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, 21:10, 9. Mär. 2008
Der '''Orkan Kyrill''' war ein Sturmtief, das in der Nacht auf den [[19. Jänner]] [[2007]] mit Spitzen bis zu 216 km/h über das [[Bundesland Salzburg]] hinwegzog.
==Allgemeines==
Vom Sturm betroffen war in erster Linie der Norden Salzburgs, der [[Flachgau|Flach-]] und der [[Tennengau]]. Die Feuerwehren in Stadt und Land verzeichneten 1.290 Einsätze. Im Großeinsatz standen auch die Mitarbeiter der [[Salzburg AG]]. Der Energieversorger hatte noch in der Nacht 200 Mann aufgeboten. Zeitweise waren ein Viertel aller Salzburger Haushalte - das sind 50.0000 - ohne Strom, weil herabstürzende Äste Stromleitungen gekappt hatten. Die Ausfälle dauerten teils wenige Minuten, teils mehrere Stunden.
Unter anderem war jene 110-KV-Leitung unterbrochen, die das [[Umspannwerk Hagenau]] mit dem in [[Seekirchen]] verbindet. Nachdem den ganzen Tag daran gearbeitet wurde, war das Stromnetz bis zum Abend zum großen Teil wieder zusammengeflickt. Dennoch mussten 5.000 Haushalte auch in der Nacht auf den [[20. Jänner]] ohne Strom auskommen.
Große Probleme bereitete Orkan Kyrill auch den ÖBB: In den Nachtstunden krachte beim Bahnsteig 2 das Dach auf die Oberleitung und legte den [[Salzburger Hauptbahnhof]] lahm. Es war in Salzburg kein Zugverkehr möglich. Erst um 8 Uhr konnte der Verkehr auf der [[Westbahn]] und in Richtung [[Golling]] wieder aufgenommen werden. "Gestrandete" Passagiere konnten sich in einen bereitgestellten ICE setzen und wurden vom [[Rotes Kreuz Salzburg|Roten Kreuz]] versorgt.
Erst im Laufe des 19. Jänner wurde das Ausmaß der Schäden in Salzburg allmählich klar. Allein in der Stadt wurden Dutzende Dächer abgedeckt, auch an Amtsgebäuden und zwei Schulen entstand schwerer Schaden. Der Park beim [[Schloss Hellbrunn]], der [[Tiergarten Hellbrunn|Tiergarten]] sowie Friedhöfe mussten gesperrt werden.
Im Flachgau wurde unter anderem in [[Anif]] eine Bushaltestelle umgerissen, in [[Bergheim]] fiel ein Strommast auf ein Haus und in [[Siezenheim]] wurde die [[Walserfeldhalle]] abgedeckt.
Einen gefährlichen Einsatz hatten die Feuerwehren in [[Ebenau]] zu bewältigen: Sie mussten einen Waldbrand löschen, den eine gerissene 30-KV-Leitung um 3.30 Uhr ausgelöst hatte. Allein dort standen 170 Feuerwehrleute im Einsatz, das Feuer konnte gegen 6 Uhr gelöscht werden.
In [[Hallein]] wurde das Dach des [[Krankenhaus Hallein|Krankenhauses]] teilweise abgedeckt.
In den Wäldern wurden fünf bis zehn Prozent des jährlichen Einschlags geworfen, was 75.000 bis 150.000 Festmeter entsprach.
Da der Sturm in der Nacht durchzog, waren glücklicherweise keine Toten und kaum Verletzte zu beklagen. Erst während der Aufräumarbeiten kam es, vor allem in den Wäldern, zu mehreren schweren und teilweise auch tödlichen Arbeitsunfällen.
==Quelle==
*Salzburger Nachrichten
[[Kategorie:Katastrophen]]