Zinkenbach (Wildbach): Unterschied zwischen den Versionen
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Der Zinkenbach wird auch seinem Ruf als typischer Wildbach gerecht, weil er bei Hochwasser aus seinem großen und steilen Einzugsgebiet stets viel Geschiebe und Schottermaterial mitführt. Deshalb hat sich im Laufe der langen Zeit sein Mündungsbereich in Abersee sehr weit in den Wolfgangsee vorgeschoben und hat dort die engste Stelle des Wolfgangsees gebildet. | Der Zinkenbach wird auch seinem Ruf als typischer Wildbach gerecht, weil er bei Hochwasser aus seinem großen und steilen Einzugsgebiet stets viel Geschiebe und Schottermaterial mitführt. Deshalb hat sich im Laufe der langen Zeit sein Mündungsbereich in Abersee sehr weit in den Wolfgangsee vorgeschoben und hat dort die engste Stelle des Wolfgangsees gebildet. | ||
| − | Im Zinkenbachtal war früher zum Holztransport eine ''mehrere km lange Waldbahn in Betrieb''. Sie ging vom Taleingang bis zur Königsbachalm | + | Im Zinkenbachtal war früher zum Holztransport eine ''mehrere km lange Waldbahn in Betrieb''. Sie ging vom Taleingang bis zur Königsbachalm und wurde von den Einheimischen bei Gelegenheit auch ab und zu genützt, um ins Zinkenbachtal mitzufahren. Die Bergabfahrt mit der Holzlast war aber von den Holzknechten sehr gefürchtet, weil manchmal die Bremsen versagten und sie vom Fahrzeug abspringen mussten, um sich zu retten. Mit dem Ausbau der Güterwege hat sich später die Waldbahn erübrigt. |
| − | In Klammnähe befinden sich noch Fundamentreste von einer ehemaligen Holzseilbahn. Die Holzseilbahn wurde errichtet, weil sich der Holztransport von den steilen Bergabhängen mit den Ziehschlitten als zu gefährlich und mühsam erwies, ihr Einsatz stellte damals einen großen Fortschritt dar. | + | In Klammnähe befinden sich noch Fundamentreste von einer ehemaligen Holzseilbahn. Die Holzseilbahn wurde errichtet, weil sich der Holztransport von den steilen Bergabhängen mit den Ziehschlitten als zu gefährlich und mühsam erwies, ihr Einsatz stellte damals einen großen Fortschritt dar. |
| + | Das Zinkenbachtal stellte einst auch den kürzesten Verbindungsweg zwischen Hintersee (über die Genneralm) und dem Wolfgangseeland dar und nicht selten kam es dadurch zu Heiratskontakten. | ||
== Namensgebung == | == Namensgebung == | ||
Version vom 5. Dezember 2009, 20:38 Uhr
| Bild | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Länge: | |
| Quelle: | Hoher Zinken |
| Quellhöhe: | ca. 1500 m ü. A. |
| Mündung: | Abersee in den Wolfgangsee |
| Mündungshöhe: | 548 m |
| Höhenunterschied: | ca. 952 m |
Der Zinkenbach (Wildbach) ist ein Bach im Osten des Flachgaus.
Verlauf
Der Zinkenbach (Wildbach) entspringt in der Osterhorngruppe im Gebiet des Hohen Zinkens, zwischen Osterhorn und Holzeck.
Der Zinkenbach wird auch seinem Ruf als typischer Wildbach gerecht, weil er bei Hochwasser aus seinem großen und steilen Einzugsgebiet stets viel Geschiebe und Schottermaterial mitführt. Deshalb hat sich im Laufe der langen Zeit sein Mündungsbereich in Abersee sehr weit in den Wolfgangsee vorgeschoben und hat dort die engste Stelle des Wolfgangsees gebildet.
Im Zinkenbachtal war früher zum Holztransport eine mehrere km lange Waldbahn in Betrieb. Sie ging vom Taleingang bis zur Königsbachalm und wurde von den Einheimischen bei Gelegenheit auch ab und zu genützt, um ins Zinkenbachtal mitzufahren. Die Bergabfahrt mit der Holzlast war aber von den Holzknechten sehr gefürchtet, weil manchmal die Bremsen versagten und sie vom Fahrzeug abspringen mussten, um sich zu retten. Mit dem Ausbau der Güterwege hat sich später die Waldbahn erübrigt.
In Klammnähe befinden sich noch Fundamentreste von einer ehemaligen Holzseilbahn. Die Holzseilbahn wurde errichtet, weil sich der Holztransport von den steilen Bergabhängen mit den Ziehschlitten als zu gefährlich und mühsam erwies, ihr Einsatz stellte damals einen großen Fortschritt dar.
Das Zinkenbachtal stellte einst auch den kürzesten Verbindungsweg zwischen Hintersee (über die Genneralm) und dem Wolfgangseeland dar und nicht selten kam es dadurch zu Heiratskontakten.
Namensgebung
Der Name stammt von der Bezeichnung des Berges ab, in dessen Bereich sein Quellgebiet liegt
Nebenflüsse
- Schreinbach
Quelle
- Kompass Wanderkarte Wolfgangsee 1:25.000
Bildergalerie
Ursprungsgebiet des Zinkenbaches beim Holzeck und Hoher Zinken
Blick von St. Wolfgang ins Zinkenbachtal, links das Wieslerhorn, dahinter rechts das Königsberghorn