Amerikanische Faulbrut: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Im November [[2021]] waren im [[Mitterpinzgau]] bei mindestens fünf Bienenstöcken in [[Saalfelden am Steinernen Meer]] und [[Leogang]] Fälle der Amerikanischen Faulbrut aufgetreten. Alle Bienenstöcke in der Umgebung mussten kontrolliert werden. Die sehr ansteckende Krankheit ist anzeigepflichtig erklärte Landesveterinärdirektor [[Josef Schöchl]]. | + | Im November [[2021]] waren im [[Mitterpinzgau]] bei mindestens fünf Bienenstöcken in [[Saalfelden am Steinernen Meer]] und [[Leogang]] Fälle der Amerikanischen Faulbrut aufgetreten. Alle Bienenstöcke in der Umgebung mussten kontrolliert werden. Die sehr ansteckende Krankheit ist anzeigepflichtig, erklärte [[Landesveterinärdirektion|Landesveterinärdirektor]] [[Josef Schöchl]]. |
Im [[Pinzgau]] konnte vor der Winterruhe der Bienen erst ein Teil der Stöcke kontrolliert werden. "Das Sperrgebiet bleibt daher über den Winter aufrecht", sagt Schöchl. Etwa im März [[2022]] werden die Kontrollen fortgesetzt. Es sei möglich, dass dann weitere Fälle der Faulbrut entdeckt würden. | Im [[Pinzgau]] konnte vor der Winterruhe der Bienen erst ein Teil der Stöcke kontrolliert werden. "Das Sperrgebiet bleibt daher über den Winter aufrecht", sagt Schöchl. Etwa im März [[2022]] werden die Kontrollen fortgesetzt. Es sei möglich, dass dann weitere Fälle der Faulbrut entdeckt würden. | ||
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Aktuelle Version vom 27. November 2021, 19:13 Uhr
Die Amerikanische Faulbrut ist eine Krankheit, die Bienen befällt.
Über die Krankheit
Wie schon der Name sagt, handelt es sich um eine Brutkrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Erwachsene Bienen sind nicht betroffen. Die Krankheit ist auch nicht auf den Menschen übertragbar und die Qualität des Honigs wird nicht beeinflusst. Die betroffene Stöcke müssen wegen der hohen Ansteckungsgefahr entsorgt werden, zum Beispiel durch Verbrennen.
Die Amerikanische Faulbrut in Salzburg
Im November 2021 waren im Mitterpinzgau bei mindestens fünf Bienenstöcken in Saalfelden am Steinernen Meer und Leogang Fälle der Amerikanischen Faulbrut aufgetreten. Alle Bienenstöcke in der Umgebung mussten kontrolliert werden. Die sehr ansteckende Krankheit ist anzeigepflichtig, erklärte Landesveterinärdirektor Josef Schöchl.
Im Pinzgau konnte vor der Winterruhe der Bienen erst ein Teil der Stöcke kontrolliert werden. "Das Sperrgebiet bleibt daher über den Winter aufrecht", sagt Schöchl. Etwa im März 2022 werden die Kontrollen fortgesetzt. Es sei möglich, dass dann weitere Fälle der Faulbrut entdeckt würden.
Im Pinzgau habe es fünf oder sechs Jahre lang keine Fälle mehr gegeben, sagt Franz Eder, der an der Landwirtschaftlichen Fachschule in Bruck an der Großglocknerstraße Schüler in Bienenwirtschaft ausbildet. Laut Schöchl tritt die Faulbrut aber fast jedes Jahr irgendwo im Land Salzburg auf. Zuletzt war meistens der Pongau betroffen. Wie sie in den Pinzgau gelangt ist, könne nur vermutet werden. Möglicherweise durch den Kauf von Bienen oder die Verbringung von Gerätschaften. Von Stock zu Stock übertragen einzelne Bienen die Bakterien: Entweder, indem sie sich anderen Stöcken anschließen, oder durch Raub. Wenn im Herbst das Angebot in der Natur gering ist, holen sich Bienen bei anderen Stöcken, die geschwächt sind, Nahrung.
Weiterführend
Für Informationen zum Thema Amerikanische Faulbrut, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.
Quelle
- www.sn.at, 22. November 2021