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[[Salzburger Hofkammer|Hofkammerrat]] '''Caspar Melchior Balthasar Schroll''' (* [[6. Jänner]] [[1756]] in [[Kirchberg in Tirol|Kirchberg]], [[Tirol]]; † [[16. November]] [[1829]] in [[Salzburg]]) war ein Salzburger Montanist und leitender Beamter der Bergverwaltung sowie Mitglied der ''Gesellschaft der Bergbaukunde''.
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[[Salzburger Hofkammer|[[Salzburger Hofkammer|Hofkammerrat]]]] '''Caspar Melchior Balthasar Schroll''' (* [[6. Jänner]] [[1756]] in [[Kirchberg in Tirol|Kirchberg]], [[Tirol]]; † [[16. November]] [[1829]] in [[Salzburg]]) war ein Salzburger Montanist und leitender Beamter der Bergverwaltung sowie Mitglied der ''Gesellschaft der Bergbaukunde''.
    
==Leben==
 
==Leben==
 
Nachdem Schroll in dem damals zu Salzburg gehörenden [[Brixental]] das Licht der Welt erblickt und die heimatliche Dorfschule besucht hatte, kam er zuerst nach Kitzbühel und dann als Sängerknabe in das damalige [[Augustinerchorherrenstift St. Zeno|Chorherrnstift St. Zeno]] bei [[Bad Reichenhall]], wo er zum Eintritt in das Gymnasium vorbereitet wurde. Letzteres besuchte er in Hall in Tirol und nach Aufhebung des [[Jesuitenorden]]s in Salzburg, wo er auch die philosophischen Studien absolvierte.
 
Nachdem Schroll in dem damals zu Salzburg gehörenden [[Brixental]] das Licht der Welt erblickt und die heimatliche Dorfschule besucht hatte, kam er zuerst nach Kitzbühel und dann als Sängerknabe in das damalige [[Augustinerchorherrenstift St. Zeno|Chorherrnstift St. Zeno]] bei [[Bad Reichenhall]], wo er zum Eintritt in das Gymnasium vorbereitet wurde. Letzteres besuchte er in Hall in Tirol und nach Aufhebung des [[Jesuitenorden]]s in Salzburg, wo er auch die philosophischen Studien absolvierte.
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Seine ursprüngliche Absicht, sich dem geistlichen Stand zuzuwenden, gab er auf, nachdem er eine Anstellung im Bergwesen erhalten hatte. Im Jahre [[1777]] wurde er Bergwerks-Praktikant in Salzburg und war bei der Berghauptmannschaft, die eine Abteilung der [[Hofkammer]] bildete, beschäftigt. [[1778]] wurde er zum Berg- und Hüttenamt in [[Lend]] versetzt, [[1779]] zum [[Gegenschreiber]] in [[Leogang]] befördert und erhielt auf Staatskosten an der Bergakademie in Freiberg ([[Deutschland#Freistaat Sachsen|Sachsen]]) eine vollständige theoretische und praktische Ausbildung in den Bergwissenschaften. Nachdem er auch noch die sächsischen Bergwerke besichtigt hatte, kehrte er [[1782]] nach Salzburg zurück. Er wurde nun Bergoffizier bei der [[Hofkammer]] in Bergwerkssachen und begleitete den damaligen Berghauptmann ([[Lürzer von Zechenthal]]) auf allen seinen Kommissionsreisen. Im Jahre [[1788]] erfolgte seine Ernennung zum fürstlichen Rat und Referenten der Hofkammer in Bergwerkssachen und nach deren Auflösung zum Hofkammerrat.
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Seine ursprüngliche Absicht, sich dem geistlichen Stand zuzuwenden, gab er auf, nachdem er eine Anstellung im Bergwesen erhalten hatte. Im Jahre [[1777]] wurde er Bergwerks-Praktikant in Salzburg und war bei der Berghauptmannschaft, die eine Abteilung der [[Hofkammer]] bildete, beschäftigt. [[1778]] wurde er zum Berg- und Hüttenamt in [[Lend]] versetzt, [[1779]] zum [[Gegenschreiber]] in [[Leogang]] befördert und erhielt auf Staatskosten an der Bergakademie in Freiberg ([[Deutschland#Freistaat Sachsen|Sachsen]]) eine vollständige theoretische und praktische Ausbildung in den Bergwissenschaften. Nachdem er auch noch die sächsischen Bergwerke besichtigt hatte, kehrte er [[1782]] nach Salzburg zurück. Er wurde nun Bergoffizier bei der [[Hofkammer]] in Bergwerkssachen und begleitete den damaligen Berghauptmann ([[Lürzer von Zechenthal]]) auf allen seinen Kommissionsreisen. Im Jahre [[1788]] erfolgte seine Ernennung zum fürstlichen Rat und Referenten der Hofkammer in Bergwerkssachen und nach deren Auflösung zum [[Salzburger Hofkammer|Hofkammerrat]].
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Im Jahr [[1791]] begann er seine Vorlesungen über Mineralogie und Bergbaukunde an der [[Benediktineruniversität Salzburg]]. [[1793]] zum Bergrat, [[1803]] zum Hofkammerrat ernannt, wurde er nach dem Anschluss Salzburgs an Österreich [[1807]] Direktor der neu organisierten Berg-, Salinen- und Münzdirektion. Nach der Abtretung Salzburgs an [[Bayern]] wurde er [[1812]] Ober-Bergkommissär des [[Salzachkreis]]es mit dem Titel eines königlichen Oberstbergrates. Nachdem 1816 Salzburg wieder zu Österreich gekommen war, wurde Schroll im Jahr [[1823]], nach Abschluss der Organisation der montanistischen Behörden, zum Chef der Berg- und Salinen-Direktion über den ganzen Gebirgsbezirk Salzburgs<!--, während die unmittelbare Leitung des Salzburger Forstbezirkes an [[Franz Anton Jirasek]] [Bd. X, S. 179] übertragen wurde-->. In dieser Stellung blieb Schroll bis an das Ende seines 73-jährigen Lebens tätig.
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Im Jahr [[1791]] begann er seine Vorlesungen über Mineralogie und Bergbaukunde an der [[Benediktineruniversität Salzburg]]. [[1793]] zum Bergrat, [[1803]] zum [[Salzburger Hofkammer|Hofkammerrat]] ernannt, wurde er nach dem Anschluss Salzburgs an Österreich [[1807]] Direktor der neu organisierten Berg-, Salinen- und Münzdirektion. Nach der Abtretung Salzburgs an [[Bayern]] wurde er [[1812]] Ober-Bergkommissär des [[Salzachkreis]]es mit dem Titel eines königlichen Oberstbergrates. Nachdem 1816 Salzburg wieder zu Österreich gekommen war, wurde Schroll im Jahr [[1823]], nach Abschluss der Organisation der montanistischen Behörden, zum Chef der Berg- und Salinen-Direktion über den ganzen Gebirgsbezirk Salzburgs<!--, während die unmittelbare Leitung des Salzburger Forstbezirkes an [[Franz Anton Jirasek]] [Bd. X, S. 179] übertragen wurde-->. In dieser Stellung blieb Schroll bis an das Ende seines 73-jährigen Lebens tätig.
    
==Verdienste==
 
==Verdienste==

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