Turmuhren austria
Die Datenbank turmuhren austria ist ein neuer Schlüssel zum alten Kulturgut Turmuhr.
Allgemeines
Sogar bei den historischen Turmuhrwerken gibt es Innovationen: Michael Neureiter, der sich für die Bewahrung und Revitalisierung vor allem schmiedeeiserner Turmuhrwerke einsetzt, schaltete am Mittwoch, den 20. Juli 2016, um 12:00 Uhr mit seinem Webmaster Daniel Reiter die neue Datenbank turmuhren austria frei. Zum Start hatte er bisher zwölf Werke aus dem Salzburger Land, aus Oberösterreich, Tirol und Rheinland-Pfalz mit Bild und Steckbrief erfasst, darunter Uhrwerke aus Schmiedeeisen, aus Gusseisen – und aus Holz.
Die durchwegs mechanischen Zeugnisse der Handwerkskunst stammen aus dem 16. bis 20. Jahrhundert, das älteste ist das Turmuhrwerk von Konrad Grienberger aus 1523 in Axams, das Neureiter revitalisieren konnte. Das jüngste Werk stammt aus Alzey in Rheinland-Pfalz und wurde 1925 gebaut.
"Mir geht’s mit diesem interaktiven Kataster besonderer Art um den Schutz des Kulturguts Turmuhr und um seine Wertschätzung: Es kommt noch immer vor, dass solche Zeitzeugen als Schrott entsorgt werden, wenn auch immer seltener," meint Neureiter: "Wer ein Turmuhrwerk be-greift und schätzt, wird es auch schützen und mithelfen, dass die Werke möglichst am Originalstandort belassen werden, am besten natürlich in Betrieb!"
Die Datenbank der öffentlichen Zeitmesser bietet jeweils drei Bildern der Werke und erschließt ihre Vielfalt in Material, Verarbeitung und Technik mit wichtigen Informationen. Interessierte sind eingeladen, selbst Werke einzutragen – die Datenbank soll damit auch zu einem Forum von Turmuhren Interessierten werden. Die Datenbank "tua" kann keine umfassenden Dokumentationen bieten, sie enthält quasi "Steckbriefe" zu den einzelnen Werken. Sie ist auch auf Wunsch des Bundesdenkmalamts so angelegt, dass der Schutz des Kulturguts Turmuhren bestmöglich gegeben ist.
Weblinks
Quelle
- Presseaussendung Michael Neureiter am 19. Juli 2016