionalen Sendern [[FS1]] und [[Radiofabrik]] publiziert der Dachverband.Kultur das TV-Format KULTmagazin und die Radio-Sendereihe KULTradio.


== Mitgliedschaft ==
== Mitgliedschaft ==
Die Voraussetzung für eine Mitgliedschaft im Dachverband Salzburger Kulturstätten sind:
* Gegenwarts- und zukunftsorientierte Kulturarbeit
* Vermittlung von Eigenproduktionen und Projekten
* Vermittlung und Ermöglichung zeitgenössischer Kunst und Kultur
* Inhaltliche und organisatorische Unabhängigkeit von Gebietskörperschaften, politischen Gremien und staatlichen Institutionen
* Unabhängigkeit von politischen Parteien und Glaubensgemeinschaften
* Gemeinnützigkeit
* Demokratisches Verhalten
* Selbstorganisation
* Positionierung gegen menschenverachtende ideologische Strömungen
* Ermöglichen aktiver Beteiligung
* Geschlechtersensible Herangehensweisen


Die Voraussetzung für eine Mitgliedschaft im Dachverband Salzburger Kulturstätten sind:<br>
== Projekte und Partnerschaften ==
• Gegenwarts- und zukunftsorientierte Kulturarbeit<br>
Der Dachverband.Kultur ist maßgeblich an der Umsetzung des Projektes Stolpersteine beteiligt.
• Vermittlung von Eigenproduktionen und Projekten<br>
 
• Vermittlung und Ermöglichung zeitgenössischer Kunst und Kultur<br>
Der Dachverband.Kultur ist Mitglied der IG Kultur Österreich als österreichische Interessenvertretung, und nimmt Aufgaben als deren Landesvertretung wahr. Gemeinsam mit dem [[Salzburger Bildungswerk]] und weiteren Partner plant der Dachverband die Methodenakademie, die zehn niederschwellige Workshops pro Jahr anbietet.
• Inhaltliche und organisatorische Unabhängigkeit von Gebietskörperschaften, politischen Gremien und staatlichen Institutionen<br>
 
• Unabhängigkeit von politischen Parteien und Glaubensgemeinschaften<br>
Die Interessenvertretung ist mit insgesamt 24,96 % Teilhaberin der gemeinnützigen GmbH von [[FS1]] Community Fernsehen. 0,96 % hält persönlich der Geschäftsführer Thomas Randisek.
• Gemeinnützigkeit<br>
 
• Demokratisches Verhalten<br>
== Finanzierung ==
• Selbstorganisation<br>
Finanziert wird die Arbeit der Interessenvertretung über Mitgliedsbeiträge und Werbeeinnahmen, weiters durch Förderungen von der [[Landeshauptstadt Salzburg]] und dem [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Land Salzburg.]]
• Positionierung gegen menschenverachtende ideologische Strömungen<br>
• Ermöglichen aktiver Beteiligung<br>
• Geschlechtersensible Herangehensweisen


== Vereinsstruktur ==
== Vereinsstruktur ==
===Vorstand===
===Vorstand===
* Vorsitzender: [[Karl Zechenter]] ([[gold extra Kulturverein]])
* Vorsitzender: Karl Zechenter ([[gold extra Kulturverein]])
* Stv. Vorsitzender: Friedrich Göschel ([[kultur:plattform St. Johann]])
* Stv. Vorsitzender: Friedrich Göschel (kultur:plattform St. Johann)
* Kassier: Alf Altendorf ([[Radiofabrik]], [[FS1]])
* Kassier: Alf Altendorf ([[Radiofabrik]], [[FS1]])
* Schriftführer: [[Robert Wimmer]] ([[Lungauer Kulturvereinigung]])
* Schriftführer: Piet Six ([[Salzburger Filmkulturzentrum – DAS KINO]])
* Elisabeth Schmirl ([[periscope]])
* Ben Blaikner ([[kleines theater]] und Theater der Mitte)
* Gerd Pardeller ([[MARK]])
* [[Elisabeth Schmirl]] (periscope)
* Piet Six ([[Toihaus]])
* Piet Six ([[Toihaus]])


===Geschäftsführung===
===Geschäftsführung===
* [[Thomas Randisek]]
* Thomas Randisek (38,5 WoSt.)


===Assistenz===
===Assistenz===
* [[Susanne Lipinski]]
* Susanne Lipinski (23 WoSt.)


== Weblinks ==
== Quellen ==
{{homepage|http://www.kultur.or.at/}}
{{homepage|https://dachverband-kultur.at/}}
* [http://www.kultplan.at/ KULTPLAN - die Veranstaltungsübersicht online]
* [https://kultplan.at/ KULTplan - die Veranstaltungsübersicht online]
* [http://www.stolpersteine-salzburg.at/ Personenkomitee Stolpersteine]
* [https://dachverband-kultur.at/medien/ Dachverband.Kultur - Medien]
* [http://www.kunsthunger-sbg.at/ Hunger auf Kunst & Kultur]
* [http://www.leerstandsmelder.de/salzburg/ Leerstandsmelder Salzburg]
* [http://www.igkultur.at/ IG Kultur Österreich]
* [http://www.igkultur.at/ IG Kultur Österreich]
== Quellen ==
* [https://www.salzburgerbildungswerk.at/de/bildungswerk/projekte/methodenakademie/ Methodenakademie]
* Weblinks
* [https://fs1.tv/ FS1 - Freies Fernsehen Salzburg]
* [https://radiofabrik.at/ Radiofabrik Salzburg]
* [http://www.stolpersteine-salzburg.at/ Stolpersteine Salzburg]
 
== Einzelnachweise ==
<references />


[[Kategorie:Organisation]]
[[Kategorie:Organisation]]
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[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
[[Kategorie:Kultur]]
[[Kategorie:Kultur]]
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]

Aktuelle Version vom 24. Februar 2026, 14:02 Uhr

Der Dachverband.Kultur, bis 2025 "Dachverband Salzburger Kulturstätten", wurde 1988 gegründet und ist als gemeinnütziger Verein organisiert. Er ist das Netzwerk und die kulturpolitische Interessenvertretung der freien zeitgenössischen, emanzipatorischen und autonomen Kulturarbeit in der Stadt Salzburg und im Bundesland Salzburg.

Aufgaben

Der Dachverband wurde in der Stadt Salzburg von Vertretern der autonomen Kulturstätten Salzburger Filmkulturzentrum – DAS KINO, Elisabethbühne, Toihaus, Kleines Theater, ARGE Kulturgelände (jetzt ARGEkultur), Frauenkulturzentrum und Gegenlicht gegründet.

Erster Geschäftsführer war Gerald Gröchenig, ihm folgten Birgit Feusthuber und seit 1993 Thomas Randisek. Der ehrenamtlich arbeitende Vorstand besteht aus acht Mitgliedern. Vorsitzender war von 2007 bis 2015 Tomas Friedmann, seit November 2015 hat Karl Zechenter den Vorsitz.

Für seine 92 Mitglieder (Stand Februar 2026) leistet der Dachverband politische Lobby-Arbeit für die Sicherung und Erhöhung des Fördervolumens, Rechtsberatung, Rechtsvertretung und Consulting in Subventions- und Förderungsbelangen, Hilfestellung bei Behördenkontakten, in Versicherungs-, AKM- und diversen administrativen Angelegenheiten. Er setzt sich für Verbesserungen ein, u. a. durch öffentlich-kritische Veranstaltungen zu den Themenbereichen Kulturpolitik und Medienpolitik.

Workshops und Seminarreihen schaffen die notwendige begleitende Weiterbildung für die Praxis der Kulturarbeit. Der Dachverband setzt sich für notwendige gesetzliche Verbesserungen ein, die eine strukturelle Absicherung der Kulturinitiativen und die soziale Absicherung von Kulturarbeitern (Fair Pay für Kulturarbeit) verstärken.

Der Dachverband Salzburger Kulturstätten ist seit 2007 zudem maßgeblich an der Umsetzung des Projektes Stolpersteine beteiligt.

Medien

Bekannt ist der Dachverband auch durch die Publikation des KULTplan, einer monatlichen Veranstaltungsübersicht mit bis zu 700 Veranstaltung monatlich sowie dem kidsKULTplan, dem KULTplan für ein junges Publikum.

In Kooperation mit den regionalen Sendern FS1 und Radiofabrik publiziert der Dachverband.Kultur das TV-Format KULTmagazin und die Radio-Sendereihe KULTradio.

Mitgliedschaft

Die Voraussetzung für eine Mitgliedschaft im Dachverband Salzburger Kulturstätten sind:

  •  Gegenwarts- und zukunftsorientierte Kulturarbeit
  •  Vermittlung von Eigenproduktionen und Projekten
  •  Vermittlung und Ermöglichung zeitgenössischer Kunst und Kultur
  •  Inhaltliche und organisatorische Unabhängigkeit von Gebietskörperschaften, politischen Gremien und staatlichen Institutionen
  •  Unabhängigkeit von politischen Parteien und Glaubensgemeinschaften
  •  Gemeinnützigkeit
  •  Demokratisches Verhalten
  •  Selbstorganisation
  • Positionierung gegen menschenverachtende ideologische Strömungen
  • Ermöglichen aktiver Beteiligung
  • Geschlechtersensible Herangehensweisen

Projekte und Partnerschaften

Der Dachverband.Kultur ist maßgeblich an der Umsetzung des Projektes Stolpersteine beteiligt.

Der Dachverband.Kultur ist Mitglied der IG Kultur Österreich als österreichische Interessenvertretung, und nimmt Aufgaben als deren Landesvertretung wahr. Gemeinsam mit dem Salzburger Bildungswerk und weiteren Partner plant der Dachverband die Methodenakademie, die zehn niederschwellige Workshops pro Jahr anbietet.

Die Interessenvertretung ist mit insgesamt 24,96 % Teilhaberin der gemeinnützigen GmbH von FS1 Community Fernsehen. 0,96 % hält persönlich der Geschäftsführer Thomas Randisek.

Finanzierung

Finanziert wird die Arbeit der Interessenvertretung über Mitgliedsbeiträge und Werbeeinnahmen, weiters durch Förderungen von der Landeshauptstadt Salzburg und dem Land Salzburg.

Vereinsstruktur

Vorstand

Geschäftsführung

  • Thomas Randisek (38,5 WoSt.)

Assistenz

  • Susanne Lipinski (23 WoSt.)

Quellen

Einzelnachweise