1. Salzburger Sportklub 1919: Unterschied zwischen den Versionen

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Der ursprünglich auf "Juvavia" benannte Sportklub wurde Ende März 1919 durch den ehemaligen Vienna-Spieler Hans Dobesch gegründet. Dobesch trat in der Folge als erster Obmann und auch als Sektionsleiter auf und schuf mit dem Mundartdichter Franz Löser unter Mithilfe des damaligen militärischen Landesbefehlshabers Major Fiedler eine erste Heimstätte auf den Hellbrunner Exerzierfeldern. Die traditionellen Vereinsfarben sind Schwarz und Blau, als Dressen dienten umgefärbte Militärhemden und die Socken wurden von der Frau des Obmanns selbst gestrickt. Im Juni 1919 kam es zu dem ersten Fußballspiel auf Salzburger Boden nach dem Krieg. Gegen die Welser Militärmannschaft ging dieses mit 3:6 verloren. Aufgrund der Tatsache, sich selbst nach dem Krieg als erster Fußballverein offiziell gegründet zu haben und als erster ein Spiel ausgetragen haben, rührt wohl der Anspruch, der "Erste" Salzburger Sportklub zu sein, obwohl der damals schon mit seinem Gründungsdatum als "SAK 14" auftretende Hellbrunner Lokalrivale (der SAK fand erst späte seine endgültige Heimat in Nonntal) bereits vor dem Krieg ein erstes Fußballspiel ausgetragen hatte. In dieser Tradition war auch der Sportklub wiederum beim ersten Fußballspiel nach dem Krieg 1945 - dann gegen Austria Salzburg - beteiligt.
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Der ursprünglich auf "Juvavia" benannte Sportklub wurde Ende März 1919 durch den ehemaligen Vienna-Spieler Hans Dobesch gegründet. Dobesch trat in der Folge als erster Obmann und auch als Sektionsleiter auf und schuf mit dem Mundartdichter Franz Löser unter Mithilfe des damaligen militärischen Landesbefehlshabers Major Fiedler eine erste Heimstätte auf den Hellbrunner Exerzierfeldern. Die traditionellen Vereinsfarben sind Schwarz und Blau, als Dressen dienten umgefärbte Militärhemden und die Socken wurden von der Frau des Obmanns selbst gestrickt. Im Juni 1919 kam es zu dem ersten Fußballspiel auf Salzburger Boden nach dem Krieg. Gegen die Welser Militärmannschaft ging dieses mit 3:6 verloren. Aufgrund der Tatsache, sich selbst nach dem Krieg als erster Fußballverein offiziell gegründet zu haben und als erster ein Spiel ausgetragen haben, rührt wohl der Anspruch, der "Erste" Salzburger Sportklub zu sein, obwohl der damals schon mit seinem Gründungsdatum als [[SAK 1914|"SAK 14"]] auftretende Hellbrunner Lokalrivale (der Salzburger AK fand erst späte seine endgültige Heimat in Nonntal) bereits vor dem Krieg ein erstes Fußballspiel ausgetragen hatte. In dieser Tradition war auch der Sportklub wiederum beim ersten Fußballspiel nach dem Krieg 1945 - dann gegen Austria Salzburg - beteiligt.
  
 
Der "Sportklub" war damit der zweitälteste Fußballverein des Bundeslandes Salzburg. Er war damit neben dem [[Salzburger AK 1914|SAK 1914]] einer von nur zwei Vereinen, die bereits vor der Gründung des [[Salzburger Fußball-Verband]]es existierten und gewann auch die ersten [[Fußballtabellen 1921-1944|Meisterschaften]] nach dessen Gründung. Vor dieser Gründung im Oktober desselben Jahres wurden die Spiele gegen "wilde" Fußballvereinigungen aus Salzburg, sowie gegen Klubs aus Oberösterreich und Bayern ausgetragen.
 
Der "Sportklub" war damit der zweitälteste Fußballverein des Bundeslandes Salzburg. Er war damit neben dem [[Salzburger AK 1914|SAK 1914]] einer von nur zwei Vereinen, die bereits vor der Gründung des [[Salzburger Fußball-Verband]]es existierten und gewann auch die ersten [[Fußballtabellen 1921-1944|Meisterschaften]] nach dessen Gründung. Vor dieser Gründung im Oktober desselben Jahres wurden die Spiele gegen "wilde" Fußballvereinigungen aus Salzburg, sowie gegen Klubs aus Oberösterreich und Bayern ausgetragen.
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Bis 1923 sollte der 1. SSK 1919 auch der bestimmende Verein in Salzburg sein. So sicherte er sich die ersten drei Meisterschaftstitel in der Geschichte der noch jungen Liga. Danach stellten sich erste Probleme ein. Die nach dem Krieg in Salzburg verbliebenen Wiener Spieler wanderten ab, die eigene Jugendmannschaft gründete einen eigenen Verein, "Vorwärts Maxglan" (aus dem sich in Folge der ASTV Maxglan bzw. der [[ASK Salzburg]] entwickelte) und weitere Spieler gingen durch die Gründung des alternativen Arbeiterverbandes "VAFÖ" verloren. Diesen Aderlass konnte der Sportklub nicht mehr kompensieren und gab damit die Vorherrschaft im Salzburger Fußball an seinen Lokalrivalen SAK ab.
  
 
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] kam es aufgrund von Spielermangel zur Gründung der [[Fußballgemeinschaft Salzburg]], wobei die Mannschaften von [[SV Austria Salzburg]], dem [[SAK 1914]] und dem 1. SSK ihre wenigen noch vorhandenen Spieler in dieser Mannschaft einten, um den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können. Kurz vor Kriegsende wurde diese Fußballgemeinschaft wieder aufgelöst.
 
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] kam es aufgrund von Spielermangel zur Gründung der [[Fußballgemeinschaft Salzburg]], wobei die Mannschaften von [[SV Austria Salzburg]], dem [[SAK 1914]] und dem 1. SSK ihre wenigen noch vorhandenen Spieler in dieser Mannschaft einten, um den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können. Kurz vor Kriegsende wurde diese Fußballgemeinschaft wieder aufgelöst.
  
Nach dem Zweiten Weltkrieg war der 1. SSK gemeinsam mit der Austria der erste Verein, der den Spielbetrieb bereits im Sommer [[1945]] wieder aufnahm. Noch vor dem Krieg musste der SSK auf den auf den in Gewerkschaftsplatz umbenannten Platz im [[Salzburger Volksgarten|Franz-Josef-Park]] ausweichen und nach dem Krieg auch oft auf den [[SAK-Platz]] in [[Nonntal]], bis der Verein 1947 eine neue Heimstätte in Salzburg-Schallmoos finden konnte.
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Nach dem Zweiten Weltkrieg war der 1. SSK gemeinsam mit der Austria der erste Verein, der den Spielbetrieb bereits im Sommer [[1945]] wieder aufnahm. Noch vor dem Krieg musste der SSK auf den auf den in Gewerkschaftsplatz umbenannten Platz im [[Salzburger Volksgarten|Franz-Josef-Park]] ausweichen und nach dem Krieg auch oft auf den [[SAK-Platz]] in [[Nonntal]], bis der Verein 1947 eine neue Heimstätte in Salzburg-Schallmoos finden konnte. Der damit verbundene Aufschwung währte nicht lange, da bereits 1949 der Platz in Schallmoos aufgelassen wurde. In der Folge trat der "SSK 19" dem Eisenbahner-Sportverband bei, wodurch er zu 30-jährigen Vereinsjubiläum zu der nun langfristigen Sportanlage in Salzburg-Gnigl kam, die mit einem kleinen Turnier gegen Schwarz-Weiß Bregenz, Gloggnitz und dem SAK 1914 eingeweiht wurde.
 
 
[[2003]] ging der 1. SSK mit dem ebenfalls krisengebeutelten Traditionsverein [[ASV Blau-Weiß Salzburg]] eine bis heute anhaltende Spielgemeinschaft ein. Diese Spielgemeinschaft übernahm in der [[Fußballtabellen 2003/04|Saison 2003/04]] den Platz des 1. SSK in der [[1. Klasse Nord]], fand sich am Ende der Meisterschaft aber auf einem Abstiegsplatz wieder. Seitdem spielt der Kooperationsverein in der [[2. Klasse Nord A]], welche die vorletzte Klasse im Salzburger Fußballunterhaus darstellt.
 
  
Seine Heimspiele trug der 1. SSK anfangs auf dem [[Hellbrunner Sportplatz]] aus, wechselte aber noch vor Kriegsbeginn auf den in Gewerkschaftsplatz umbenannten Platz im [[Salzburger Volksgarten|Franz-Josef-Park]]. Nach dem Krieg diente unter anderem der [[SAK-Sportanlage|SAK-Platz]] in [[Nonntal]] als Heimspielstätte.
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[[2003]] ging der 1. SSK mit dem ebenfalls krisengebeutelten Traditionsverein [[ASV Blau-Weiß Salzburg]] eine bis heute anhaltende Spielgemeinschaft ein. Diese Spielgemeinschaft übernahm in der [[Fußballtabellen 2003/04|Saison 2003/04]] den Platz des 1. SSK in der [[1. Klasse Nord]], fand sich am Ende der Meisterschaft aber auf einem Abstiegsplatz wieder. Seitdem spielt der Kooperationsverein in der [[2. Klasse Nord A]], welche die vorletzte Klasse im Salzburger Fußballunterhaus darstellt. Als Spielstätte für die gemeinsame Kampfmannschaft dient nun das Panaramacenter an den Salzachseen in Liefering, der SSK Nachwuchs spielt hingegen weiterhin auf der ASKÖ Anlage in Salzburg-Gnigl.
  
 
==Titel==
 
==Titel==

Version vom 2. Juni 2008, 14:54 Uhr

1. SSK 119
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Voller Name 1. Salzburger
Sportklub 1919
Spitzname(n) Die Sportklubler
Gegründet Ende März 1919
Stadion dzt. Sportanlage Panoramacenter
Salzburg-Liefering
Plätze/Mitglieder Unbekannt
Präsident/Obmann Gerhard Kienberger
Trainer Andreas Hajek
Adresse Josef-Brandstätter-Strasse 6
5020 Salzburg
E-Mail {{{email}}}
Homepage {{{homepage}}}

Der 1. Salzburger Sportklub 1919, spielend in blau-schwarz, ist der zweitälteste noch bestehende Fußballverein im Bundesland Salzburg.

Geschichte

Der ursprünglich auf "Juvavia" benannte Sportklub wurde Ende März 1919 durch den ehemaligen Vienna-Spieler Hans Dobesch gegründet. Dobesch trat in der Folge als erster Obmann und auch als Sektionsleiter auf und schuf mit dem Mundartdichter Franz Löser unter Mithilfe des damaligen militärischen Landesbefehlshabers Major Fiedler eine erste Heimstätte auf den Hellbrunner Exerzierfeldern. Die traditionellen Vereinsfarben sind Schwarz und Blau, als Dressen dienten umgefärbte Militärhemden und die Socken wurden von der Frau des Obmanns selbst gestrickt. Im Juni 1919 kam es zu dem ersten Fußballspiel auf Salzburger Boden nach dem Krieg. Gegen die Welser Militärmannschaft ging dieses mit 3:6 verloren. Aufgrund der Tatsache, sich selbst nach dem Krieg als erster Fußballverein offiziell gegründet zu haben und als erster ein Spiel ausgetragen haben, rührt wohl der Anspruch, der "Erste" Salzburger Sportklub zu sein, obwohl der damals schon mit seinem Gründungsdatum als "SAK 14" auftretende Hellbrunner Lokalrivale (der Salzburger AK fand erst späte seine endgültige Heimat in Nonntal) bereits vor dem Krieg ein erstes Fußballspiel ausgetragen hatte. In dieser Tradition war auch der Sportklub wiederum beim ersten Fußballspiel nach dem Krieg 1945 - dann gegen Austria Salzburg - beteiligt.

Der "Sportklub" war damit der zweitälteste Fußballverein des Bundeslandes Salzburg. Er war damit neben dem SAK 1914 einer von nur zwei Vereinen, die bereits vor der Gründung des Salzburger Fußball-Verbandes existierten und gewann auch die ersten Meisterschaften nach dessen Gründung. Vor dieser Gründung im Oktober desselben Jahres wurden die Spiele gegen "wilde" Fußballvereinigungen aus Salzburg, sowie gegen Klubs aus Oberösterreich und Bayern ausgetragen.

Bis 1923 sollte der 1. SSK 1919 auch der bestimmende Verein in Salzburg sein. So sicherte er sich die ersten drei Meisterschaftstitel in der Geschichte der noch jungen Liga. Danach stellten sich erste Probleme ein. Die nach dem Krieg in Salzburg verbliebenen Wiener Spieler wanderten ab, die eigene Jugendmannschaft gründete einen eigenen Verein, "Vorwärts Maxglan" (aus dem sich in Folge der ASTV Maxglan bzw. der ASK Salzburg entwickelte) und weitere Spieler gingen durch die Gründung des alternativen Arbeiterverbandes "VAFÖ" verloren. Diesen Aderlass konnte der Sportklub nicht mehr kompensieren und gab damit die Vorherrschaft im Salzburger Fußball an seinen Lokalrivalen SAK ab.

Während des Zweiten Weltkriegs kam es aufgrund von Spielermangel zur Gründung der Fußballgemeinschaft Salzburg, wobei die Mannschaften von SV Austria Salzburg, dem SAK 1914 und dem 1. SSK ihre wenigen noch vorhandenen Spieler in dieser Mannschaft einten, um den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können. Kurz vor Kriegsende wurde diese Fußballgemeinschaft wieder aufgelöst.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war der 1. SSK gemeinsam mit der Austria der erste Verein, der den Spielbetrieb bereits im Sommer 1945 wieder aufnahm. Noch vor dem Krieg musste der SSK auf den auf den in Gewerkschaftsplatz umbenannten Platz im Franz-Josef-Park ausweichen und nach dem Krieg auch oft auf den SAK-Platz in Nonntal, bis der Verein 1947 eine neue Heimstätte in Salzburg-Schallmoos finden konnte. Der damit verbundene Aufschwung währte nicht lange, da bereits 1949 der Platz in Schallmoos aufgelassen wurde. In der Folge trat der "SSK 19" dem Eisenbahner-Sportverband bei, wodurch er zu 30-jährigen Vereinsjubiläum zu der nun langfristigen Sportanlage in Salzburg-Gnigl kam, die mit einem kleinen Turnier gegen Schwarz-Weiß Bregenz, Gloggnitz und dem SAK 1914 eingeweiht wurde.

2003 ging der 1. SSK mit dem ebenfalls krisengebeutelten Traditionsverein ASV Blau-Weiß Salzburg eine bis heute anhaltende Spielgemeinschaft ein. Diese Spielgemeinschaft übernahm in der Saison 2003/04 den Platz des 1. SSK in der 1. Klasse Nord, fand sich am Ende der Meisterschaft aber auf einem Abstiegsplatz wieder. Seitdem spielt der Kooperationsverein in der 2. Klasse Nord A, welche die vorletzte Klasse im Salzburger Fußballunterhaus darstellt. Als Spielstätte für die gemeinsame Kampfmannschaft dient nun das Panaramacenter an den Salzachseen in Liefering, der SSK Nachwuchs spielt hingegen weiterhin auf der ASKÖ Anlage in Salzburg-Gnigl.

Titel

Erfolge

Quellen