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| | Die Anfänge des Almkanalnetzes reichen in das [[8. Jahrhundert]] zurück. Das ältestes Teilstück führte damals schon nach Mülln, wo es Mühlen antrieb und einem ganzen Stadtviertel seinen Namen gab. | | Die Anfänge des Almkanalnetzes reichen in das [[8. Jahrhundert]] zurück. Das ältestes Teilstück führte damals schon nach Mülln, wo es Mühlen antrieb und einem ganzen Stadtviertel seinen Namen gab. |
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| − | Zunächst bezog der Almkanal sein Wasser nur aus bestehenden Bächen im Gebiet vom [[Leopoldskroner Moor]]. Salzburg besaß im frühen [[Mittelalter]] innerhalb der Stadtmauern auch Felder, z. B. zwischen [[Klausentor]] und [[Gstättentor]], sowie den [[Frauengarten]]. Diese mussten bewässert werden, aber auch die wachsende Bevölkerung brauchte mehr Wasser. Das waren neben dem [[Brände Stadt Salzburg|Stadtbrand]] [[1127]] die Überlegungen, die zum Bau eines Wasserleitungsstollens durch den natürlichen Schutzwall der [[Salzburger Stadtberge|Stadtberge]] führten. | + | Zunächst bezog der Almkanal sein Wasser nur aus bestehenden Bächen im Gebiet vom [[Leopoldskroner Moor]]. Ab [[1160]] wurde Wasser von diesem Moor in den nahe vorbei fließenden [[Rosittenbach]] über Rohre geleitet. |
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| | + | Salzburg besaß im frühen [[Mittelalter]] innerhalb der Stadtmauern auch Felder, z. B. zwischen [[Klausentor]] und [[Gstättentor]], sowie den [[Frauengarten]]. Diese mussten bewässert werden, aber auch die wachsende Bevölkerung brauchte mehr Wasser. Das waren neben dem [[Brände Stadt Salzburg|Stadtbrand]] [[1127]] die Überlegungen, die zum Bau eines Wasserleitungsstollens durch den natürlichen Schutzwall der [[Salzburger Stadtberge|Stadtberge]] führten. |
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| | An der schmalsten Stelle zwischen [[Festungsberg]] und Mönchsberg ließen die beiden Bauherren , das [[Salzburger Dom|Domkapitel]] und [[Erzstift St. Peter|Stift St. Peter]], unter Erzbischof [[Konrad I.]] in den Jahren [[1137]] bis [[1143]] den 400 m langen Stollen (“Stiftsarmstollen”) durch den Berg schlagen. | | An der schmalsten Stelle zwischen [[Festungsberg]] und Mönchsberg ließen die beiden Bauherren , das [[Salzburger Dom|Domkapitel]] und [[Erzstift St. Peter|Stift St. Peter]], unter Erzbischof [[Konrad I.]] in den Jahren [[1137]] bis [[1143]] den 400 m langen Stollen (“Stiftsarmstollen”) durch den Berg schlagen. |
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| − | Erst [[1286]] wurde mit der Genehmigung von [[Kuno von Gutrat]] zum Bau eines fünf Kilometer langen Durchstichkanales vom [[Rosittenbach]] durch den Wald von ''Kattenau'' ([[Gartenau]]) bis zur Königsseeache - auch ''Alm'' oder ''Almfluss'' genannt - begonnen. Damit gelang eine für die weitere Stadtentwicklung entscheidende Verbesserung der Wasserversorgung. Die dazu notwendigen Wehranlagen führten jedoch in Folge zu Überschwemmungen, weshalb die Abzweigung etwas Flussaufwärts nach [[Hangendenstein]] verlegt wurde, wo sie sich noch heute befindet. | + | Erst [[1286]] wurde mit der Genehmigung von [[Kuno von Gutrat]] zum Bau eines fünf Kilometer langen Durchstichkanales vom Rosittenbach durch den Wald von ''Kattenau'' ([[Gartenau]]) bis zur Königsseeache - auch ''Alm'' oder ''Almfluss'' genannt - begonnen. Damit gelang eine für die weitere Stadtentwicklung entscheidende Verbesserung der Wasserversorgung. Die dazu notwendigen Wehranlagen führten jedoch in Folge zu Überschwemmungen, weshalb die Abzweigung etwas Flussaufwärts nach [[Hangendenstein]] verlegt wurde, wo sie sich noch heute befindet. |
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| | Mitte des [[14. Jahrhundert]]s gestattete Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] den Bürgern der Stadt für ihren Wasserbedarf im nördlichen Stadtbereich einen zweiten Wasserleitungsstollen durch den [[Mönchsberg]] zu schlagen. Der stadtseitige Stollenausgang, heute etwa bei der [[Pferdeschwemme]], nutzten neben dem Bürgerspital auch zahlreiche Mühlen, Walken, Schleifereien, Schmieden und Sägen die Wasserkraft. Rund um das Gstättentor entwickelte sich ein Zentrum des städtischen Gewerbes. | | Mitte des [[14. Jahrhundert]]s gestattete Erzbischof [[Friedrich III. von Leibnitz]] den Bürgern der Stadt für ihren Wasserbedarf im nördlichen Stadtbereich einen zweiten Wasserleitungsstollen durch den [[Mönchsberg]] zu schlagen. Der stadtseitige Stollenausgang, heute etwa bei der [[Pferdeschwemme]], nutzten neben dem Bürgerspital auch zahlreiche Mühlen, Walken, Schleifereien, Schmieden und Sägen die Wasserkraft. Rund um das Gstättentor entwickelte sich ein Zentrum des städtischen Gewerbes. |