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| | ==Lage== | | ==Lage== |
| − | Das Tal liegt in den Hohen Tauern zwischen dem zur Gemeinde [[Mittersill]] gehörenden [[Felbertal]] (mit der bekannten Felbertauernstraße im Osten und dem [[Habachtal]] in der Gemeinde [[Bramberg am Wildkogel]] mit seinem bekannten Smaragdvorkommen im Westen. | + | Das Tal liegt in den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] zwischen dem zur Gemeinde [[Mittersill]] gehörenden [[Felbertal]] (mit der bekannten Felbertauernstraße im Osten und dem [[Habachtal]] in der Gemeinde [[Bramberg am Wildkogel]] mit seinem bekannten Smaragdvorkommen im Westen. |
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| | ==Gewässer== | | ==Gewässer== |
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| | ===Alpine Rasen=== | | ===Alpine Rasen=== |
| − | Die alpinen Rasen über etwa 2200 m Seehöhe sind weit überwiegend Krummseggenrasen. In dieser Höhenlage ist das Klima deutlich rauer als in tieferen Lagen, die Schneedecke dauern deutlich länger an und die Winde sind stärker. Hier sind neben der namensgebenden Krummsege mit ihren charakteristisch gekrümmten Blättern Scheuchzers Glockenblume, Feldhainsimse, und Lebendgebährender Knöterich typisch. | + | Die alpinen Rasen über etwa 2 200 m Seehöhe sind weit überwiegend Krummseggenrasen. In dieser Höhenlage ist das Klima deutlich rauer als in tieferen Lagen, die Schneedecke dauern deutlich länger an und die Winde sind stärker. Hier sind neben der namensgebenden Krummsege mit ihren charakteristisch gekrümmten Blättern Scheuchzers Glockenblume, Feldhainsimse, und Lebendgebährender Knöterich typisch. |
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| | ===Schneetälchen=== | | ===Schneetälchen=== |
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| | === Nutzung der Almen=== | | === Nutzung der Almen=== |
| | Im Hollerbach wurden 1950 insgesamt 368 Kühe und 414 Kälber aufgetrieben, zudem 2276 Schafe und 85 Schweine. Den Tiefpunkt der Almbewirtschaftung lag um das Jahr 1970, wo nur mehr 254 Kühe und 285 Kälber und 790 Schafe auf den Hollersbacher Almen weideten. Schweinehaltung und Pferdehaltung gingen im Tal fast gänzlich zurück.. Seit 1970 steigen die Zahlen der Weidetiere wieder erheblich an: 1980 waren wieder 309 Kühe, 570 Kälber und über 800 Schafe auf der Weide. Durch die besonderen Förderung im Zuge der Errichtung des Nationalparkes stiegen die Viehauftriebszahlen deutlich weiter an. | | Im Hollerbach wurden 1950 insgesamt 368 Kühe und 414 Kälber aufgetrieben, zudem 2276 Schafe und 85 Schweine. Den Tiefpunkt der Almbewirtschaftung lag um das Jahr 1970, wo nur mehr 254 Kühe und 285 Kälber und 790 Schafe auf den Hollersbacher Almen weideten. Schweinehaltung und Pferdehaltung gingen im Tal fast gänzlich zurück.. Seit 1970 steigen die Zahlen der Weidetiere wieder erheblich an: 1980 waren wieder 309 Kühe, 570 Kälber und über 800 Schafe auf der Weide. Durch die besonderen Förderung im Zuge der Errichtung des Nationalparkes stiegen die Viehauftriebszahlen deutlich weiter an. |
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| | ==Klammen und Felsen== | | ==Klammen und Felsen== |
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| | ==Schutzhütte== | | ==Schutzhütte== |
| − | ([[Neue Fürther Hütte]])
| + | Die Alte Fürther Hütte war [[1903]] am Gänsebichljoch in [[Südtirol]] gebaut worden, die nach 1919 vom italienischen Staat enteignet worden war. Die [[Neue Fürther Hütte|Neue Hütte]] der Sektion Fürth des Alpenvereines sollte im Hollersbachtal zuerst auf dem [[Sandebentörl]] gebaut werden. Die Hütte wurde aber dann 1929 idyllisch und [[lawine]]nsicher neben dem Kratzenbergsee in 2 200 m Höhe erbaut. Mehrfach wurde die Hütte erweitert, 2006 folgte eine biologische Kläranlage. Vom Ende des Almweges zur Fürther Hütte führt eine zur Versorgung der Hütte notwendige Materialseilbahn. |
| − | Die Alte Fürther Hütte war 1903 am Gänsebichljoch in Südtirol gebaut worden, die nach 1919 vom Italienischen Staat enteignet worden war. Die Neue Hütte der Sektion Fürth des Alpenvereines sollte im Hollersbachtal zuerst auf dem Sandebentörl gebaut werden. Die Hütte wurde aber dann 1929 idyllisch und lawinensicher neben dem Kratzenbergsee in 2200 m Höhe erbaut. Mehrfach wurde die Hütte erweitert 2006 folgte eine biologische Kläranlage. Vom Ende des Almweges zur Fürther Hütte führt eine zur Versorgung der Hütte notwendige Materialseilbahn. | |
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| | ==Wanderungen und Tourismus== | | ==Wanderungen und Tourismus== |
| − | Das Hollerbachtal ist heute ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und vor allem auch für Gäste (Touristen). Drei Gastwirtschaften bestehen heute im Talbereich, nach dem die Edelweißhütte (1219 m) nicht mehr als Gastwirtschft geführt wird: | + | Das Hollerbachtal ist heute ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und vor allem auch für Gäste (Touristen). Drei Gastwirtschaften bestehen heute im Talbereich, nach dem die Edelweißhütte (1 219 m ü. A.) nicht mehr als Gastwirtschaft geführt wird: |
| − | * die Seestube am Eingang (885 m) zum Tal | + | * die Seestube am Eingang (885 m ü. A.) zum Tal |
| − | * die Senningeralm in der Mitte des Tales (1130 m) | + | * die Senningeralm in der Mitte des Tales (1 130 m ü. A.) |
| − | * die Neue Fürther Hütte (v.a. für Hochalpinisten) (2201 m) | + | * die Neue Fürther Hütte (v. a. für Hochalpinisten) (2 201 m ü. A.) |
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| − | Beliebte alpinistische Ziele sind die vor allem die Pihapperspitze, welche im Winter auch von Tourengehern gerne bestiegen wird, der Weg über den [[Kratzenbergsee]] zum Sandebentörl und weiter zur Alten Pragerhüttte bzw. zum Vendediger Höhenweg bzw. ins Innergschlöss, sowie der Weg über die Larmkogelscharte zum Larmkogel und weiter zur [[Thüringer Hütte]] im [[Habachtal]]. Angesichts des allgmeinen Fahrverbotes für den privaten PKW-VErkehr auf dme Almweg besteht die Möglichkeit mit dem Bus zur Senningeralm gebracht zu werden, oder von dieser zum Tal oder ebenfalls mit dem Bus zur Talstation der Neuen Fürther Hütte. Sehr beliebt ist der gut ausgebaute Almweg (mit oder ohne Elektrounterstützung) für Radfahrer. Sehr beliebt ist auch der abwechslungsreiche Weg entlang des [[Bachlehrweg Hollersbach|Bachlehrweges Hollersbachtal]] zur Senningeralm. | + | Beliebte alpinistische Ziele sind die vor allem die Pihapperspitze, welche im Winter auch von Tourengehern gerne bestiegen wird, der Weg über den [[Kratzenbergsee]] zum Sandebentörl und weiter zur [[Alte Prager Hütte|Alten Prager Hütte]] und zum Vendediger Höhenweg und ins Innergschlöss, sowie der Weg über die Larmkogelscharte zum Larmkogel und weiter zur [[Thüringer Hütte]] im [[Habachtal]]. Angesichts des allgemeinen Fahrverbotes für den privaten PKW-VErkehr auf dme Almweg besteht die Möglichkeit mit dem Bus zur Senningeralm gebracht zu werden, oder von dieser zum Tal oder ebenfalls mit dem Bus zur Talstation der Neuen Fürther Hütte. Sehr beliebt ist der gut ausgebaute Almweg (mit oder ohne Elektrounterstützung) für Radfahrer. Sehr beliebt ist auch der abwechslungsreiche Weg entlang des [[Bachlehrweg Hollersbach|Bachlehrweges Hollersbachtal]] zur Senningeralm. |
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| | ==Energiewirtschaft im Hollersbachtal== | | ==Energiewirtschaft im Hollersbachtal== |
| | Das [[Speicherkraftwerk Hollersbach]] wurde in den Jahren 1947 bis 1949 errichtet. 2010 und 2011 wurde das Kraftwerk erneuert und das Stauziel um gut 1,5 m erhöht. Zugehörige Kraftwerkshaus wurde an der Mündung des Hollersbaches in die Salzach verlegt. Damit kann das Kraftwerk zusätzlich zehn Meter Gefälle nutzen. | | Das [[Speicherkraftwerk Hollersbach]] wurde in den Jahren 1947 bis 1949 errichtet. 2010 und 2011 wurde das Kraftwerk erneuert und das Stauziel um gut 1,5 m erhöht. Zugehörige Kraftwerkshaus wurde an der Mündung des Hollersbaches in die Salzach verlegt. Damit kann das Kraftwerk zusätzlich zehn Meter Gefälle nutzen. |
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| − | Vorgesehen war vor (sehr beschränkt auch um 1970) im Hollersbach tal die Errichtung von hohen Staumauern beim Krateznbbergsee einerseits und südlich der Edelweißhütte anderseits zuer energetischen Erzeugugn von Spitzenstrom. Daas Wasser der umgebenden Tauerntäler vor alem im Westen sollte dabei teilweise in die neu geschaffenen Speicherseen abgeleitet wrden. In der Folge hat sich aber die Begründung eines Nationalparkes gegenüber der energetischen Nutzung des Tales durchgesetzt. Schon vor und um 1900 waren vom Verein Naturpark Stuttgart vier große prägende Nationalparke im deutschprachigen Raum angedacht worden (Wattenmeer, Lüneburger Heide, Bayrischer Wald, und Hohe Tauern), die 1909 durch den Verein zum Ankauf von Flächen im Stubachtal geführt hatten. | + | Vorgesehen war vor (sehr beschränkt auch um 1970) im Hollersbachtal die Errichtung von hohen Staumauern beim Kratzenbbergsee einerseits und südlich der Edelweißhütte anderseits zur energetischen Erzeugung von Spitzenstrom. Das Wasser der umgebenden Tauerntäler vor allem im Westen sollte dabei teilweise in die neu geschaffenen Speicherseen abgeleitet wrden. In der Folge hat sich aber die Begründung eines Nationalparkes gegenüber der energetischen Nutzung des Tales durchgesetzt. Schon vor und um 1900 waren vom Verein Naturpark Stuttgart vier große prägende Nationalparke im deutschprachigen Raum angedacht worden (Wattenmeer, Lüneburger Heide, Bayrischer Wald, und Hohe Tauern), die [[1909]] durch den Verein zum Ankauf von Flächen im Stubachtal geführt hatten. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |