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[[Datei:Engelszell Stiftskirche - Hochaltar 4 Reginbert.jpg|miniatur|Reginbert von Hagenau als Bannerträger im 2. Kreuzug, XXV. Bischof von Passau 1138 - 1148]]
 
[[Datei:Engelszell Stiftskirche - Hochaltar 4 Reginbert.jpg|miniatur|Reginbert von Hagenau als Bannerträger im 2. Kreuzug, XXV. Bischof von Passau 1138 - 1148]]
Im Zuge der Missionieng, Erschließung und Rodung neuer Territorien des altbayrischen Stammesgebietes siedelten Ende des [[11. Jahrhundert]]s einige Edelfreie Hagenauer, von ihrem bayrischen Stammsitz Hagenau bei Schrobenhausen (nördlich von Freising) kommend, in Richtung südöstlicher Grenze. Sie bekleideten Ämter der [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistümer]] Salzburgs als Vögte des Hochstiftes [[Freising]], des Hochstiftes [[Regensburg]] und zumeist des Hochstiftes [[Passau]]. Um [[1080]] wird in einer alten Chronik Guntpolt (Gumpoldus) von Hagenau auf seinem Lehen in Neuburg am Inn (bei Vornbach südlich von Passau) genannt. Guntpolts Bruder, der Edle Hartwicus von Hagenau, wird im Jahr [[1088]] auf seinem Stammsitz der Burg Hagenau bei Braunau in [[Oberösterreich]] (50 km südwestlich von Neuburg am Inn) genannt, wo er im Auftrag des Hochstiftes Passau saß. Auf dem dritten Stammsitz der Hagenauer, der Veste Hagenau-Kasten bei Böheimkirchen in Niederösterreich (200 km östlich von Neuburg am Inn), wird der Sohn Hartwigs und ebenfalls aus Freising stammende Domvogt von Passau, Reimprecht (oder Reginbert I.) von Hagenau, im Jahr [[1098]] erstmals erwähnt. Der Witwer Reimprecht von Hagenau heiratete [[1108]] die ebenso verwitwete Helena von Lanzendorf (geborene von Stille und Heft), deren vermögender Mann Lanzo ermordet worden war. Mit seinem Schwager, dem Edelfreien Udalschalk von Stille und Heft, wird er als Mitstifter des Klosters Seitenstetten gesehen. Reimprecht hatte fünf Kinder namens Werinhart (Sohn aus erster Ehe und Vogt von Mondsee), Hartwig (Sitz in Braunau, Vogt in Vöcklabruck), Richarda (Stieftochter und Nonne in Seitenstetten), Reginbert II. (Bischof von Passau) und Odalricus (Ulrich). Reimprecht selbst war von [[1110]] bis [[1114]] Vogt des [[Regensburg]]er [[Kloster Mondsee|Klosters Mondsee]], dessen Vogtamt sein Sohn Werinhart übertragen bekam. Ein "angeheirateter" Verwandter Reimprechts (der Halbbruder des verstorbenen ersten Mannes seiner Frau Helena) war der Passauer Bischof Ulrich I. (auch Ulrich von Passau), der zwischen [[1092]] und [[1121]] das Passauer Bischofs-Amt inne hatte. Reimprechts zweitgeborener Sohn Reginbert II. (auch Reginbert der Jüngere) sollte 17 Jahre später von [[1138]] bis [[1148]] (übernächster) Bischof von Passau werden. Durch ihn erwarb die niederösterreichische Linie der Herren von Hagenau weitere Ämter (z.B. Vogt von Vöcklabruck), Lehen und Eigenbesitz in Oberösterreich und Salzburg.
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Im Zuge der Missionieng, Erschließung und Rodung neuer Territorien des altbayrischen Stammesgebietes siedelten Ende des [[11. Jahrhundert]]s einige Edelfreie Hagenauer, von ihrem bayrischen Stammsitz Hagenau bei Schrobenhausen (nördlich von Freising) kommend, in Richtung südöstlicher Grenze. Sie bekleideten Ämter der [[Salzburger Kirchenprovinz|Suffraganbistümer]] Salzburgs als Vögte des Hochstiftes [[Freising]], des Hochstiftes [[Regensburg]] und zumeist des Hochstiftes [[Passau]]. Um [[1080]] wird in einer alten Chronik Guntpolt (Gumpoldus) von Hagenau auf seinem Lehen in Neuburg am Inn (bei Vornbach südlich von Passau) genannt. Guntpolts Bruder, der Edle Hartwicus von Hagenau, wird im Jahr [[1088]] auf seinem Stammsitz der Burg Hagenau bei Braunau in [[Oberösterreich]] (50 km südwestlich von Neuburg am Inn) genannt, wo er im Auftrag des Hochstiftes Passau saß. Auf dem dritten Stammsitz der Hagenauer, der Veste Hagenau-Kasten bei Böheimkirchen in Niederösterreich (200 km östlich von Neuburg am Inn), wird der Sohn Hartwigs und ebenfalls aus Freising stammende Domvogt von Passau, Reimprecht (oder Reginbert I.) von Hagenau, im Jahr [[1098]] erstmals erwähnt. Der Witwer Reimprecht von Hagenau heiratete [[1108]] die ebenso verwitwete Helena von Lanzendorf (geborene von Stille und Heft), deren vermögender Mann Lanzo ermordet worden war. Mit seinem Schwager, dem Edelfreien Udalschalk von Stille und Heft, wird er als Mitstifter des Klosters Seitenstetten gesehen. Reimprecht hatte fünf Kinder namens Werinhart (Sohn aus erster Ehe und Vogt von Mondsee), Hartwig (Sitz in Braunau, Vogt in Vöcklabruck), Richarda (Stieftochter und Nonne in Seitenstetten), Reginbert II. (Bischof von Passau) und Odalricus (Ulrich). Reimprecht selbst war von [[1110]] bis [[1114]] Vogt des [[Regensburg]]er [[Kloster Mondsee|Klosters Mondsee]], dessen Vogtamt sein Sohn Werinhart übertragen bekam. Ein "angeheirateter" Verwandter Reimprechts (der Halbbruder des verstorbenen ersten Mannes seiner Frau Helena) war der Passauer Bischof Ulrich I. (auch Ulrich von Passau), der zwischen [[1092]] und [[1121]] das Passauer Bischofs-Amt inne hatte. Reimprechts zweitgeborener Sohn Reginbert II. (auch Reginbert der Jüngere) sollte 17 Jahre später von [[1138]] bis [[1148]] (übernächster) Bischof von Passau werden. Durch ihn erwarb die niederösterreichische Linie der Herren von Hagenau weitere Ämter (z. B. Vogt von Vöcklabruck), Lehen und Eigenbesitz in Oberösterreich und Salzburg.
    
== Nach der Familienverzweigung im 11. Jahrhundert ==
 
== Nach der Familienverzweigung im 11. Jahrhundert ==

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